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— 15 — Die Zahl der Schüler war im steten Zunehmen: schon 1807 mußte man eine dritte und im Juli 1809 eine vierte Klasse errichten. Bis dahin waren sehr ungleichmäßig vorgebildete Kinder in das Philanthropin eingetreten, „so daß die untere …
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— 16 — liegen noch die Contracte vor, die mit einem Schneider, Bäcker, Schreiner, Spengler, Goldarbeiter u. s. w. abgeschlossen wurden. Für Geisenheimer, der die Angelegenheit seiner Glaubensgenossen mit einer Theilnahme verfolgte, wie man …
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— 17 — war bei den geringen Mitteln, über die das Phllanthropin zu verfügen hatte, freilich sehr karg. „Aber die Begeisterung, von der alle durchglüht waren, das innige Verhältniß, welches zwischen ihnen und dem vom gleichen Eifer beseelten…
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…t kein Anderer, als Carl Ritter. Auf einer im Sommer 1806 für pädagogische Zwecke unternommenen Reise, hatte er die von Israel Jacobson gegründete, ganz nach philanthropistischen Principien eingerichtete Schule in Seesen besucht^). „Seit jener Reise", sch…
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— 19 — herrlicher Anlagen und Geisteskräfte trotz des Druckes (des Geistes)') unter dem sie seufzte, geblieben ist. Das Interesse, das die Juden selbst an dieser Anstalt nahmen, war sehr groß, die Bereitwilligkeit der Lehrer, prüfende Bemer…
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für die Zulassung von Kindern ohne Unterschied des Glaubensbekenntnisses, und die Vorsteher freuen sich um so mehr, durch diesen Zufall ihre Gefühle für Toleranz öffentlich an den Tag zu legen und den Knaben mitloosen zu lassen." Dieser Gru…
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— 21 — Als man darauf, ein Jahr später, ein neues Local für das Philanthropin (in der Schäfergasse) miethen wollte, verlangte der Senat, der um die Erlaubniß dazu angegangen werden mußte, wiederum von dem Consistorium Bericht „über das als …
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— 22 — nicht; in der jüdischen Geschichte — man mag es gerne sagen oder nicht — endigt das Mittelalter nicht mit Luther und der Reformation, sondern erst mit der französischen Revolution und Napoleon. Wer wird es den Juden verdenken, daß si…
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…Regensburg und des Nheinschifffahrts-Octroi auf dem rechten Rheinufer, um den größten Theil der Fürstenthümer Fulda und Hanau vergrößert worden waren, in ein, nach der Hauptstadt Frankfurt benanntes Großherzogthum verwandelt worden. Unterrichtsp…
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Das neue Großherzogthum wurde durch Patent vom 10. August organisirt: Gleichheit aller Unterthanen vor dem Gesetze, freie Ausübung des Gottesdienstes der verschiedenen verfassungsmäßig aufgenommenen Religionsbekenntnisse, Aufhebung der Leib…
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— 25 — furt war leicht geschehen. Aus der Zahl der von dem Präfecten Freiherrn von Günderrode in Vorschlag gebrachten Candidaten^) wurden, unter Berücksichtigung der Confessionsgemeinden, am 19. Februar 1812 vom Großherzog zu Ober-Schul- un…
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— 26 — so Wäre Alles noch erträglich geworden, allein dazu war zunächst keine Aussicht. Die israelitische Gemeinde sollte eine Volksschule, der Staat eine allgemeine confessionslose Realschule gründen, allein weder hier noch dort waren die …
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Abtheilung sollen „die Schüler, welche nicht in die Realschule übergehen wollen, in Kenntnissen und Fertigkeiten so weit gebracht werden, als zur verständigen Betreibung eines mechanischen bürgerlichen Gewerbes erforderlich ist." Diejenigen…
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Beilagen. Beilage 1. Prospectus zu einem Philanthropin für arme Kinder jüdischer Nation. Frankfurt a. M. im Mai 1804. Gedruckt mit Brönnerischen Schriften. Noch nie ist von der gesammten jüdischen Nation allhier das Bedürfniß einer allgemei…
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— 29 — 1. Es wird eine Subscription zu einem wöchentlichen Beitrage eröffnet. Hiesige und auswärtige Hausväter und Mütter, wie auch unverehlichte beyderley Geschlechts, können an diesem wohlthätigen Institute durch Subscription Theil nehmen…
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— 30 — 9. Wenn bey einem Kinde sich hervorstechende Geistesfähigkeiten oder ein besondrer Hang zu höhern Studien, sowohl im hebräischen als im deutschen Fache, entwickeln sollten; so wird man bedacht seyn, diesem Subjecte, aus der Casse des…
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— 31 — Legen dieselbe der Commißion zur Einsicht vor Augen, nachdem solche gehörig revidirt und untersucht worden, werden davon eine hinlängliche Anzahl Exemplare, worin man ein genaues Verzeichniß der erhaltenen freywilligen Beyträge geben…
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— 32 — Beilage 2. Stundenplan für das Philanthropin. 1804. Sonntag Montag Dienstag Mittwoch Donnerstag Areytag 7—8 Wiederholungen des Unterrichts, von der vorhergegangenen Woche. Unter Aufsicht des jüdischen Lehrers. Erdbeschreibung Natur- …
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— 33 — Beilage 3. ^. Bericht der Direktoren des Philanthropin vr. Goldschmidt und vr. Oppenheim an 8. den Herrn Schöffen von Günderrode. November 1805. In Gemäßheit des von Euer :c. erhaltenen hochgeneigten Auftrages schätzen sich unterzeic…
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— 34 — ist mir noch jetzt Alles sehr lebendig, well ich mich damals durch so vieles, was ich sah und hörte, auf das Innigste gerührt fand. Der lebendige Eiset und die unermüdete Sorgfalt für ihre Anstalt, welche ich überall bei den Vorstehe…