Einladungsschrift zu der am ... stattfindenden öffentlichen Prüfung der Real- und Volksschule der Israelitischen Gemeinde zu Frankfurt am Main
- Journal
- Einladungsschrift zu der am ... stattfindenden öffentlichen Prüfung der Real- und Volksschule der Israelitischen Gemeinde zu Frankfurt am Main
- Volume
- 1869
- Date
- 1869-01-01
- Page
- – (sequence 26)
- Language
- German
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Abtheilung sollen „die Schüler, welche nicht in die Realschule übergehen wollen, in Kenntnissen und Fertigkeiten so weit gebracht werden, als zur verständigen Betreibung eines mechanischen bürgerlichen Gewerbes erforderlich ist." Diejenigen aber, welche eine weiter gehende, für höhere bürgerliche Berufsarten vorbereitende Schulbildung erstrebten, sollten in die andere Abtheilung der dritten Elementar- und aus dieser in die Nealklasse übertreten. In ähnlicher Weise sollte auch die Töchterschule eine Elementar- und eine höhere Töchterschule vereinigen. Wie die Gemeinde verpflichtet wurde für das Schullocal zu sorgen, so bestimmte der Großherzog, daß der Schule aus dem Departemental-Schulfond jährlich 2000 fl. überwiesen werden sollten. Die Oberaufsicht der Schule sollte die Großherzogliche Ober-Schul- und Studien-Jnsvection des Departements führen, zur Leitung der ökonomischen Verwaltungsgeschäfte sollte „in derselben Weise, wie solcher bei den übrigen Religionsgenossenschaften schon besteht", ein besonderer, aus israelitischen Cvnfessionsverwandten gebildeter Schul-Verwaltungs-Rath eingesetzt werden. Zu diesem Amte wurden nun die bisherigen Vorsteher des Philanthropin ernannt^) und am 17. August 1813 von dem Geheimrath und Präsidenten von Jtzstein im Auftrage des Großherzogs im neuen Schulhause feierlich installirt. Schon Tags vorher hatte die Eröffnung der neuen Schule statt gefunden. Nämlich: Joseph Pfungst, Menko S. Gerothwohl, A. B. May, Enoch Samuel Halle, S. Flaschin, Daniel H. Kulp, Sigmund Geisenheimer und Justus Hiller. — Was ich über die Verwandelung des Philanthropin in eine Bürger- und Realschule mitgetheilt habe, kann durch die Darstellung von Heß, Die Bürger- und Realschule zc., S. 23 und ff. ergänzt werden; ich bemerke nur, daß Heß in diese? Schrift, die er in hohem Alter abgefaßt hat, zuweilen, namentlich in der Angabe von Daten, ungenau ist. Wo ich von ihm abweiche, geschieht es auf Grund der mir vorliegenden Akten.