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Einladungsschrift zu der am ... stattfindenden öffentlichen Prüfung der Real- und Volksschule der Israelitischen Gemeinde zu Frankfurt am Main · 1869-01-01 · 1869 · page 30

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Journal
Einladungsschrift zu der am ... stattfindenden öffentlichen Prüfung der Real- und Volksschule der Israelitischen Gemeinde zu Frankfurt am Main
Volume
1869
Date
1869-01-01
Page
– (sequence 30)
Language
German
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IRI
…/9643684-3089694--0116-3519222
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— 31 — Legen dieselbe der Commißion zur Einsicht vor Augen, nachdem solche gehörig revidirt und untersucht worden, werden davon eine hinlängliche Anzahl Exemplare, worin man ein genaues Verzeichniß der erhaltenen freywilligen Beyträge geben wird, abgedruckt, und unter den Subscribenten vertheilt. So viel, glaubten wir uns vorläufig verpflichtet, von der Tendenz dieser im Entstehen begriffenen wohlthätigen Anstalt, unfern Mitbrüdern vor Augen zu legen. Mit der inständigsten Bitte, uns in einem Vorhaben zu unterstützen, welches die Veredlung des Menschen im Menschen, und die Beförderung seines Glückes zur Absicht hat. Wir glauben nicht nöthig zu haben, den Nutzen und all das Gute, welches aus einer solchen Anstalt für die unbemittelten Kinder unserer Nation nothwendig hervorsprießen muß, weitläufig hier auseinander zu setzen. Wie viele — sonst ohne alle Aufsicht sichtlich verwahrloste — Subjecte, würden nicht durch eine solche Anstalt zu nützlichen und brauchbaren Mitgliedern der menschlichen Gesellschaft erhalten werden können! Wie schön und herzerhebend wäre es nicht! Wenn wir neben den vortreflichen milden Stiftungen, welche hier zum physischen Wohl unserer armen Mitbrüder bereits vorhanden sind, noch Eines, zu deren moraliches und sittliches Wohl entstehen ließen. Gewiß! Mit Wonne und Freude wird gern jeder, dem Menschenwohl am Herzen liegt, sein Scherflein darreichen, um ein so lautes Bedürfnis für einen großen Theil der jüdischen Jugend bald befriedigen zu können. Im Uamen einer Anzahl Ireunde des Guten und Edlen. In dem Archiv unserer Schule befindet sich, in Großfolio schön gebunden, die Subscriptionsliste, in welche vom Jahre 1804 bis 1813 alle Beitragenden ihre Namen und die Höhe ihrer Beiträge eigenhändig eingeschrieben haben: ein siebzehn, in je zwei Columnen getheilte Foliosciten umfassendes autographisches Namensverzeichniß von ungemeinem Interesse für die Genealogie vieler Frankfurter Familien. — Geschichtsforscher nehmen sich zuweilen die Mühe, die in Nekrologien, Stiftungs- und Verbrüderungsbüchern u. s. w. enthaltenen Namensverzeichnisse aus alten unleserlichen Pergamenten zu entziffern, mit Aufbietung von vielem Scharfsinn genealogisch zu erläutern und zu publiciren. Wer unsere Subscriptionsliste mit den nöthigen Erläuterungen abdrucken lassen wollte, könnte mit geringerer Mühe sich ein Verdienst um die Familiengeschichte der hiesigen Gemeinde erwerben. Der Prospect ist übrigens in jener Liste von folgendem Aufruf begleitet: Edeldenkende Freunde tretet her! Traget durch eure Subscriptionen dazu bei, den großen und edlen Endzweck zu erreichen, die Jugend unserer Nation zu brauchbaren und nützlichen Mitgliedern in der großen bürgerlichen Gesellschaft zu bilden. Der vorhergehende Prospectus zeigt ausführlich das Gute, Nützliche und Nothwendige dieses Instituts genugsam an. Es wird höflichst ersucht, daß jeder Subscribent seinen Namen deutlich schreibe, weil die Namen der Theilnehmer und Beförderer dieser wohlthätigen Anstalt in der Folge gedruckt erscheinen sollen. Zugleich bittet man, daß jeder seinen zu leistenden wöchentlichen Beitrag gütigst bestimme, das Wenigste ist 6 kr. auf wenigstens 3 Jahre. Frankfurt, im Iuny 1804.

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