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— 89 — tit unsere Seele, daß ein gerechter Gott das Szepter hält und daß nur die Guten glücklich sind. In diesen sestlichen Tagen hatte Gott das Zelt seines Friedens ausgebreitet über Israels Häuser, deutlicher wurden sich die Gatten des Se…
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90 thümlich. Eben hat das Fest der Ernte seinen Abschluß gefunden, und schon den Tag darauf fordert uns die Religion aus, der künftigen Ernte eingedenk zu sein, für sie zu beten, für sie zu arbeiten. Ja zu beten und zu arbeiten, dein! wahrl…
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91 abhängig ist davon, ob der Fleiß des Ackermanns belohnt wird oder vergeblich bleibt. Es giebt für ein Land kein Gedeihen, wenn die Frucht des Bodens nicht gedeiht und früher oder später wird jeder Stand in Mitleidenschaft gezogen, wenn d…
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92 bie Aussaat, die du auf den Acker streust, gewiß trägt er keine Frucht ohne deine Mühen, und so giebt es aus Erden keinen Erfolg ohne Arbeit; aber wie die Saat nur gedeiht durch die Gnade Gottes dadurch, daß des Regens Fluth und der Sonn…
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fj - Seele treten, wenn wir in einer solchen Stunde die Unsterblichkeit unserer Seele erwägen, aber verdienstlich ist, wenn unser Ringen um Geld und Gut, wenn unser irdisches Schaffen geadelt ist, durch den Gedanken: die Seele ist ewig. So …
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94 (Jesaj. II. 62,5). Der Altar des heutigen Freudenfestes ist geschmückt mit Myrthen. Die Düste und Früchte des festlichen Straußes geben unserem Feste Weihe, Glanz und Herrlichkeit. Eine Friedenshütte wölbt sich über uns, durch welche der…
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95 Menschenherz. So fühlen wir selig uns im Herren, gesammelt im Geiste ׳des Herren und kenneil keinen anderen Maaßstab für unser Wirken, kein besseres Mittel zur Hebung unserer« Stimmung und Empfindung als das Bewußtsein, daß wir gottgefäl…
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96 und theuer sind. Denn wenn wir uns freuen mit den Bedürftigen, deren Gott sich freut, wenn auch mit ihnen die .Menschen sich nicht immer freuen: erfreut uns der Herr mit den Gaben, Freude denen zu bereiten, die sich ihres Gottes freuen w…
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XV. Jüdisch- MolMiiligkeit. Predigt zum Schlutzfest. von Rabbiner Dr. S. Naschör. So alt wie die Welt, ist, m. A., der Widerspruch, der in dem heutige!: Festabschnitte in der Richtung sich kundgiebt, daß es;Cap. XV. V. 4) heißt:אפם כי לא יה…
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98 Trübung sich den Namen ״Antisemitismus" beigelegt hat, einen Namen, welcher deutschem Herzen und Geiste und auch der deutschen Zunge frcmb und der Natur eines sittlich und wissenschaftlich hoch stehenden Volkes ganz entgegen ist. Eine kü…
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99 .אשר נתן לך Ein Jeder gebe, Gottes Segen hat Dir ja Alles gegeben. Ein Jeder spende, wie er nur spenden möchte, das Können findet sich, wenn man nur wahrhaft will; denn ״der Segen kommt von Oben". Und da sollte der Arme fürchten müssen, …
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100 Höhe des Lebens zu stehen. Da wird untersucht, geprüft, geforscht, gefragt und über der Geschäftigkeit der der Armuth oder Verarmung die Thüre versperrenden ״Wohlthüter" kann die Wohlthat und der ihrer bedarf elend zu Grunde gehen. Und …
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101!שנים. אל תקרא שנים אלא שנים כמו הענק תענר (Tanchuma R’eh): ״Du sollst verzehntcu: Deine Habe und Gabe. Darauf hin steht geschrieben, so bemerket ein Schriftgelehrter, ״die wackere Iran fürchtet nicht den Schnee für ihr Haus; denn der Pu…
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XVI. Gme Ueßachbetracht««g am Vorabende des Passah-Festes 5650. von Rabbiner Dr. S. Deutsch. ״wenn es Abend werden soll, wird es Licht werden." (Secharjah \7*>׳.) Bei der Geschichte Josephs, bemerkt der Midrasch zu den Worten (1. Mos. 41,1)…
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— 103 — in unserem Herzen erwachen der Glaube an die Ewigkeit der Lehre: ״Gütig ist der Herr gegen alle und sein Erbarmen erstreckt sich auf alle seiner Geschöpfe". Der Frühling der Natur ist der Frühling unserer Geschichte. ״Ein Tag verkün…
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104 — Väter gemeinsam ihr Blut für die Ehre des Vaterlandes vergossen haben. Da kommen alle unzufriedenen, neidischen und habsüchtigen Seelen, welche die bösen Triebe, um deren Unterdrückung wir Juden alle Morgen zu Gott beten, in sich die …
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105 Wohl sind es nur Wenige, die tu gottdurchranschten Klängen von der Frühlingsherrlichkeit zu uns reden, denen die Kraft inne wohnt, die Gefühle, die ihr Herz bewegen, auszntönen in feierlichen Rythmen, in jenem edlen Gleichmaß der Worte …
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106 ״Damals sang Mosel) und die Israeliten", heißt es von - dem Liede, welches am Gestade des rothen Meeres zu Gott ausjauchzt ob Israels Befreiung ans ägyptischer Fessel; ״Mosel) und die Israeliten" und doch war nur Mosch allein der Dichte…
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107 עולם חסד יבנה, daß das Weltall auf sittlicheul Grunde ruht und sittlichen Zwecken dienstbar ist. Ans diese Neigung, die erhabensten Erscheinungen in Natur und Geschichte mehr als eilte Quelle des Vergnügens, beim als einen Born sittlich…
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108 liche Kraft zu stärken und zu fördern, so tjiebt es noch viel häufiger eine Naturschwärmerei, die übertreibend und gleichsani verzückt in den Reizen und Wonnen der Natur schwelgt, die es aber nicht merken will, wie diese Großheit und Pr…