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69 auch bei der Menschen Ungunst und Verfolgung, wenn die Erde finster und in Nacht gehüllt ist. Diese gottgeweihte, uns der Menschheit verbindende Gerechtigkeit (צדקה) ist die dritte Perle in der Krone des Bersöhnnngsfestes. So steht denn …
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X. Das Kuch Jona. Eine Homilie am Jom Kippur. Von Rabbiner Dr. Rothschild. Der Prophet Jona war von (%tt nach Ninive gesandt worden, um dieser, der Sünde und sittlichen Verderbtheit versallenen Stadt Buße zu Predigen imb sie zur Besserung z…
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71 werde, ob die Stadt erhalten, oder vernichtet werden würde. Im Freien sitzend, schier! die Sonne drückend ans Jona's Haupt, und er war des Kampfes und seines Lebens müde. Ta ließ Gott einen Wunderbaum wachsen, unter dessen schattigem Lau…
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72 Jona ward von Gott nach Ninive, einer fremden, nicht-israelitischen Stadt gesandt, um dort zu Predigen und die sittliche Besserung der Leute zu bewirken. Denn Gott ist nicht nur Gott der Juden, sondern der ganzen Welt, aller Menschen und…
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73 und Wehrlosigkeit ist Israel unter alle Böller gestreut, und in seiner Friedfertigkeit und Duldsamkeit, wie in seiner Gottesgläubigkeit und religiösen Bestrebung unter den Böllern lebend und mit ihnen verkehrend, ist Israel auch ganz bes…
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74 des religiösen Lebens sind Zeugniß für Israel bis auf die neueste Gegenwart, daß es der Zwecke seines religiösen Berufs sich immer bewußt gewesen und geblieben ist, ihnen stets gedient hat und noch dient. Ein Wort des Abfalls, auch ohne …
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…s ist ein Lohn für dein Thun, eine Zukunft für dein Hoffen. A men! xi. Predigt am Uenjahrsadeade 8650, gehalten von Dr. Gotthard Deutsch, Rabbiner in Brüx. ״Großes hast Du gethan, o Herr, mein Gott, Deine , Wunder und Deine Gedanken über uns; nichts läßt s…
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76 welche der Gedanke an die Ewigkeit uns abzwingt, sehen wir den Jahreszeiger am Ende seines Umlaufes, sehen wir einen neuen Jahresring gebildet an dem Stamme der Unendlichkeit, ein neues Glied geschlossen an der Kette der Ewigkeit, ein ne…
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77 Verhütung des Schlimmeren, die Wunde als den Anfang der Heilung; dann werdet ihr alle als rechte Israeliten an dem Wechsel des Jahres bekennen das Wort: ״Großes hast du gethan, o Herr, niein Gott, Deine Wunder und Deine 'Gedanken über un…
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78 Erbarmen (ib. 32), denn nicht ewig verläßt der Herr, sondern wenn er uns betrübt hat, so erbarmt er sich in der Fülle seiner Gnaden." Zwei Thatsachen, die beruhigend auf uns wirken können, hat uns das vergangene Jahr gebracht. Ein wahrha…
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die Frage: ״wann endlich wirst du dich erbarmen der Reste Israels?" (Secharjah 1,12) und doch ist hier wenigstens nach der negativen Seite auch eine kleine Besserung zu verzeichnen: In dieses Jahr fiel der Tod eines hervorragenden Mannes, d…
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80 wecken ״damit die Lehre des Herrn sei in Herz und Mund damit wir sie üben." (II. Mos. 13,9.) So ist es denn unsere Pflicht, als gläubige Israeliten auch die Geschicke der ganzen Welt als von Gott gelenkte und gewollte zu betrachten, daß …
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81 die Herzens- und Gemüthsbildung im Rückgang begriffen ist, wir beklagen es, daß unserer Zeit abhanden kommt jene gesunde Lebeusanschauung, die in Gott, dem Lenker aller Geschicke, den Spender des Guten erblickt; wir beklagen es, daß uns …
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82 giebt, die unvergleichlich größer ist, als alle Macht auf Erden. Man hat glauben gelernt an das Wort Abrahams, ״des Hauptes der Gläubigen": ״fern sei es, daß der Richter der ganzen Erde nicht thue das Recht" (Genes. 18 25). Wir haben auc…
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Nimm ganz Israel in Deinen gnädigen Schutz, daß auch unsere schwer bedrückten Brüder '.in andern Ländern erleuchtet werden von dem Segen geistiger Erhebung und irdischen Wohlergehens. Verleih' uns allen Weisheit und Einsicht, daß wir sinden…
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84 Eigenheit, hat neben Vorzügen, die seine eigenthümliche Größe bilden, seine kleinen Schwächen, und der Schüler in dem begeisterten Streben dem Meister nachzueifern, ahmt ihm nach in Schwächen, in gleichgültigen Aenßerlichkeiten oder er ü…
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85 und sein Gefolge sind die Krankheit und das Verbrechen. Dies junge Reis ist störrisch und knorrig geworden! warum? es sah die Eltern leiden, obgleich sie brav waren, es sah sie arbeitslos, obgleich sie fleißig waren und gern hätten schaf…
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86 darin leben, gar nicht so schwer ertragen werden. Und wie viel der Freude giebt es auf dieser schönen Erde. Um uns vor dieser Einseitigkeit zu wahren, legt unser Glaube in denselben Monat die Feste der Buße und das Fest der Freude. Diese…
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87 angenehm ausgcfüllt, Bilder, schön und vergänglich wie der Regenbogen, zogen durch unsere Seele, wie die Myrthe lieblich, aber ohne Frucht. Jedoch es fehlten auch nicht die Tage^^er^Traner, wo das Haupt wie die Weide sich 51t Erden senkt…
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88 den Dürftigen den Druck der Noth, den Klagenden die Last der Trauer. Mache uns Allen das Leben leicht und freudig. Amen! XIII. Rede;um Schlnßfeste. (ש״ע) M. A.! Wenn ein trauter freund, der Wochenlang uns ein lieber Gast gewesen ist, der…