Mannheim
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  1. 1854-01-01 · 1854 · p. Seite 410

    L10 daher besonders in Allegorien, indem er den in der heiligen Schrift gegebenen Thatsachen, so wie Sentenzen und Aussprüchen eine geheime, oft geheimnißvolle und mystische, oft auch triviale Deutung beilegte*). Die Lebensbeschreibung Mosi…

  2. 1854-01-01 · 1854 · p. Seite 411

    L11 aufgehen ließ, dessen Strahlen noch für uns leuchten. Josephos, eben so wie sein Vorgänger aus priesterlichem Geschlechte entsprungen, tief verwickelt in die Kriege seiner Nation gegen die Römer, wo er eine Anführerftelle übernommen, en…

  3. 1854-01-01 · 1854 · p. Seite 412

    L42 mehrerer damals blühender Religionssekten, der Sadducäer, Essäer u. A. ist dadurch leichter erklärlich, was hier näher auszufübren der Raum nicht gestattet. Endlich wird dadurch jener alte Vorwurf, daß die Inden immerfort in einer total…

  4. 1854-01-01 · 1854 · p. Seite 413

    IX. Kleint Philrniianischk Studien. 1. Philo. Unter den griechischen Schriftstellern sind insbesondere vier bekannt, welche den Namen Philo tragen. 1) Philo aus Larissa (86 vor d. gew. Z.), der Stifter der vierten Akademie, die zwischen der…

  5. 1854-01-01 · 1854 · p. Seite 414

    … mosaische Offenbarung zu Grunde legte, ist leicht zu fassen. Hierdurch erhält denn Philo einen ganz eigenen Charakter. Maimonides philosophirte über die Offenbarung, indem er den Aristoteles mit ihr vereinigte, und dadurch eine systematische, rein v…

  6. 1854-01-01 · 1854 · p. Seite 415

    415 verloren gegangen, und deren Titel noch bei Eusebius, Hieronymus, Photius und Suidas gefunden werden. Das erste, was uns hier auffallt, ist ein Werk Trspi cpo7ff; x«r. svxLSLu; (Suidas hat eoxssp-Anoch „über Flucht und Wiederfinden." Hi…

  7. 1854-01-01 · 1854 · p. Seite 416

    416 und nur die zweite „über das theoretische Leben" überschrieben, bat sich erhalten. Photius hatte sie noch beide gelesen. — Außerdem führen Eusebius und Suidas an eine Schrift „über die Juden" und eine „Alexander, oder daß die Thiere auc…

  8. 1854-01-01 · 1854 · p. Seite 417

    5 (K. 9, V. 24.), worin er mit der Exegese bis V. 27. fortfährt. Im Folgenden geht aber Pbilo noch einmal zurück auf K. 6, V. I — 4. „über die Giganten," worin er seine Ansicht über Engel und Geister überhanvt auseinandersetzt, und, „daß Go…

  9. 1854-01-01 · 1854 · p. Seite 418

    L18 Schrift „wer der Erbe der göttlichen Dinge sei?" beschäftigt sich mit dem ganzen I5ten K. Nach diesen Schriften finden wir einen merklichen Abstand. Denn das folgende Buch „das Leben eines Staatsmannes, das ist über Joseph" steht in kei…

  10. 1854-01-01 · 1854 · p. Seite 419

    419 stellt die mosaischen Kriegsgesetze zusammen. Von hier an versenkt sich Philo noch tiefer in die Gesetze, die er insbesondere dem Leben der Männer, welches er früher beschrieben, gegenüberstellt, und die Korrespondenz zwischen beiden rü…

  11. 1854-01-01 · 1854 · p. Seite 420

    …gehört eng „über das Unglück." Nach diesen ethischen Gegenständen befaßt er sich mit der Metaphysik, und trifft mit dem Aristoteles zusammen, wenn er die Frage beantwortet „daß die Welt unverderblich ist." Er hält sich hier noch ziemlich allgemein, un…

  12. 1854-01-01 · 1854 · p. Seite 421

    L21 zweite Schrift, „daß die Traume von Gott gesandt werden," „über die Welt," und „über den Sabbath und die Festtage" unleugbar eine viel spätere Hand zu erkennen geben. Bei verschiedenen Kirchenschriftstellern finden wir noch Fragmente au…

  13. 1854-01-01 · 1854 · p. Seite 422

    da ein jedes Bild bald mehr, bald weniger Ähnlichkeit mit dem Original bat, so mußte hinter „nach unserm Bilde" noch „nach unsrer Ähnlichkeit" folgen, um anzuzeigen, daß hier das Bild (die menschliche Seele) mit dem Original (Gott) treffend…

  14. 1854-01-01 · 1854 · p. Seite 423

    423 sen: die Vernunft, welche das durch Natur Entgegengesetzte unterscheidet. Nachdem alle diese Ziele in die Seele gelegt worden, sah Gott gleichsam als Richter, wobin sie sich am meisten neigen würde. Als er aber sah, daß sie sich mit Hin…

  15. 1854-01-01 · 1854 · p. Seite 424

    I L2L die Stärke, denn das Wort bedeutet die Brust, diese aber bedeutet die Stärke. (Philo deukt au welches eigentlich nicht Brust ist, sondern Baust). ('. B. Mos. 3, V. 11.) Er erklärt dies aber für Brust, s. II. 82. Die rechte Etvmologie …

  16. 1854-01-01 · 1854 · p. Seite 425

    125 sondern bloß als Gefährtin, die ihm nicht vollkommen selbsteigen ist, gegeben sei. Philo erklärt dies freilich auf seine Weise. Er findet in Adam die Erkenntnißkraft, in Eva die Sinne, die im Menschen der Erkenntnißkraft beigegeben sind…

  17. 1854-01-01 · 1854 · p. Seite 426

    Wie verloren die Inden das Bürgerrecht im welivnd ojirömischcn Reiche?«) 8'sv 17 L>LU^L^2!.^ i'sv-; Xoei UveS!. ölloXv'.^ «ep.«172c X5^Ll. Trsp'.. Xuripill. Heerrl). Die älteste Spur von Verbindungen zwischen Juden und Römern findet sich im…

  18. 1854-01-01 · 1854 · p. Seite 427

    427 sprechen, und wenn nun schon diese Verbindung zwischen Römern und Juden nur die Autorität jener beiden Bücher sür sich hat: so ist wenigstens gewiß, daß diese Bündnisse sür's erstere keine weitere Folge und Wirkung batten. Nachdem aber …

  19. 1854-01-01 · 1854 · p. Seite 428

    428 beimisch geworden in Syrien, Griechenland, Aegypten, Cyrene, in Italien und Spanien. Selbst in Rom erfreute sich eine sehr starke Gemeinde von über 10,000 Seelen längst vor der Zerstörung Jerusalems angemessener Verhältnisse. Niemals ha…

  20. 1854-01-01 · 1854 · p. Seite 429

    429 gen amalgamirten. Deshalb war es nicht die Religion, welche die Römer den Juden abhold machen mußte, sondern ein sittliches Princip. Die Juden standen da in ihrer Absonderung, ohne Verschwägerung, ohne Gemeinschaftlichkeit der Tafel, or…