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Israelitisches Predigt- und Schul-Magazin · 1854-01-01 · 1854 · p. Seite 422

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Journal
Israelitisches Predigt- und Schul-Magazin
Volume
1854
Date
1854-01-01
Page
Seite 422 (sequence 444)
Language
German
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IRI
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da ein jedes Bild bald mehr, bald weniger Ähnlichkeit mit dem Original bat, so mußte hinter „nach unserm Bilde" noch „nach unsrer Ähnlichkeit" folgen, um anzuzeigen, daß hier das Bild (die menschliche Seele) mit dem Original (Gott) treffende Ähnlichkeit haben sollte (idill. p. 15). e. 2^8 7V252 (Ebendas.) erklärt er: daß Gott bei dem Menschen gleichsam Mitarbeiter haben mußte, weil derselbe, während die Thiere nur einer Natur teilhaftig sind, entgegengesetzte Naturen vereinigen sollte, die Klugheit und Thorheit, Mäßigkeit und Ausschweifung, Tapferkeit und Feigheit, Gerechtigkeit und Ungerechtigkeit, kurz, das Gute und das Böse — Gott aber selbst nur die eine Natur, das Gute, aus sich selbst in den Menschen hineinlegen konnte (idiä. p. 16). 6. Plato im Timäos läßt die Schöpfung der sinnlichen Welt nach dem Muster vorher eristirender unkörperlicher, einsichtlicher (vv-r^v;) Ideen vor sich geben. Dieselbe Ansicht will Philo festhalten, obgleich ihm das weniger gelingt, und erweist es unter andern aus K. 2, V. 4 und 5, die er nach der Septuaginta, nach der er gewöhnlich arbeitete, so übersetzt: „Dies ist das Buch der Schöpfung des Himmels und der Erde, als sie wurden an dem Tage, an welchem Gott den Himmel und die Erde machte. Und jede Pflanze des Feldes (war), bevor sie auf der Erde wurde, und jedes Kraut des Feldes, bevor es ersproß." Also, meint er, bevor die Gewächse auf der Erde wurden, waren und existirten sie schon, nämlich in der unkörperlichen, einsichtlichen Idee (idiä. p. 29). e. Er glaubt, daß niemals auf der Erde Bäume der Erkenntniß und des Lebens gewachsen seien, sondern versteht unter dem Paradiese: die oberste Kraft der Seele (d. i. die Erkenntnißkraft), welche voll ist, wie von Bäumen, von unzähligen verschiedenen Meinungen; unter dem Baum des Lebens: die erhabenste aller Tugenden, die Frömmigkeit, durch welche die Seele unsterblich wird; so wie unter dem Baume der Erkenntniß des Guten und Bö-

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