Israelitisches Predigt- und Schul-Magazin
- Journal
- Israelitisches Predigt- und Schul-Magazin
- Volume
- 1854
- Date
- 1854-01-01
- Page
- Seite 425 (sequence 447)
- Language
- German
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125 sondern bloß als Gefährtin, die ihm nicht vollkommen selbsteigen ist, gegeben sei. Philo erklärt dies freilich auf seine Weise. Er findet in Adam die Erkenntnißkraft, in Eva die Sinne, die im Menschen der Erkenntnißkraft beigegeben sind. Es stehe nun um anzuzeigen, daß die Sinne nur beigegeben, nicht völlig unterworfen der Erkenntnißkraft seien, denn z. B. könne die Erkenntnißkraft dem Auge nicht verbieten zu sehen, wenn es offen ist, dem Ohr zu hören n. s. f. Dem Nachdenkenden wird schon ans diesen wenigen Worten die großartige Allegorie des Sündenfalls erkenntlich, ' die hier mitzutheilen zu weitläufig wäre. II. p. 71.) i. 2. B. Mos. 17, V. >1, wo gesagt wird, daß, wenn Mose die Hände erhob, Israel siegte, wenn er sie sinken ließ, siegte Amalek, erklärt er folgendermaßen: wenn der Geist sich selbst über das Sterbliche erhebt, und nach der Höhe sich versetzt, so wird er stark, indem er Gott schaut, und das ist Israel wenn er aber seine Kräfte nachläßt und erschlafft, so herrscht die Leidenschaft sogleich vor, das ist Amalek welches erklärt wird: das leckende Volk (nämlich 2? oder 2?, da< das Blut Israels leckt.) Denn in der That verzehrt und leckt ans die Leidenschaft den Geist, daß kein Same und kein Funken der Tugend in ihm zurückbleibt. (^IleZ. II. x. 95.)