Israelitisches Predigt- und Schul-Magazin
- Journal
- Israelitisches Predigt- und Schul-Magazin
- Volume
- 1854
- Date
- 1854-01-01
- Page
- Seite 417 (sequence 439)
- Language
- German
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5 (K. 9, V. 24.), worin er mit der Exegese bis V. 27. fortfährt. Im Folgenden geht aber Pbilo noch einmal zurück auf K. 6, V. I — 4. „über die Giganten," worin er seine Ansicht über Engel und Geister überhanvt auseinandersetzt, und, „daß Gott unveränderlich ist," worin er über den göttlichen Geist im Menschen, und über das einige Wesen der Gottheit spricht. Seine eigenen Worte beweisen übrigens, daß diese beiden Schriften, trotz ibreS Inhalts, nicht früher " gestellt werden können, als hierher. „Ueber die Verwirrung der Sprache" enthält die Auslegung von Kap. 1 1, V. 1 —9. ä Alle diese genannten Schriften scheinen übrigens von Philo selbst in einem Bande zusammengestellt gewesen zu sein, so daß er einen zweiten Band mit dem nun folgenden Bucke „das Leben des durch die Lehre vollendeten Weisen, oder über ungeschriebene Gesetze, das ist über Abraham," anstng. (S. den Anfang dieser Schrift, p. 350 ^.) Er sah nämlich das Leben Abrahams und der übrigen Erzväter als eine Verwirk- ' lichung der eigentlichen Gesetze an, so daß uns ihr Leben Gesetze gibt, die als solche nicht wirklich ausgeschrieben sind. Er zieht hieraus den Schluß, daß die Gesetze von der Natur selbst nicht verschieden sind. Pbilo gibt nun übrigens in der genannten Schrift durchaus nicht eine Lebensbeschreibung Abrahams, sondern er stellt eine völlig allegorische Ansicht von Abraham, Isaak und Jakob auf, besonders auf das Opfer- Isaaks bezüglich, welche wir ein andermal noch näher kennen lernen wollen. Auf dieselbe Weise fährt er in den folgenden Schriften „über die Auswanderung Abraham's" (zu K. 12, V. 1.), „über die Vereinigung zur Erwerbung der Lehre" (zu K. 16, V. 1. 2.), wo z. B. die Vereinigung mit Hagar, zur Erzielung von Kindern, als eine Vereinigung der Erkenntniß und Tugend, zur Erzielung der Lehre, dargestellt wird, und „über Flüchtlinge" (zu K. 16, V. 6—14.), wo über die Ursachen einer Flucht und die Wirkungen des Findens gesprochen wird, und die allegorische Deutung auf geistige Proteste wiederum nicht fehlt, fort. Die hieran sich schließende 27