Mannheim
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  1. 1854-01-01 · 1854 · p. Seite 404

    s»I. Die jüdisch - griechische Literatur. Ein Ueb erblick. Mit einem ganz andern Sinne kehrten unsere Voreltern aus Babylon zurück, als mit welchem sie dahingezogen. War immerwahrender Abfall vorhergegangen ihrem politischen Sturze, so kame…

  2. 1854-01-01 · 1854 · p. Seite 405

    405 Alexander führte eine Kolonie Juden nach Aegypten, verpflanzte sie in die von ihm eben begründete Stadt Alexandria, und gab ihnen gleiche Rechte mit seinen Macedoniern und Griechen*). Seine Nachfolger in Aegypten, die Ptolemäer, begün…

  3. 1854-01-01 · 1854 · p. Seite 406

    406 Jerusalems (70 nach d. gew. Zeitr.) sich verlor, wo denn alle Spur derselben aus dem jüdischen Volke, das nunmehr nur dem Drucke und der Verfolgung bestimmt war, verschwand, so daß wir sie nur ihren Bruchstücken nach kennen. Als die ers…

  4. 1854-01-01 · 1854 · p. Seite 407

    L07 faßte, wie es höchst wahrscheinlich ist*), ein Jude wiederum eine griechische Schrift ab, in welcher er den Ursprung dieser Septuaginta und die bei derselben vorgefallenen Begebenheiten erzählte**); dabei aber so viele fabelhafte Umstän…

  5. 1854-01-01 · 1854 · p. Seite 408

    408 Zeit versuchte sich ein andrer Jude, Philo (der Aeltere), im griechischen Epos. In epischem Versmaße nämlich arbeitete er eine große Beschreibung von Jerusalem aus, in welche er die Geschichte der Erzväter verflocht. Auch hievon sind un…

  6. 1854-01-01 · 1854 · p. Seite 409

    …lgenden Jahrhundert von Juden geschrieben wurden, bis wir um den Anfang der gewöhnlichen Zeitrechnung ans den berühmten Alexandriner Philo stoßen, von dem noch eine große Menge Schriften auf uns gekommen sind. Um 20 vor d.' g. Z. geboren, aus priesterl…

  7. 1854-01-01 · 1854 · p. Seite 410

    L10 daher besonders in Allegorien, indem er den in der heiligen Schrift gegebenen Thatsachen, so wie Sentenzen und Aussprüchen eine geheime, oft geheimnißvolle und mystische, oft auch triviale Deutung beilegte*). Die Lebensbeschreibung Mosi…

  8. 1854-01-01 · 1854 · p. Seite 411

    L11 aufgehen ließ, dessen Strahlen noch für uns leuchten. Josephos, eben so wie sein Vorgänger aus priesterlichem Geschlechte entsprungen, tief verwickelt in die Kriege seiner Nation gegen die Römer, wo er eine Anführerftelle übernommen, en…

  9. 1854-01-01 · 1854 · p. Seite 412

    L42 mehrerer damals blühender Religionssekten, der Sadducäer, Essäer u. A. ist dadurch leichter erklärlich, was hier näher auszufübren der Raum nicht gestattet. Endlich wird dadurch jener alte Vorwurf, daß die Inden immerfort in einer total…

  10. 1854-01-01 · 1854 · p. Seite 413

    IX. Kleint Philrniianischk Studien. 1. Philo. Unter den griechischen Schriftstellern sind insbesondere vier bekannt, welche den Namen Philo tragen. 1) Philo aus Larissa (86 vor d. gew. Z.), der Stifter der vierten Akademie, die zwischen der…

  11. 1854-01-01 · 1854 · p. Seite 414

    … mosaische Offenbarung zu Grunde legte, ist leicht zu fassen. Hierdurch erhält denn Philo einen ganz eigenen Charakter. Maimonides philosophirte über die Offenbarung, indem er den Aristoteles mit ihr vereinigte, und dadurch eine systematische, rein v…

  12. 1854-01-01 · 1854 · p. Seite 415

    415 verloren gegangen, und deren Titel noch bei Eusebius, Hieronymus, Photius und Suidas gefunden werden. Das erste, was uns hier auffallt, ist ein Werk Trspi cpo7ff; x«r. svxLSLu; (Suidas hat eoxssp-Anoch „über Flucht und Wiederfinden." Hi…

  13. 1854-01-01 · 1854 · p. Seite 416

    416 und nur die zweite „über das theoretische Leben" überschrieben, bat sich erhalten. Photius hatte sie noch beide gelesen. — Außerdem führen Eusebius und Suidas an eine Schrift „über die Juden" und eine „Alexander, oder daß die Thiere auc…

  14. 1854-01-01 · 1854 · p. Seite 417

    5 (K. 9, V. 24.), worin er mit der Exegese bis V. 27. fortfährt. Im Folgenden geht aber Pbilo noch einmal zurück auf K. 6, V. I — 4. „über die Giganten," worin er seine Ansicht über Engel und Geister überhanvt auseinandersetzt, und, „daß Go…

  15. 1854-01-01 · 1854 · p. Seite 418

    L18 Schrift „wer der Erbe der göttlichen Dinge sei?" beschäftigt sich mit dem ganzen I5ten K. Nach diesen Schriften finden wir einen merklichen Abstand. Denn das folgende Buch „das Leben eines Staatsmannes, das ist über Joseph" steht in kei…

  16. 1854-01-01 · 1854 · p. Seite 419

    419 stellt die mosaischen Kriegsgesetze zusammen. Von hier an versenkt sich Philo noch tiefer in die Gesetze, die er insbesondere dem Leben der Männer, welches er früher beschrieben, gegenüberstellt, und die Korrespondenz zwischen beiden rü…

  17. 1854-01-01 · 1854 · p. Seite 420

    …gehört eng „über das Unglück." Nach diesen ethischen Gegenständen befaßt er sich mit der Metaphysik, und trifft mit dem Aristoteles zusammen, wenn er die Frage beantwortet „daß die Welt unverderblich ist." Er hält sich hier noch ziemlich allgemein, un…

  18. 1854-01-01 · 1854 · p. Seite 421

    L21 zweite Schrift, „daß die Traume von Gott gesandt werden," „über die Welt," und „über den Sabbath und die Festtage" unleugbar eine viel spätere Hand zu erkennen geben. Bei verschiedenen Kirchenschriftstellern finden wir noch Fragmente au…

  19. 1854-01-01 · 1854 · p. Seite 422

    da ein jedes Bild bald mehr, bald weniger Ähnlichkeit mit dem Original bat, so mußte hinter „nach unserm Bilde" noch „nach unsrer Ähnlichkeit" folgen, um anzuzeigen, daß hier das Bild (die menschliche Seele) mit dem Original (Gott) treffend…

  20. 1854-01-01 · 1854 · p. Seite 423

    423 sen: die Vernunft, welche das durch Natur Entgegengesetzte unterscheidet. Nachdem alle diese Ziele in die Seele gelegt worden, sah Gott gleichsam als Richter, wobin sie sich am meisten neigen würde. Als er aber sah, daß sie sich mit Hin…