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Israelitisches Predigt- und Schul-Magazin · 1854-01-01 · 1854 · p. Seite 405

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Journal
Israelitisches Predigt- und Schul-Magazin
Volume
1854
Date
1854-01-01
Page
Seite 405 (sequence 427)
Language
German
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IRI
…/7166791-9630800--1762-9623675
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405 Alexander führte eine Kolonie Juden nach Aegypten, verpflanzte sie in die von ihm eben begründete Stadt Alexandria, und gab ihnen gleiche Rechte mit seinen Macedoniern und Griechen*). Seine Nachfolger in Aegypten, die Ptolemäer, begünstigten fortwährend die Juden, außer einer vorübergehenden Verfolgung durch Ptolemäus Philopator (um 216 vor d. g. Z.); sie zogen ihrer immer mehrere hin, übergaben ihnen Staatsämter jeglicher Art, wandten sie znm Kriegsdienste an, ja bisweilen standen jüdische Feldherren an der Spitze ägyptischer Kriegsheere. Freilich war auch Aegypten nicht mehr das alte; vom persischen Joche war es unter das griechische gekommen, und wie die ganze damals cultivirte Welt, war auch Aegypten gräcisirt. Am meisten aber trugen die makkabäischen Kämpfe dazu bei, das Leben des jüdischen Volkes reger und lebhafter zu machen; es war dies eine Glanzperiode, wie sie nimmer wiederkehrte, und nur das völlige Gesunkensein der Nationalsprache, die von der chaldäischen (aramäischen) und griechischen Sprache verdrängt worden, war gewiß Schuld, daß wir aus jener Zeit nichts Schriftliches mehr besitzen, was in hebräischer Sprache den Stempel des Geistes trüge, der die Nation zu dieser Zeit für Religion und Vaterland entflammt hatte. Daher, indem das Verhältniß von Palästina aus, feindselig gegen (das griechische) Syrien war, geschah es, daß gerade von jener ägyptischen Kolonie ein Streben ausging, welches zwar nicht wesentlich die ganze Nation durchdrang, dennoch aber ihr angehörte, und von ihr nicht getrennt werden kann, ein Streben, sich der äußern, damals griechischen Welt zu nähern, welches Streben sich besonders darin manifestirte, daß es eine ganze jüdisch-griechische Literatur hervorbrachte. — Diese jüdisch-griechische Literatur hielt über 300 Jahre an, wie es aus der folgenden Darstellung erhellen wird, bis sie nach der Zerstörung *) Joseph, 8. II. 21, 7. XII. I.

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