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Israelitisches Predigt- und Schul-Magazin · 1854-01-01 · 1854 · p. Seite 408

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Journal
Israelitisches Predigt- und Schul-Magazin
Volume
1854
Date
1854-01-01
Page
Seite 408 (sequence 430)
Language
German
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IRI
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408 Zeit versuchte sich ein andrer Jude, Philo (der Aeltere), im griechischen Epos. In epischem Versmaße nämlich arbeitete er eine große Beschreibung von Jerusalem aus, in welche er die Geschichte der Erzväter verflocht. Auch hievon sind uns 24 Verse aufbehalten, die man an angeführter Stelle lesen kann*). Ferner gehört hierher Theodotus, von dem wir die nach der Schrift versificirte Geschichte Jacobs noch übrig haben**). Endlich müssen wir zu dieser Zeit die zwei Bücher der Makkabäer rechnen, von denen nur einige Stücke unecht sind. Es wird einem Jeden einleuchtend sein, daß, wenn uns so die Ueberbleibsel einiger Versuche noch vorliegen, wir mit Recht annehmen können, daß sie nicht die einzigen waren, sondern daß uns wahrscheinlich die größte Zahl verloren gegangen ist, die nicht gerade einem Alexander Polyhistor in die Hände gekommen war, oder von der er oder seine genannten Ausschreiber augenblicklich keinen Gebrauch machen wollten oder konnten. Denn späterhin, nachdem die Periode, von der wir heute sprechen, zu Ende gegangen, bekümmerte sich Niemand mehr um sie; der Römer hatte kein Interesse an ihnen, und die Juden hatten es verloren, ja sahen, als sie unter dem Drucke der römischen und byzantinischen Kaiser seufzten, nur fremde, unnütze Bestrebungen darin. Zu ihrer Zeit mußten sie aber sehr glücklich wirken, denn das gemeine Volk war der hebräischen Sprache völlig unkundig geworden, und verstand nur den alexandrinisch-griechischen Dialekt***), in welchem auch alle die bisher genannten, so *) Aus Lu8kb. 1. 6. Oap. 20. p. 421 24 p. 430 und Os-x. 37 x. 432. **) Ebendas. Oap. 22. Meine Ansicht war früher nicht ganz dieselbe. S. d. angef. Schr. S. 58. ***) Der alexandrinisch-griechische Dialekt war ein Nebendialekt des hellenistischen Dialekts, welcher damals in Vorderafien gesprochen wurde.

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