Mannheim
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  1. 1931-01-01 · 5691 (1930-1931) · p. Seite 58

    58 mitischen und dem babylonischem gemeinsame Mischna behandelt Opfer- und Reinheitsgesetze ebenso ausführlich, wie z.B. die Bestimmungen über den Feldbau; sie stammt ja auch in vielen ihrer Traditionen noch aus vorexilischer Zeit. Der jeru…

  2. 1931-01-01 · 5691 (1930-1931) · p. Seite 59

    59 nem gleichsinnigen Reformversuch auf diese Vorgänger berufen konnte, die entgegengesetzte Entscheidung des Maimonides allerdings ausser Acht lassen musste. Es kam sogar, und schon zu spät talmudischer Zeit, dazu, dass es geradezu als ver…

  3. 1931-01-01 · 5691 (1930-1931) · p. Seite 60

    …r die erste wirklich bedeutungsvolle Wendung bringt im 11. Jahrhundert der grosse Dichter des jüdischen Spaniens, Rabbi Jehuda Halevi. Seine Zionsklagen, die heute noch im Mittelpunkt unseres Trauergottesdienstes am 9. des Monats Aw stehen, rückten zum …

  4. 1931-01-01 · 5691 (1930-1931) · p. Seite 61

    *;i wirklicher mit dem Lande Palästina verbunden; aus beiden Gründen konnte er eine viel tiefergehende Wirkung haben als jener Briefwechsel des jüdischen Ministers mit dem jüdischen Könige, der letzten Endes nichts als ein historisches Kuri…

  5. 1931-01-01 · 5691 (1930-1931) · p. Seite 62

    …eil nach Hamburg, aber nicht unbeträchtliche Massen zogen auch nach Erez Israel, wo sie besonders in der heiligen Stadt Safed ein neues Kulturzentrum gründeten. Und nun bewährte Erez Israel seine synthetische Kraft: das kabbalistische und das ra…

  6. 1931-01-01 · 5691 (1930-1931) · p. Seite 63

    …hatte, dass er mehr Franzose als Jude sei, längst bevor die »portugiesische Nation«, d. h. die sephardische Gemeinde in Bordeaux die Gemeinschaft mit eben diesen elsässischen Juden abgelehnt hatte, da sie vornehmeren Ursprunges sei als jene, längst…

  7. 1931-01-01 · 5691 (1930-1931) · p. Seite 64

    …pierten, kamen neue Einwanderer in das Land und besiedelten insbesondere die heiligen »Vier Länder«: Jerusalem, Hebron, Safed, Tiberias. Noch heute weist das palästinensische Ritual, z. B. in der Stellung des Taugebetes am Pessachfeste, gewisse …

  8. 1931-01-01 · 5691 (1930-1931) · p. Seite 65

    …ht haben dürfte, trotzdem nicht nur ein Sozialist und Mitkämpfer Karl Marxens war, sondern auch ein jüdischer Theologe: Moses Hess, der Verfasser von »Rom und Jerusalem«. In den beiden Titelworten dieses zionistischen Programmbuches versinnbildlichen…

  9. 1931-01-01 · 5691 (1930-1931) · p. Seite 66

    …chen Arbeit, ihrer — nicht ungefährlichen — Losung von der »Religion der Arbeit«. Und noch in einem dritten Sinne steht Moses Hess an der Pforte des modernen Zionismus: durch die unbewusste Coincidenz westlicher und östlicher Zionsliebe, die unabhäng…

  10. 1931-01-01 · 5691 (1930-1931) · p. Seite 67

    … als »Privatsache« erklärt wurde, und dies war es vor allem, was so tiefe jüdische Geister, wie den deutschen Liberalen Hermann Cohen einerseits und den russischen Chowew Zion (Zionsfreund), und hebräischen Kulturphilosophen Achad Haam andererseits vom …

  11. 1931-01-01 · 5691 (1930-1931) · p. Seite 68

    …twicklung der. letzten Jahrzehnte, an dem nicht zuletzt auch der Zionismus mit all seinen Irrtümern beteiligt ist, wenn Franz Rosenzweig sich nunmehr dem Christentum nicht als Kulturbillet und nicht als Staatsuniform, sondern als Glauben entgegenstellen du…

  12. 1931-01-01 · 5691 (1930-1931) · p. Seite 69

    69 sehen Arbeit bewusst zurücktrat und deren grosszügige Wiederaufnahme erst von einer besonderen Kongresspartei erkämpft werden musste, kann hier nicht dargestellt werden: sie führte schon vor dem Kriege zu einer jüdischen Bevölkerung Palä…

  13. 1931-01-01 · 5691 (1930-1931) · p. Seite 70

    …m die Zustimmung der arabischen Landesbevölkerung zu bemühen, ist ein eindeutig negatives Symptom. Dass nach dem Kriege Chaim Weizmann, der unerhört erfolgreiche Diplomat und Volksführer, die Selbstüberwindung und Zivilcourage aufbrachte, weite nichtzion…

  14. 1931-01-01 · 5691 (1930-1931) · p. Seite 71

    …en, worüber sie zu streiten haben, was zentral in Frage steht. Das wussten die Juden zur Zeit der Karäer und zu der des Maimonides, im Streit um die Smicha Rabbi Joseph Caros und in dem über die Messianität Sabbatai Zwis. Das Jahrhundert der Emanzipa…

  15. 1931-01-01 · 5691 (1930-1931) · p. Seite 72

    72 Zehn Jahre praktischer Bodenpolitik in Palästina. Von ADOLF POLL AK (Berlin). Mit 3 Diagramen von OTTO WALLISCH. Die Londoner Jahreskonferenz vom Juli 1920 wird ihre historische Bedeutung in unserer Bewegung durch zwei entscheidende Besc…

  16. 1931-01-01 · 5691 (1930-1931) · p. Seite 73

    …arlehen an Baugenossenschaften gegeben (Gründung von Tel-Awiw und Hadar-Ha-Karmel) und in der nach Plänen von Professor Franz Oppenheimer errichteten Siedlungsgenossenschaft „Merchawjah" im Emek, die Urzelle der Kwuzoth und Moschawim geschaffen. Im Kriege e…

  17. 1931-01-01 · 5691 (1930-1931) · p. Seite 74

    74 spende" eingeschränkte Aufforstungsarbeit fortgesetzt wurde. Die Bodenpolitik des Keren Kayemeth im Sinne der Londoner Beschlüsse, bedeutet ferne und sehr grosse, sowie nahe und sehr praktische Ziele. Die 10 JAURE BODEflERWERB DES KKL 50…

  18. 1931-01-01 · 5691 (1930-1931) · p. Seite 75

    75 Augen steht, dürfen wir darüber die nächsten Aufgaben nicht übersehen. Unmittelbar nach der Londoner Jahreskonferenz hat der KKL den ersten grossen Schritt zur praktischen Verwirklichung seiner Bodenpolitik durch die Erwerbung der EmekJa…

  19. 1931-01-01 · 5691 (1930-1931) · p. Seite 76

    76 denpolitik des KKL nur vom Standpunkt der quantitativen Vermehrung des Bodenbesitzes zu beurteilen. Bei dieser Bodenpolitik gibt es neben der Verwirklichung eines fundamentalen Grundprinzips, hinter dem die ganze zionistische Welt steht,…

  20. 1931-01-01 · 5691 (1930-1931) · p. Seite 77

    77 sehen, die wir erreicht haben. Die hohen Ziele und die gewaltigen Aufgaben, die sich der KKL gestellt hat, sind,auch nur mit den materiellstsn Mitteln dieser Welt durchzusetzen und das „unantastbare Vermögen des jüdischen Volkes" wie Her…