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Jüdischer Almanach · 1931-01-01 · 5691 (1930-1931) · p. Seite 75

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Journal
Jüdischer Almanach
Volume
5691 (1930-1931)
Date
1931-01-01
Page
Seite 75 (sequence 77)
Language
German
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75 Augen steht, dürfen wir darüber die nächsten Aufgaben nicht übersehen. Unmittelbar nach der Londoner Jahreskonferenz hat der KKL den ersten grossen Schritt zur praktischen Verwirklichung seiner Bodenpolitik durch die Erwerbung der EmekJaöden unternommen. Mit einem Schlage vermehrte er seinen Bodenbesitz auf das Dreifache und mit einigen Unterbrechungen hat er auch in den folgenden Jahren dieses Tempo eingehalten. Rund 24.000 Dunam besass der KKL. 1920; fast 300.000 Dunam besitzt er heute. Die Entwicklung des Bodenerwerbs in dem abgelaufenen Jahrzehnt veranschaulicht die vorstehende Tabelle. Vom gesamten jüdischen Bodenbesitz, der gegenwärtig etwa 1,200.000 Dunam beträgt, hat der KKL etwa ein Viertel erworben. Während aber der grösste Teil des KKL-Bodens in den letzten 10 Jahren erworben wurde, handelt es sich bei dem Bodenbesitz der Pica und der anderen privaten Gesellschaften um Erwerbungen von mehreren Jahrzehnten. Für die nächsten Jahre kommt für die Erwerbung grosser, zusammenhängender Flächen, die die geschlossene, jüdische Siedlung ermöglichen sollen, nur der KKL in Frage und der Zeitpunkt dürfte nicht mehr fern sein, wo er auch absolut der grösste Bodenbesitzer des Landes sein wird. Die Londoner Beschlüsse betonen die Rolle des KKL als Trägers der Bodenpolitik in Stadt und Land. Leider ist der städtische Bodenbesitz des KKL heute noch ein so geringer — ca. 1600 Dunam — dass sein Einfluss für' die Entwicklung der städtischen Siedlungspolitik viel zu wenig zur Geltung kommt. So selbstverständlich im abgelaufenen Jahrzehnt der Primat der landwirtschaftlichen Kolonisation auch in der Bodenpolitik des KKL zum Ausdruck kommen musste, so klar erscheint es jedem, dass in der Zukunft dem städtischen Bodenerwerb mehr Beachtung geschenkt werden muss. Die Entwicklung in den, Städten, besonders aber in Tel-Awiw, hat dies zur Genüge erwiesen. Es wäre falsch, die praktischen Resultate der Bo-

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