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Jüdischer Almanach · 1931-01-01 · 5691 (1930-1931) · p. Seite 73

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Journal
Jüdischer Almanach
Volume
5691 (1930-1931)
Date
1931-01-01
Page
Seite 73 (sequence 75)
Language
German
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73 Resultat der Synthese zwischen praktischem und politischem Zionismus — kein anderes Finanzinstrument dafür besass, als den Keren Kayemeth. Versuche auf den verschiedensten Arbeitsgebieten, die weit den Rahmen der Zweckbestimmung des Fonds — Erwerbung von Grund und Boden als unveräusserliches Eigentum des jüdischen Volkes — überschritten, kennzeichnen den Beginn dieser Tätigkeit. Von einer planmässigen Bodenpolitik konnte damals noch keine Rede sein. Es wurden einige Parzellen in verschiedenen Teilen des Landes erworben, in Ermanglung geeigneter Ahsiedlungskandidaten Lehrfarmen gegründet, Aufforstungsarbeiten begonnen, Schulgebäude und Werkstätten (Hebräisches Gymnasium Tel-Awiw und Bezalel) errichtet, Darlehen an Baugenossenschaften gegeben (Gründung von Tel-Awiw und Hadar-Ha-Karmel) und in der nach Plänen von Professor Franz Oppenheimer errichteten Siedlungsgenossenschaft „Merchawjah" im Emek, die Urzelle der Kwuzoth und Moschawim geschaffen. Im Kriege erwies sich der Keren Kayemeth als der gegebene Notstandsfonds und wenn das junge Siedlungswerk erhalten werden konnte, so war es nicht in letzter Linie dem KKL zu danken, der durch umfassende Ameliorierungsarbeiten usw. für die Erhaltung des Jischuw sorgte. Diese Pioniertätigkeit musste ein Ende nehmen, als der geschichtliche Wendepunkt eintrat und durch die Balfour-Deklaration und das Mandat die zionistische Organisation und ihre Institutionen vor neue, grössere Aufgaben gestellt wurden. Der Keren Kayemeth konnte seinen gewaltigen Aufgaben nur gewachsen sein, wenn er sich — im Gegensatz zu seiner bisherigen, vielfach zersplitterten Tätigkeit — auf seine ursprüngliche Zweckbestimmung konzentrierte. Dies wurde umso leichter, als der Keren Hajessod eine Reihe von Aufgaben übernahm, vor allem die Weiterführung der vom KKL geschaffenen Farmen, die sich inzwischen zu Kolonien entwickelt hatten. Bodenerwerb und Vorbereitung des Bodens, damit er besiedelt werden kann, (Sanierung und Wasserversorgung) waren von jetzt ab die zentralen Aufgaben des KKL., wobei nur noch eine im Rahmen der „Baum-

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