Mannheim
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  1. 1929-05-01 · 3 (Mai-Juni 1929) · p. Seite 135

    selbst führt an, daß durch seine Ehe jede Gefahr eines Rückfalles ausgeschaltet sei. Bei der Anlage des Verurteilten kann u. E. weder durch die Strafverbüßung noch durch die Gewährung von Strafaussetzung eine Besserung erzielt werden. Die N…

  2. 1929-05-01 · 3 (Mai-Juni 1929) · p. Seite 136

    die Hilflosen zu versorgen und zu bewahren"10). — Auch die Wohlfahrtspflege muß bei einer Reihe von Fällen die Fürsorge „auf das zur Fristung des Lebens Unerläßliche" „beschränken". Dazu muß sie „die Voraussetzungen der Hilfsbedürftigkeit a…

  3. 1929-05-01 · 3 (Mai-Juni 1929) · p. Seite 137

    keiner Stelle verwirklichtes Programm zugrunde. Sie geht vielmehr von den Gegebenheiten unserer jüdischen Erziehungsanstalten aus und benutzt für Reformvorschläge Erfahrungen, die bereits in anderen Anstalten gemacht sind. Dabei werden an e…

  4. 1929-05-01 · 3 (Mai-Juni 1929) · p. Seite 138

    Praxis der Gerichte besteht, sei in diesem Zusammenhang kurz hingewiesen. II. Die Einrichtung der Anstalten. a) Größe der Schlafsäle. Die Ansichten darüber, welche Größe für die Schlafsäle die wünschenswerteste ist, sind verschieden. In der…

  5. 1929-05-01 · 3 (Mai-Juni 1929) · p. Seite 139

    Freiheit durch Freiheit" (Wilker) definieren. Das Ziel der Anstaltserziehung ist also nicht das Wohlverhalten des Jugendlichen in der Anstalt, sondern seine Bewährung nach der Entlassung aus der Anstalt in der Freiheit. a) Verhältnis der Zö…

  6. 1929-05-01 · 3 (Mai-Juni 1929) · p. Seite 140

    Jugendlichen vorausgesetzt werden; sie ergibt sich vielmehr erst aus einer allgemeinen freiheitlichen Gesamthaltung. Beispielgebend ist hier das Westendheim des Erziehungs- Vereins E. V., Frankfurt a. M., mit folgender Einrichtung: das ganz…

  7. 1929-05-01 · 3 (Mai-Juni 1929) · p. Seite 141

    h) Lektüre. Neben Tageszeitungen verschiedener Richtung müssen u. a. Bücher künstlerischen, philosophischen und naturwirtschaftlichen Inhalts vorhanden sein, die außer dem Zwecke der reinen Unterhaltung auch der politischen und fachlichen F…

  8. 1929-05-01 · 3 (Mai-Juni 1929) · p. Seite 142

    ist davon abhängig zu machen, daß in den häuslichen Verhältnissen, in denen der Jugendliche seine Urlaubszeit verbringt, keine Gefahren für die weitere Erziehung begründet sind. b) Verbindung mit Jugendbünden. Für Jugendliche, die schon ein…

  9. 1929-05-01 · 3 (Mai-Juni 1929) · p. Seite 143

    gegeben werden. Die einseitige Ausbildung der Mädchen für den Beruf als Hausangestellte ist abzulehnen, da erfahrungsgemäß jüdische Hausangestellte in nennenswerter Zahl nicht zur Anstellung gebracht werden können. Ein Mindestmaß hauswirtsc…

  10. 1929-05-01 · 3 (Mai-Juni 1929) · p. Seite 144

    …nd eine besondere jüdische. Alle wissenschaftlichen Untersuchungen, die sich mit der F. E. befassen (Gregor Vogtländer, Erich Stern, Bernfeld, Bondi usw.) kommen zu dem Ergebnis, daß der Erfolg der F. E. wesentlich von einer heilpädagogischen Behandlu…

  11. 1929-05-01 · 3 (Mai-Juni 1929) · p. Seite 145

    Die vorstehend gemachten Vorschläge für eine Reform der jüdischen F. E. haben zwei Gesichtspunkte absichtlich außer Betracht gelassen: die finanzielle Frage und die Persönlichkeit des Erziehers. Die erste Frage wurde nicht berücksichtigt, w…

  12. 1929-05-01 · 3 (Mai-Juni 1929) · p. Seite 146

    …ukt ist. Wenn Deutschland sich auf seine Goethe, Schiller, Kant beruft, so können die Juden mit Jehuda Haie vi, Hillel, Maimonides antworten. Wenn Deutschland aber einen Beethoven ins Feld führt, müssen die Juden schweigen. Ihre unbegrenzte Fähigkeit…

  13. 1929-05-01 · 3 (Mai-Juni 1929) · p. Seite 147

    erlassen angeführt. Sie sind von dem Gesichtspunkt aus zu lesen, daß es in Deutsehland eine ganze Reihe jüdischer Volks-, Mittelschulen und höherer Lehranstalten gibt; daß ferner eine große Zahl Juden als ausübende Künstler oder Schul- bzw.…

  14. 1929-05-01 · 3 (Mai-Juni 1929) · p. Seite 148

    unbekümmert um den Nächsten, jeder glaubte im festen Besitz einer Tradition das Schicksal der deutschen Musik gesichert. In der Zeit nach dem Kriege hat die Not unseres Vaterlandes der Musik neue Gefahren gebracht. Alte überlieferte Gesetze…

  15. 1929-05-01 · 3 (Mai-Juni 1929) · p. Seite 149

    Daß die jüdische Wanderjugend in ihren verschiedenen Lagern in einem systematischen Sinne Musik treibt, ist mir nicht bekannt. Wohl wird, je nach Tendenz, mehr das jüdische oder das deutsche Volkslied bei Wanderungen gesungen. Eine Musikpfl…

  16. 1929-05-01 · 3 (Mai-Juni 1929) · p. Seite 150

    allgemein anerkannt. Der Musikunterricht muß deshalb in allen Schultypen weiter gefaßt werden, damit nicht nur die gesangliche Ausbildung, sondern ebenso die Musikalität und das Verständnis für Musik systematisch entwickelt werden können." …

  17. 1929-05-01 · 3 (Mai-Juni 1929) · p. Seite 151

    ein Erlaß, der dem unkontrollierten Treiben unqualifizierter Musiklehrcr eine Grenze setzt. Ist es auch einstweilen noch nicht möglich, in einer Form einzuschreiten, die allen Dilettanten und Scharlatanen das Handwerk legt, so ist doch durc…

  18. 1929-05-01 · 3 (Mai-Juni 1929) · p. Seite 152

    sehen Erleben und Gestalten drängen, im Unterricht verwerten können dergestalt, daß Instrument und Stimme als äußere Mittel einer gefestigten musikalischen Vorstellung erscheinen. ____Er soll über die Grundlagen der musikalischen Physiologi…

  19. 1929-05-01 · 3 (Mai-Juni 1929) · p. Seite 153

    Vertonungen nicht den Kopf zerbrechen sollte. (Im Unterricht bedarf es eines Hinweises hierauf.) Es ist anzunehmen, daß sich eine eigene Musikliteratur auf vielseitiger Grundlage sicherer entwickelt als auf dem Wege der Inzucht. Aehnlich ve…

  20. 1929-05-01 · 3 (Mai-Juni 1929) · p. Seite 154

    len, liegt weder den Juden Palästinas, noch den im Dienst jüdischer Interessen stehenden Juden der andern Länder. Andere Probleme stehen zu sehr im Vordergrund. Man sollte aber bedenken, daß es sieh um sehr viel mehr als ein Kunstproblem ha…