Mannheim
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19271931
  1. 1931-01-01 · Heft 1-2 (Januar 1931) · page 10

    durch sie zu erkennen. Sie bleiben auch dann noch Gleichnis für Unausdrückbares. Ich schlage die Bibel auf. „Gott sprach: „fortan sollen, solange die Erde steht, nicht aufhören Säen und Ernten, Frost und Hitze, Sommer und Winter, Tag und Na…

  2. 1931-01-01 · Heft 1-2 (Januar 1931) · page 11

    Iuwal, der der Stammvater aller Künstler war, muß ein illegitimer Sohn des Lemech oder ein Kind der Adah aus einer früheren Ehe gewesen sein (in beiden Fällen vom Erbe ausgeschlossen!) Anders ist die merkwürdige Form des Berichts — „sein Br…

  3. 1931-01-01 · Heft 1-2 (Januar 1931) · page 12

    ladung. Sie ist es nur soweit, als wir nicht die Fähigkeit haben, ihre rhythmischen Kräfte zu erkennen. Wenn die Erde Pflanzen werden und vergehen läßt, so geschieht das infolge der in ihr wohnenden rhythmischen Energien. Wohingegen wir am …

  4. 1931-01-01 · Heft 1-2 (Januar 1931) · page 13

    …rz der Länder ist Erez Israel. Das ist ein uralter jüdischer Glaube. Ich weiß nicht, wie alt er ist. Wir finden ihn bei Jehuda Halevi und den Kabbalisten bis zu den Chassidim unserer Tage. Es ist ein stolzer Glaube, eines Volkes würdig, das sich als das…

  5. 1931-01-01 · Heft 1-2 (Januar 1931) · page 14

    sal vom Sündenfall bis Hiob; das heiße Ringen der Menschenseele um Gott von Jakob bis zu David und den Psalmisten und endlich der nagende Zweifel des Menschengeistes von Kain bis Koheleth — — — sie haben in der Geschichte der Menschheit kei…

  6. 1931-01-01 · Heft 1-2 (Januar 1931) · page 15

    des Volkes erneuern das physisch zerrissene Band geistig. Von ihnen empfängt es sein Land, das die Geschichte ihm geraubt hat, aufs neue. Sonderbares Volk, das in Deutschland, Rußland, Polen usw. sommers um Tau betet und im Winter um Regen,…

  7. 1931-01-01 · Heft 1-2 (Januar 1931) · page 16

    morgenländische oder sephardische und der abendländische oder aschkenasische Typ. Es müßte außerordentlich reizvoll sein, dem Werden dieser beiden Typen nachzugeben. Ich kann hier nur andeuten, was aufs engste mit meinem Thema zusammenhängt…

  8. 1931-01-01 · Heft 1-2 (Januar 1931) · page 17

    schätzt oder bekämpft — ist der Zionismus als neueste Erscheinung in die Geschichte des Judentums eingetreten. Als neueste?? Von den ältesten nationalen Rückfahrten (aus Babylon und anderen Nachbarländern) über die ungezählten messianischen…

  9. 1931-01-01 · Heft 1-2 (Januar 1931) · page 18

    Im Krankenhaus. Nimm meine Hand in deine guten Hände mit brüderlicher Zärtlichkeit. Wir beide wissen: das zerstörte Schiff wird nie den sichern Hafen mehr erreichen. Trockne die Tränen mir mit sanften Worten, mein Herz ist weh. Wir beide wi…

  10. 1931-01-01 · Heft 1-2 (Januar 1931) · page 19

    Ach, sie ist sehr gering, ich weiß es ja, o Mutter, ach, sie ist sehr gering, die Qabe deiner Tochter. Nur einen Jubellaut, am Tag, wo Licht uns strahlt, ein heimlich Weinen nur ob deiner Not Auf der Erde. Hier auf der Erde, nicht droben in…

  11. 1931-01-01 · Heft 1-2 (Januar 1931) · page 20

    auseinanderzusetzen und den Begriff Adonuth näher zu erklären. Jonathan fällt aber die Sache zu schwer. Er bricht ab und sagt: „Na, du verstehst gar nichts, Adonai ist der Vorname und Elohim ist der Familienname.4' Ein Gespräch zwischen Jon…

  12. 1931-01-01 · Heft 1-2 (Januar 1931) · page 21

    sahen wir näher zu- und bemerkten kleine Strohstückehen. Nun war es klar: die Mäuse hatten unsere Saat aufgefressen. Die Kleinen regen sich sehr auf und fangen an, fürchterlich zu schimpfen: „Verdammte Mäuse! Taugenichtse! Na, wenn ich jetz…

  13. 1931-01-01 · Heft 1-2 (Januar 1931) · page 22

    H. FRUMK1N: TRANSJORDANIEN Ueber die Lage in Transjordanien im allgemeinen, über die wirtschaftliche Lage im besonderen, existieren nur sehr spärliche Nachrichten. Es gibt keine genauen Zahlen über die Bodenflächen, keine bevölkerungsstatis…

  14. 1931-01-01 · Heft 1-2 (Januar 1931) · page 23

    sächlich von der Tatsache der hohen Beteiligung der jüdischen Bevölkerung an den Regierungseinkünften in Palästina her. Nach deii Berechnungen des Herrn Hoofien, die der Untersuchungskommission zugingen, betrugen die durchschnittlichen Einn…

  15. 1931-01-01 · Heft 1-2 (Januar 1931) · page 24

    schaft in Transjordanien, die sich in der Regierungsbilanz aus-, wirkt, kann als klassisches Beispiel für die Auswirkungen einer politischen Ordnung dienen, die die jüdische Einwanderung verbietet — und über die Reinheit des verwahrlosten B…

  16. 1931-01-01 · Heft 1-2 (Januar 1931) · page 25

    AUS GIW'ATH BRENNER Vorbemerkung: Wir bringen nachstehend eine Reihe von Fragmenten ans Briefen, die im Laufe 'des letzten h'alibem Jahres aus Giwath Brenner, dem Konzentrationspunkt des Brith Haolim im Lande, nach Deutschland gelabten. Von…

  17. 1931-01-01 · Heft 1-2 (Januar 1931) · page 26

    werden aus den Geldern, die für sanitäre Zwecke gegeben sind, gedeckt. Die Pläne für die Baulichkeiten sind sehr schön. Links hinter dem Wasserbehälter wird später, das große Haus mit Speise-. Lese- und Spielräumen stehen. Auch die Küche wi…

  18. 1931-01-01 · Heft 1-2 (Januar 1931) · page 27

    wir mit der Veredelung beginnen. Der Qesamtzustand des Orangengartens ist zufriedenstellend. — Baumschule A befindet sich in gutem Zustand. Wir haben günstige Verkaufsaussichten. Von den Zitronen haben wir bereits einen Teil an „Jachin" (Ko…

  19. 1931-01-01 · Heft 1-2 (Januar 1931) · page 28

    Geld ist nur, daß man schon so müde und hungrig an jedem Ort ankommt, daß man manchmal außer Essen nichts mehr aufnehmen kann. Von den meisten Kibuzim haben wir so nur einen sehr oberflächlichen Eindruck bekommen. Aber die Natur konnten wir…

  20. 1931-01-01 · Heft 1-2 (Januar 1931) · page 29

    heit zu einem Lebensweg aufzurufen, mit dem soviel Lasten und Leiden verbunden sind. In der Golah — hartnäckiges und verzweifeltes Festhalten der Hachscharah-Kibuzim, gefährdete Arbeitsplätze, Arbeitslosigkeit und grausame Lebensbedingungen…