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Der junge Jude · 1931-01-01 · Heft 1-2 (Januar 1931) · page 24

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Der junge Jude
Volume
4 (1931)
Issue
Heft 1-2 (Januar 1931)
Date
1931-01-01
Page
– (sequence 24)
Language
German
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schaft in Transjordanien, die sich in der Regierungsbilanz aus-, wirkt, kann als klassisches Beispiel für die Auswirkungen einer politischen Ordnung dienen, die die jüdische Einwanderung verbietet — und über die Reinheit des verwahrlosten Bodens, der primitiven Wirtschaft wacht, daß nur keine jüdische, wenn auch fleißige und schöpferische Hand, sie berühre. Es ist sehr interessant, die Ausgaben der transjordanischen Regierung für ein Jahr (1929-30) kennen zu lernen: die Gesamtsumme der Ausgaben beträgt L 339.470, davon wurde für Polizei und Gefängnis L 94.439 verausgabt, zur Unterstützung der Grenzwacht L 23.662, insgesamt also wurden etwa L 128.101 im Interesse der öffentlichen Sicherheit verwandt, d. h. etwa 36 Prozent der Ausgaben überhaupt. Diese Zahlen zerstreuen die bekannte, von den arabischen Führern und ihren Helfershelfern verbreitete Legende von der besonderen finanziellen Belastung, die durch die jüdische Ansiedelung an Ausgaben für die öffentliche Sicherheit hervorgerufen worden ist; denn im Jahre 1929 betrugen die Ausgaben für das Sicherheitswesen in Palästina alles in allem nur 25 Prozent vom Gesamtbudget, d. h. 11 Prozent weniger als in Transjordanien, dem Nachbarland, in dem es keine jüdischen Leistungen und Siedlungen gibt. Für Erziehung wurde in Transjordanien 1929 die Summe von L 22.350 ausgegeben. Das sind 75 mil*) pro Person, zur selben Zeit, wo in Erez-Israel 160 mil für den arabischen Bürger ausgegeben wurden. Für Gesundheitswesen: in Transjordanien L 11.393, d. h. 40 mil pro Person, in Erez-Israel 110 mil pro Person. Für öffentliche Arbeiten und Bawesen in Transjordanien L 33.355, d. h. 110 mil pro Person, in Erez-Israel 330 mil pro Person. Bis zum Ueberdruß schon hat man aufrichtig und unbestechlich denkenden Menschen die Wahrheit offenbart, daß die jüdische Siedlung einen großen Segen für die Bevölkerung und Volkswirtschaft bedeutet. Diese gewaltigen Unterschiede zwischen der Produktivität des palästinensischen Budgets (und auch dies ist nicht frei von schwerwiegenden Mängeln), und der Armut und Unproduktivität des transjordanischen Budgets lehren wieder einmal, ohne daß es einer weiteren Ueberlegung bedarf, welche Lage in Erez-Israel ohne die jüdische Einwanderung bestände. An unsere Abonnenten. Mit diesem Heft, das aus technischen Gründen verspätet erscheint, wird das erste Halbjahr 1931 eröffnet. Bitte überweisen Sie uns den Abonnementsbetrag möglichst umgehend: Deutschland Mk. 3,—; Oesterreich 4 Schilling; C.S-R. 24 Kc Benutzen Sie bitte die beiliegende Zahlkarte oder unser Bankkonto. (Dr* Georg Lubimski. Dresdner Bank Depositenkasse G, Berlin.) Sdllte der Betrag bis zum 30. April nicht eingegangen sein, so setzen wir Ihr Einverständnis zur Zahlung durch Nachnahme voraus. Für das Ausland müßten wir zu unserem größten Bedauern die Lieferung unterbrechen. Die Administration. *) 1 Mil 2 Pfennige. 22

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