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Der junge Jude · 1931-01-01 · Heft 1-2 (Januar 1931) · page 23

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Journal
Der junge Jude
Volume
4 (1931)
Issue
Heft 1-2 (Januar 1931)
Date
1931-01-01
Page
– (sequence 23)
Language
German
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sächlich von der Tatsache der hohen Beteiligung der jüdischen Bevölkerung an den Regierungseinkünften in Palästina her. Nach deii Berechnungen des Herrn Hoofien, die der Untersuchungskommission zugingen, betrugen die durchschnittlichen Einnahmen der Regierung von jeder jüdischen Person, Eisenbahn, Post und Telegraph eingerechnet, L 7,24, diese nicht eingerechnet L 4,55, pro Jahr. Aber auch die arabische Bevölkerung in Palästina bringt pro Jahr und Person (nach der obigen Rechnung) Eisenbahn, Post und Telegraph eingerechnet, L 1,85, diese nicht eingerechnet L 1,32, das sind etwa 54 Prozent mehr als in Transjordanien. Dieser Unterschied rührt nicht von der Höhe der Steuern in Palästina her, denn sie sind im allgemeinen nicht verschieden von den Steuern in Transjordanien, er ist eine Folge der höheren Entwicklungsstufe der Wirtschaft und der größeren ökonomischen Leistungsfähigkeit der arabischen Bevölkerung in Palästina, die durch die jüdische Einwanderung bewirkt wurde. Aus dem Bericht über die transjordanischen Staatsfinanzen ergibt sich, daß die Ausgaben des Jahres 1929 die Einkünfte um L 11,394 überstiegen, zur selben Zeit, wo die Bilanz der palästinensischen Regierung für das Jahr 1929 einen Ueberschuß der Einnahmen über die Ausgaben von L 183.531 zeigt. Die Regierung Transjordaniens verausgabte während all der Jahre, soweit bekannt, keine Gelder zur Tilgung von Vorkriegsschulden, oder als Entgelt für die Materialien, die ihr durch die Heeres-Verwaltung zugekommen waren; sie bekam und bekommt Jahr um Jahr einen großen Zuschuß durch die britische Regierung zur Stärkung der arabischen Legion. Diese Zuschüsse und Unterstützungsgelder des britischen Vertreters im Lande betrugen: im Jahre 1921—22 L 180.000, im Jahre 1922—23 L 90.000, im Jahre 1923—24 L 150.000, im Jahre 1924—25 L 77.571, im Jahre 1925—26 L 103.957, im Jahre 1926—27 L 66.000, im Jahre 1927—28 L 45.000, im Jahre 1928—29 L 67.644, im Jahre 1929—30 L 64.012, Summa Summarum — L 844.184. Und trotz dieser großen Zuschüsse ist der Zustand der Regierungsfinanzen Transjordaniens durchaus nicht rosig. Ein ganz anderes Bild zeigt die Finanzlage Erez-Israels. Nachdem es aus seinen Einkünften L 1.390.690 für verschiedene Vorkriegsschulden (Ottomanische Schuld und dergl.), 1 Million Pfund aus Geldern der palästinensischen Anleihe für Sachgüter, die seit der Zeit der Besatzung im Lande verblieben waren, außerdem L 206.541 für Defizit der Heeres-Verwaltung gezahlt hatte, nachdem es ferner von seinen ständigen Einkünften die Summe von L 1.511.714 für außergewöhnliche Autwendungen (öffentliche Arbeiten, Eisenbahn, Telefon, Tetegraph) geleistet hatte, zeigt die Bilanz der palästinensischen Finanzen einen Ueberschuß von L 773.069. Dieser gewaltige Unterschied zwischen der Leistungsfähigkeit, der Höhe der palästinensichen Regierungsfinanzen und dem Zustand in Transjordanien beweist, was die jüdische Einwanderung dem Lande einbringt. Die allgemeine Armut der nationalen Wirt- 21

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