-
— 97 man den Juden, den „Fremden", nicht zur römischen Civität und zum Grundbesitz zulassen, denn die einheimischen Herrscher werden nicht einen Theil ihrer Herrschaft weggeben wollen. — Dem Juden bleibt übrig entweder Proletarier oder Skla…
-
…ige Volk ausgebeutet und die Taschen der Herrscher gefüllt werden sollen. Ein mittelalterlicher jüdischer Glossator des Maimonides schildert am charakteristischsten die Judenfrage im Mittelalter. Maimonides führt in seiner Codification des talmudisch…
-
»- — 99 — Zuerst waren es die Landesherren,, die „die Juden legal brandschatzten und die Brandschatzung wohl gar zum integrirenden Bestandteil ihrer Finanzpolitik machten." *) Man zwang den Juden Wucherer zu sein, man machte ihn dadurch bei…
-
/ — 100 wegen begünstigt man sie. Die Geschichte der Juden der Neuzeit ist nur eine Wiederspiegelung der Judengeschichte des Mittelalters. Der edle Josef von Oesterreich war einer der Ersten, der die Lage der Juden verbessern wollte. Aus de…
-
…zien und Rumänien haben wir soeben von den Herren Dr. Salz und Pineles gehört. Vor allem aber noch ein kurzes Wort. Als Voltaire sein Pamphlet gegen die Juden veröffentlichte, da kamen einige reiche portugiesische Juden und behaupteten: Voltaire hä…
-
… ist. Die Judenschaft macht da aus den grössten Procentsatz der Handwerker, so z. B. in Wilno 62%,4) in Kowno 73%,5) in Odessa 52% aller Handwerker6) u. s. w. Die jüdischen Handwerker bilden in vielen Städten V4~ V3 der jüdischen Bevölkerung.7) A…
-
…abei ist die Zahl der Handwerker eine viel grössere als nothwendig. Meister und Geselle sind beide Bettler.2) Im Kreise Minsk fällt z* B. 1 Meister auf jeden siebenten städtischen Einwohner.3) Die jüdischen Fabrikarbeiter sind fast ausschliessli…
-
…d,3) in Berdyczew bestehen 75% aus solchen, die keinen bestimmten Erwerbsberuf haben, 4) und ebenso ist es in Warschau, Minsk, Kischinieff; Lublin, Lodz u. s. w.5) In den kleinen Städten und Flecken geht es den Juden noch schlimmer* Man kann sic…
-
…önnen uns die Aufzählung der Sünden ersparen, die uns vorgeworfen werden, oder die wir selbst anerkennen. Wir wollen ') Moses Hess: Rom und Jerusalem, S. 110. 2) Moses Hess a. a. 0. S. 110. 3) A. a 0. S. 111.
-
die Ursache aller unserer Sünden aus der Welt schaffen. Wir wollen die Art unserer Lebensweise ändern. Hier muss eine Aenderung eintreten. Wir werden zwar nicht ein jedes Wort, das Schäffle über die Juden sagt unterschreiben. *) Wir müssen …
-
107 laissez-faire-Politiker in der Judenfrage. Für sie existiert überhaupt keine Judenfrage. Das Assimilationsjudenthum ist aber de facto todt. Wollen wir die Todten in Euhe lassen und übergehen wir zu den sogenannten philantropbischen „Pra…
-
I — 108 — aber, dass wir unser Ziel erst dann erreichen werden, wenn der Wunsch nach Freiheit die Masse des jüdischen Volkes durchdrungen haben wird. „Wenn unsere vereinigten Wünsche nach Freiheit so stark sein werden, dass wir sie in einen…
-
IL Verhandlungsta 30. August 1897. Vormittags - Sitzung. / / Präsident: Auch jetzt ist es noch nicht möglich, eine vollständige Uebersicht der Einlaufe zu geben, nur eine annähernde, denn es gehen fortwährend neue ein. Aus dem ungefähren In…
-
…will ich zunächst das hebräische Begrüssungsschreiben des Rabbiners Samuel Mobile wer in Bialystok verlesen lassen. Dr. Armand Kaminka (Prag) verliest das Schreiben des Rabbiners Mohilewer und fügt die deutsche Uebersetzung hinzu: „Mein Gesundheitszustan…
-
V — III — lins zu vernichten. Unsere Feinde vermehren sich von Tag zu Tag und zählen bereits nach Millionen und wenn sie nicht die Gesetze fürchten würden, verschlängen sie uns lebendig. Nun sind uns Brüder erstanden, die uns in der Noth hi…
-
{ \ ,^ — 112 — Seit 2000 Jahren hoffen wir auf den Erlöser, der uns aus dem bitteren Golus befreie und unsere Zerstreuten aus allen Enden der Welt in unser Land führe, wo wir ein ruhiges Heim finden sollen. Dieser Glaube lebt mächtig in uns…
-
I — 113 — % * Dr. S. Mandelkern (Leipzig): Ich möchte nur kurz etwas erwähnen. Schon gestern fiel mir auf, dass nichts geredet wurde von den grossen Thaten, die Edmund von Eothschild durch seine Colonisation geleistet hat. Ich glaube, nur d…
-
- 114 - Beispiel Ihres Ausschusses nach! Der Entwurf rechnet mit jeder berechtigten Empfindlichkeit. Er wird den Feurigen wie den Bedächtigen, den Voranstürmenden wie den Zaghaften gerecht. Nehmen Sie ihn ohne Erörterung, ohne Abstimmung, d…
-
…neuerlich empfehlen, die Debatte nicht zu umfangreich werden zu lassen. Verlieren wir uns nicht in Weitschweifigkeiten! Oskar Marmorek: Verehrte Versammlung! Nachdem sich über diesen Programm-Entwurf eine Debatte entspinnt, möchte ich beantragen, dass zu…
-
- 116 - Motzkin (Kiew): In Bezug auf den ersten Punkt des Programme» habe ich soeben die ehrenvolle Aufgabe erhalten, ein Wort zum Ausdruck zu bringen. Wenn es mir auch sehr schwer fällt, augenblicklich mein Urtheil hinsichtlich des erörter…