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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1898-01-01 · 29. bis 31. August 1897 · p. Seite 110

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
1 (1898) Basel, 29. bis 31. August 1897
Issue
29. bis 31. August 1897
Date
1898-01-01
Page
Seite 110 (sequence 112)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
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/ — 110 — Die näheren Daten bezüglich unserer materiellen und Familienverhältnisse sind gewissenhaft in den betreffenden Rubriken eingetragen. Schliesslich ersuchen wir Sie, in unserem Namen einen hohen Zionistencongress zu Basel unserer wärmsten Sympathien zu versichern; mögen seine Beschlüsse zum Besten unseres armen Volkes ausfallen; möge es ihm gegönnt sein, den Grundstein zur Wiederaufrichtung der jüdischen Nation zu legen!'4 Es wurde von jedem Einzelnen, der die Petition unterschrieb, ein kleiner Beitrag erhoben. Also war die Unterschriftensammlung nicht umsonst. Das Comite wird dieselben für die benannten Colonisationszwecke benützen. Von den eingelaufenen Zuschriften will ich zunächst das hebräische Begrüssungsschreiben des Rabbiners Samuel Mobile wer in Bialystok verlesen lassen. Dr. Armand Kaminka (Prag) verliest das Schreiben des Rabbiners Mohilewer und fügt die deutsche Uebersetzung hinzu: „Mein Gesundheitszustand gestattet mir nicht, Ihrer Einladung persönlich Folge zu leisten. Ich entsende daher meinen Enkel als Zeugen dafür, dass mein Herz bei Euch ist. Aus der Tiefe meiner Seele bete ich zum Himmel, er möge mit den Gesandten des jüdischen Volkes sein, sie belehren, was sie zu sprechen haben, damit sie im Geiste der heiligen Thorä und im Sinne der staatlichen Gesetze verhandeln. Er möge sie unterstützen, dass sie ihre Pläne ausführen und ihnen die Gunst der Regierungen etc. verschaffen, denen sie die Lösung der Judenfrage vorlegen wollen. Unseren Brüdern selbst möge er den Geist der Liebe zu unserem unglücklichen Volke und seinem Lande einflössen! Amen. Nun will ich mir erlaubeQ, einige Vorschläge zu machen. 1. Betreffs der Ziele des Congresses begnüge ich mich, aus dem Aufrufe des Comites folgendes anzuführen: ,Der Congress erstrebt nur mögliches und erreichbares.- Was ihm sonst zugeschrieben wird ist einfach unwahr. Was der Congress thun wird, soll öffentlich geschehen, alle Verhandlungen werden sowohl den Gesetzen der einzelnen Länder als auch unseren Bürgerpflichten entsprechen. Besonders bürgen wir datür, dass der Congress den russischen Zionisten und deren politischen Verhältnisseil Rechnung tragen wird/ Ich hoffe, dass dieses Versprechen eingehalten werden wird und wenn auch manche dagegen sein sollten, so werden sie in der Minorität bleiben. Ich hoffe es und füge noch hinzu, dass der Hauptzweck des Congresses das Bestreben sein soll, bei der türkischen Regierung die Erlaubnis der Ansiedlung zu erwirken. Wir müssen mit allen Kräften danach^streben, denn davon hängt das ganze Colonisationswörk ab. 2. Auf dem Congresse wird wohl eine Centraileitung ausserhalb Russlands gewählt werden: Wir müssen dafür sorgen, dass sie aus Männern bestehe, die unserem Ziele mit Leib und Seele ergeben sind. 3. Der Congress muss die Ueberzeugung zum Ausdruck bringen, da|S alle guten Zionisten in brüderlicher Einheit und Liebe zusammenhalten müssen, wenn auch ihre religiösen Anschauungen auseinandergehen, wenn auch die Einen die Anderen für irreligiös halten. Die Frommen mögen sich doch vorstellen, dass sie, wenn ihr Haus brennt, auch einen nichtfrommen Retter mit Freuden begrüssen würden. So steht es nämlich mit unserer Sache. Ein grosses Feuer ist um uns ausgebrochen und droht

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