Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Journal
- Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Volume
- 1 (1898) Basel, 29. bis 31. August 1897
- Issue
- 29. bis 31. August 1897
- Date
- 1898-01-01
- Page
- Seite 115 (sequence 117)
- Language
- German, English, Hebrew
- Belongs to
- journal issue
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t - 115 - völkerrechtlich ausgestattet muss dieser Sammelpunkt des auferstandenen jüdischen Volkes sein! Verzichten wir'darauf, dann haben wir unser Hauptziel verleugnet, dann haben wir die Bahn des consequenten Zionismus verlassen. (Unruhe.) Präsident: Diese kleine Pause wird vielleicht dazu beigetiagen haben, eine gewisse ßuhe für die Debatte herzustellen. Ich glaube, Heir Schach aus Köln befindet sich in einem gewissen Irrthume. Für den Entwurf ist die concilianteste und eine genügend deutliche Form gesucht worden*. Ich bin nicht der Interpret der Commission. Ich selbst habe in meiner gestrigen Rede ein Wort gebraucht, das sich vielleicht zur Aufnahme empfehlen Hesse, nämlich das Wort „öffentlichrechtlich". Was wir brauchen, wissen wir alle, und es ist nicht nothwendig, dass wir eine Debatte über Selbstverständliches eröffnen, um später einzusehen, dass es nur eine Wortstreitigkeit war. Der Unterschied in unseren Bestrebungen gegen früher besteht darin, dass wir der Duldung deutlich das Recht vorziehen. Wollen Sie der Executive nicht ihre Aufgabe erschweren, durch einen vielleicht allzupräcisen Ausdruck dessen, was Sie sich denken. Es ist noch nicht gesagt, dass man ein Anerbieten auch annehmen wrerde, das nicht mehr wert ist, als das, was unsere Stammesgenossen dort, wo ' sie sich jetzt befinden, jetzt schon haben. Es ist die schweigende Voraussetzung, dass nur solche Bedingungen acceptiert werden können, welche vollkommen das gedachte und uns alle beseelende Programm erfüllen. Ich möchte Ihnen neuerlich empfehlen, die Debatte nicht zu umfangreich werden zu lassen. Verlieren wir uns nicht in Weitschweifigkeiten! Oskar Marmorek: Verehrte Versammlung! Nachdem sich über diesen Programm-Entwurf eine Debatte entspinnt, möchte ich beantragen, dass zuerst das Referat von Dr. Bodenheim er angehört werde, weil Bich dasselbe an diesen Punkt anschliesst; sonst bekommen wir später noch einmal diese Debatte. Ich beantrage, zuerst das Referat von Dr. B o d e n h e i m e r anzuhören. Dr. Landau: Der Programm-Entwurf wurde von mehreren Juristen ausgearbeitet. Ich selbst habe die Ehre gehabt, dieser Commission anzugehören. Um nicht viel Zeit zu verlieren, beantrage ich die Wahl von Generalrednern und eine Pause von fünf Minuten, damit Pro- und Contraredner sich auf den Generalredner einigen können. Der Antrag Marmorek auf Verschiebung der Debatte bis nach dem Referat Bodenheimer wird abgelehnt. Der Antrag Landau auf Wahl von Generalrednern wird angenommen. Präsident: Es werden also Generalredner gewählt. Damit die Herren sich verständigen können, unterbreche ich die Sitzung für fünf Minuten. Selbstverständlich betheiligen sich an der Wahl der Generalredner nur diejenigen Herren, die sich zum Wort gemeldet haben.. Pause. * Dr. Kornblüh; Ich möchte nur fragen, ob die Damen stimmberechtigt sind oder nicht. — Präsident : Die Damen sind selbstverständlich sehr verehrte Gäste, nehmen aber an der Abstimmung nicht theil. — Herr M o t z k i n hat das Wort. 8*