Mannheim
Compact Memory
1,217 pages · page 18Sort: oldest first · newest first
Pages per year (click a year to narrow down)
332
186018641869
  1. 1861-01-01 · Heft 1 · page 57

    36 2 Qnatrini. Der Vorsänger brachte mir umsonst Myrthe und Weide ins Haus. Schaaf- und Ziegenlämmer sollen schön und gut, auch in Menge zu haben sein; man bezahlt das Stück mit 1 Mocenigo80) und darüber, nach der Größe. . Wer davon kaufen …

  2. 1861-01-01 · Heft 1 · page 58

    37 Schuhwerk ist wohlfeil. Ein Paar große und schöne Schuhe mit dicker Sohle bezahlt man mit iy2 Marcelli. Das ist nun eine kleine Uebersicht von dem Leben in Dieser Stadt, und darnach wirst du, was noch sonst wichtig erscheint, dir vorstel…

  3. 1861-01-01 · Heft 1 · page 59

    38 So oft ihr sonst schreiben wollt und in Venedig: Jemand habt--der .es ausrichtet, so wißt, daß alle Monate von dort Schiffe direkt hierher abgehen, sowie von hier dorthin. Jedesmal, wenn ich eure Briefe erblicke, wird es mich hoch erfreu…

  4. 1861-01-01 · Heft 1 · page 60

    II. Eine Farnilien-Megittah. Von vr. Z. Dt Jost.

  5. 1861-01-01 · Heft 1 · page 61

    Omr Familien-MMch, aus der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts. Nach dem jüdisch-deutschen Urtext vom Jahr 1738. Getreulich ins Hochdeutsche übertragen von Dr. I. M. Zost. Vorwort. haben in verschiedenen Zeiten und Ländern jüdische Hausvater…

  6. 1861-01-01 · Heft 1 · page 62

    42 erscheinen, gebührend Rechnung tragen, und der Darstellung ihren geschichtlich werthvollen Inhalt darum nicht verkümmern. Eine solche Urkunde liegt hier vor, leider in jüdischdeutscher Mundart, und zwar, ungeachtet sie von einem weltlich…

  7. 1861-01-01 · Heft 1 · page 63

    43 welcher der Verfasser überall - auf die .Gerichtsakten, Verhöre und Protokolle,, verweist, und zwar mit genauer Angabe der Daten, ersehen wir, daß.die Anklage sie eines beabsichtigten betrügerischen Bankrottes beschuldigte. Darüber läßt …

  8. 1861-01-01 · Heft 1 · page 64

    44 Am 13. Msun 480 (1720) führ ich zur Ostermesse nach Leipzig, und zwar von Halberstadt aus, wo ich den Sabbath vorher, nämlich den 12., zugebracht hatte. Von Hannover aus begleiteten mich Salman D d. (wahrscheinlich Düsseldorf) und Salman…

  9. 1861-01-01 · Heft 1 · page 65

    45 widerte: Ihr werdet nach Dessau gebracht werden; ich will nur zuvor einige Sachen fertig machen. — Ich bemerkte ihm, er möge sich wohl vorsehen, daß er sich nicht an einem Unrechten vergreife, indem ich in königlichen Geschäften reise, a…

  10. 1861-01-01 · Heft 1 · page 66

    46 bis wir herrschaftliche Pferde bekamen. Der Weg wär'aber so schlecht, daß 4 Pferde nicht zureichten, um uns, mich und den Unteroffizier und Salman fortzubringen, so daß ich, weil ich ohnehin Eile hatte, indem Morgen der Rüsttag zum Peßac…

  11. 1861-01-01 · Heft 1 · page 67

    …twort des Fürsten an seine Gemahlin und an ihn abzuwarten. Während dessen fertigte ich eine Staffelte nach Halle ab, an Mardechai Halle, welchen ich bat, in Leipzig mit auf meine Sachen ein Auge zu haben, worin ihm mein Cassier Jechiel Halle Beistan…

  12. 1861-01-01 · Heft 1 · page 68

    48 Die Wache blieb hinten im Hause, der Unteroffizier aber bei. mir im Zimmer. Um 1 Uhr Nachts erschien der Commandant wieder mit 12 Bewaffneten Soldaten und trat an mein Bette mit blankgezogenem Säbel. Er mußte wiederholentliH rufen, weil …

  13. 1861-01-01 · Heft 1 · page 69

    49 forderliche hatte Eliah geschickt. Wir blieben bei Tische bis 1 Uhr. Wir wollten uns eben zu Bette legen, mein Diener Hillel machte das Bette, es war bald 2 Uhr, da hörten wir vom Markte her stark blasen. Ich sagte gleich zu Salman: Das …

  14. 1861-01-01 · Heft 1 · page 70

    50 begab mich dann in Eliah's Haus. Hier ließ ich wieder den Schreiber kommen und eine Staffelte nach Hannover abfertigen, daß ich frei sei; so auch nach Leipzig an meinen Schwiegervater. — Jetzt gingen wir zu Bette. Am folgenden Tage hielt…

  15. 1861-01-01 · Heft 1 · page 71

    … über Cönnern zu reisen, sondern über Merseburg, um das Dessauer Gebiet zu meiden. Ich folgte ihm hierin. Als ich durch Aschersleben kam, traf ich im Posthause den Amtmann, der mich verhaftet hatte, so daß ich fast meinte, er sei da, um mich wieder gef…

  16. 1861-01-01 · Heft 1 · page 72

    52 Regierungsschreiben von Hamwver nicht annehmen. mit» gab es ihm unerbrochen zurück. — Bald darauf schrieb der König selbst, da er Hannover besuchte, an den Fürsten. Der Courier übergab das Schreiben. Der Fürst erwiderte kurz, der König m…

  17. 1861-01-01 · Heft 1 · page 73

    53 unsern Schreiber Stutzer rufen lassen und ihn gefragt, ob Briese zur Beantwortung vorlägen, weil wir verreisen wollten. Er hatte es verneint. Wir erinnerten ihn, im Comptoir fleißig zu sein, und eben so forderten wir die andern Leute auf…

  18. 1861-01-01 · Heft 1 · page 74

    54 fernt, als ein lautes Gerücht entstand, wir wären bankrott und entflohen. Der Geheimsecretär Bademeister war in unserem Hause gewesen und hatte mit meiner Frau gesprochen. Alsbald hatte man viele Unterosfiziere und des Geheimrath Vernsdo…

  19. 1861-01-01 · Heft 1 · page 75

    55 Älle diese Briefe nahm der Wagenmeister mit. Der Kurier schrieb ebenfalls dabei. — In der Nacht schliefen wir auf Stroh. So oft wir etwas aus der Kutsche brauchten, ging stets der Kurier und mehrere Bauern mit, deren viele bei der Kutsch…

  20. 1861-01-01 · Heft 1 · page 76

    56 nach Hannover zu schicken, oder selbst hin zu kommen. Sockel fuhr darauf nach Hause. Abends gegen 7—8 erschienen als Kuriere aus Hannover zwei Sergeanten^ Hutman und Radier. Sie überbrachten uns Briefe von unsern Frauen. Sie hatten Befeh…