Jahrbuch für die Geschichte der Juden und des Judenthums
- Journal
- Jahrbuch für die Geschichte der Juden und des Judenthums
- Volume
- 1861
- Issue
- Heft 1
- Date
- 1861-01-01
- Page
- – (sequence 73)
- Language
- German
- Belongs to
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53 unsern Schreiber Stutzer rufen lassen und ihn gefragt, ob Briese zur Beantwortung vorlägen, weil wir verreisen wollten. Er hatte es verneint. Wir erinnerten ihn, im Comptoir fleißig zu sein, und eben so forderten wir die andern Leute auf, das Comptoir sorgfältig zu beachten; zugleich sollten sie beim Commandanten das Thor bestellen, wenn wir Dinstag etwa nicht vor Nacht eintreffen sollten, damit wir nicht ausgehalten würden. Wir hatten außerdem unsern Casfirer Samuel mit Mose Danzig nach Zelle geschickt, wo die Tochter »des verstorbenen Feibelmann Zell Braut werden sollte, und jenem neben andern Geschäften auch diese Angelegenheit zu ordnen Auftrag ertheilt. Vor seiner Abreise hatte er sich zu dem Geheimsecretär Bademeister begeben und sich von ihm einen Paß erbeten, welchen er nebst einigen Aufträgen erhielt. Wir halten ihm übrigens aufgegeben, Montag wieder hier zu sein. Wir ließen nun eine andere Kutsche bespannen und fuhren mit unseren Pferden bis Klie(?), lV2 Meile von Hannover. Hier nahmen wir, weil es unsern Pferden zu sauer wurde, im Posthause andere Pferde bis Steierwald und befahlen unserem Kutscher, uns hier zu erwarten, damit wir mit unsern Pferden wieder nach Hannover fahren könnten. In Steierwald trafen wir Manes und die bereit gehaltenen Pferde; dennoch hielten wir uns zwei Stunden auf und speisten zu Mittag. Dann fuhren wir nach Nedling. Auch hier verweilten wir mehrere Stunden, weil keine Pferde zu haben waren. — Bemerken muß ich noch, daß wir bei der Abreise aus Hannover den Schächter Joseph Oppenheim vor seiner Thür stehend erblickten, auch Mose Hemi, seinen Schreiber, den ich heran rufen ließ und mit Grüßen an seinen Herrn und an meinen Schwager Löb Werthheim und an dessen Frau Sarchen beauftragte, hinzufügend, ich werde morgen die Ehre haben, sie zu sprechen; sie möchten entschuldigen, daß ich keinen Abschied von ihnen genommen. Wir waren aber kaum zwei Stunden aus Hannover ent-