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Jahrbuch für die Geschichte der Juden und des Judenthums · 1861-01-01 · Heft 1 · page 58

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jahrbuch für die Geschichte der Juden und des Judenthums
Volume
1861
Issue
Heft 1
Date
1861-01-01
Page
– (sequence 58)
Language
German
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37 Schuhwerk ist wohlfeil. Ein Paar große und schöne Schuhe mit dicker Sohle bezahlt man mit iy2 Marcelli. Das ist nun eine kleine Uebersicht von dem Leben in Dieser Stadt, und darnach wirst du, was noch sonst wichtig erscheint, dir vorstellen können. Ich möchte ohnehin nicht allzu weitläufig sein und dich langweilen. Auch muß ich noch nach verschiedenen Orten und Personen schreiben, und breche daher ab, zumal ich über Geschästsangelegenheiten nichts melden kann, weil ich die Oertlichkeit nicht hinlänglich kenne. In gleicher Weise habe ich an meinen Bruder nach Pesaro und an meinen verehrten Schwiegervater nach Ferrara geschrieben. Wenn es euch beliebt, mich mit guten Nachrichten über das Wohlsein eurer Familienglieder zu erfteuen, erweist ihr mir eine Wohlthat, denn ich sehne mich nach eurer Antwort, damit ich vernehme, ob ihr alle wohl seid; auch wünschte ich zu erfahren, ob sich in eurem Lande etwas Neues zugetragen habe. denn meine Augen undmein Herz sind Tag und Nacht dort und stets denke ich an alles, was ich dort zurückgelassen habe, sogar im Traume ersäße ich die Stollen eurer Betten und erwache oft weinend, indem ich wahrnehme, daß ich hier einsam bin, und Niemand von euch mir zur Seite steht. O käme bald der Tag, daß ich euch wiedersehe im heiligen Lande! .... Tief zur Erde verbeuge ich mich vor der reinen Leuchte, der edeln Frau, eurer hochverehrten Mutter und ihrer vortrefflichen Schwester Consilina. Der Herr schenke euch viele und gute Jahre in Wohlstand und Gesundheit, und die Kinder mögen sich vermehren wie die Sterne des Himmels! Eben so grüße ich eure liebenswürdigen Frauen und eure Kinder, die Gott segnen möge! Wenn ihr schreiben wollt, so sorget dafür, die Briefe nach Venedig so zu senden, daß sie in die Hände des erwähnten würdigen R. Eliaser Aschkenasi gelangen. Er hält sich in Venedig einen Monat oder etwas darüber auf.

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