Mannheim
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  1. 1861-01-01 · Heft 1 · page 37

    16 M großem Nachtheil-: Alles das weiß : ich aus -Erfahrung, und bezeuge es .aus^ÄgeMr Anschauung. Darum achte - auf rein Ektzenchum^sti Ntffmerksam und vorsichKg; daß:dunirgends in' eitte verborgene Falle gerathest. Vor allem begieb dich a…

  2. 1861-01-01 · Heft 1 · page 38

    17 nicht öffnen dürfen, behaupten, es sei vielleicht der Nachprüfer nicht ehrlich zu Werke gegangen, und alles müsse wieder aufs Zollamt; dann widersprich nicht, und mache sie nicht böse, vielmehr fertige sie mit einem Trinkgelde ab, sonst …

  3. 1861-01-01 · Heft 1 · page 39

    18 und in den Gepäckraum zu thun. Die Miethe für Ballen ist verschieden, nach dem Inhalt. Ich habe in Venedig von 4 Ballen wollene und leinerne Kleider, die ich zu eigenem Gebrauch mitnahm, — freilich war alles neu, — als Zoll 22 Goldfcudi …

  4. 1861-01-01 · Heft 1 · page 40

    19 Famaugusta oder Tripoli, so nehmen fie den Scudo nur zu 6. 12. und die Zecchine zu 8., alles nach Hao. — Du thust ihnen dabei einen Gefallen, wenn du in Venedig zahlst, denn fie kaufen Waare dafür ein, und haben noch Gewinn davon, währen…

  5. 1861-01-01 · Heft 1 · page 41

    20 sämmtlichen Schiffe fuhren 1100 Meilen bis an einen Punkt von Kandia^), dann theilten sie sich. Die nach Alexandria bestimmten Schiffe liefen in Kandia, welches an der Mitte der Insel liegt, und wir 47 Meilen weiter nach außen hin. Von…

  6. 1861-01-01 · Heft 1 · page 42

    21 dem Hafen von Corfu, wie üblich, 12 flache Fahrzeuge entgegen. Wer die muntere Lust der Leute und die Lärmschüsse auf jenen Galeeren nicht gesehen hat, wo man zugleich in Posaunen stieß und das Horn blies, und zwei Stunden nach einander …

  7. 1861-01-01 · Heft 1 · page 43

    22 Von Pola bis Eorfu sind 340 Meilen. Eorfu liegt theils im Thale, theils am Berge. Sie ist so groß wie Ankona und hat ein großes, schönes und festes Fort an der Seite, mit 200 italiänischen Söldlingen als Wache; außerdem 15 flache Galeere…

  8. 1861-01-01 · Heft 1 · page 44

    23 aus Pfänder leihen, weil sie mit Waarenhandel mehr verdienen. Sie brauchen im Haushalt wenig und erwerben großes Vermögen. Sie sind übermüthig durch ihren Wohlstand', vergessen des Gottes, der ihnen Glück verleiht, vertrauen auf ihren Be…

  9. 1861-01-01 · Heft 1 · page 45

    24 nahmen um nach Kandia zu gelangen, während wir fern vom Lande um die ganze Insel etwa 300 Meilen umfuhren — die Insel selbst hat einen Umkreis von 700 Meilen — kamen dann in die hohe See und machten 500 Meilen, während welcher wir kein L…

  10. 1861-01-01 · Heft 1 · page 46

    … Denn sagte ich mir, „siehe diese Stadt ist nahe" zu meinem Bestimmungsorte zu gelangen, und zwar näher als Tripoli und Beirut, denn sie liegt in der Mitte aller der Reiseziele. Von hier nach Tripoli ist die Entfernung 100 Meilen, von hier nach B…

  11. 1861-01-01 · Heft 1 · page 47

    26 der nicht mehr als 5 — 6 Dukaten kostet. Gewöhnlich fährt man Dienstag oder Mittwoch ab und ist vor Beginn des Sabbath in Safet oder Jerusalem. Nur ist zu merken, daß die Juden nicht gern im Sommer nach Joppe fahren, weil ste die algiers…

  12. 1861-01-01 · Heft 1 · page 48

    27 Die hier gangbare Münze ist die Venezianische jeder Art. Ein Scudo gilt 6 Lire und 10 Solidi venet., eine Zecchine 8 Lire, ein nicht venezianischer Scudo gilt nur 6 Lire 8 Solidi. Man sagt, es sei hier nie Schnee gefallen und habe niemal…

  13. 1861-01-01 · Heft 1 · page 49

    28 brechen alsbald das Gesäß; aber es gehen beständig Wasserträger umher und bringen es in Fässern in's Haus für 2 ^uatriui, welches ausreicht zum Kochen und Trinken für einen Tag. Hier fand ich eine große und geschmückte Synagoge mit einer…

  14. 1861-01-01 · Heft 1 · page 50

    29 giebt das Gericht dem Darleiher eine Anweisung über die noch fehlende Summe, und er hat das Recht, ein zweites Pfand zu fordern, welches zur Bezahlung der Schuld verkauft wird. Offene Leihbanken werden hier nicht gehalten, auch ist kein …

  15. 1861-01-01 · Heft 1 · page 51

    30 nehmen, auch nicht höhere Summen als 50, und nicht unter 3 Scudi austhun. Uebrigens fordert bisweilen der vermittelnde Mäkler auch noch besonders viel Makelgeld, so daß die Schuldner wohl mehr als 20 Proc. zahlen, und niemand kümmert sic…

  16. 1861-01-01 · Heft 1 · page 52

    31 nimmt. Er will dort seine Schwiegertochter besuchen, um welche Samuel Juda, der Sohn des großen Gelehrten und Rabbiners Meir Padova, für seinen Sohn geworben hat. Er ist gegenwärtig 50 Jahre alt und hat 22 Jahre in Aegypten das Richteram…

  17. 1861-01-01 · Heft 1 · page 53

    32 Mein Sinn wendet sich nicht dem hiesigen Volke zu; es besteht aus lauter eigennützigen, verschmitzten Leuten, die für Niemand Freundschaft hegen; eiteles, geschäftiges Gesindel, ohne alle Gottesfurcht. Darum begrüßte auch er mich mit Fre…

  18. 1861-01-01 · Heft 1 · page 54

    33 Corfu, Zante und Constantinopel wohnen, find größtentheils Griechen und find gar nicht so wie die italienischen. Sie haben keine Einsicht und die seltsamsten Sitten, die Vorschriften und Grundsätze des Christenthums vernachläsfigen fie g…

  19. 1861-01-01 · Heft 1 · page 55

    - 34 sagen, das sei der Keuschheit wegen; aber bei ihnen herrscht Unzucht im höchsten Grade. Alle mit einander sind Lügner, Betrüger und Spitzbuben. Von Treue und Glauben ist bei ihnen nicht die Rede. - Das Salz. ist hier vorzüglich schön, …

  20. 1861-01-01 · Heft 1 · page 56

    35 etwa H/2 Karren (Wagen) für 11 Marcelli Silber. — Zwiebeln und Lauche sind schöner, doppelt so theuer als in Italien. Kohl und Rüben28) find in Menge da, für 1 Quatrino bekommt man eine Last; Grünes aller Art, z. P. Mangold, Spinat, Caro…