Mannheim
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  1. 1852-01-01 · Editorial · page 4

    Druck von C. Adelmann.

  2. 1852-02-01 · Heft 2 (Februar 1852) · page 1

    (Februar 1852.) 5. Predigt. Bildung ist Weisheit. Gehalten am zweiten Tage des Neujahrs 5612 in der Synagoge zu Oldenburg von Landrabbiner Wechsler. Text: Sprüche 8, 1—7. Herr! die Pforten unseres Geistes, die Thore unseres Herzens sollen a…

  3. 1852-02-01 · Heft 2 (Februar 1852) · page 2

    26 Bildung ist Weisheit. es gilt, der Zeit ihre wichtigsten Bedürfnisse abzulauschen, sich in Reih' und Glied stellt mit vielen Andern, sich oft mit Pomp und besonderer Bedeutung ankündigt, um ja nicht übergangen zu werden. Ich sage, mit ei…

  4. 1852-02-01 · Heft 2 (Februar 1852) · page 3

    Bildung ist Weisheit. 27 achten Kapitels in den Sprüchen Salomonis, VerS 1—7, dort heißt es, wie folgt: „Siehe! die Weisheit rufet und die Klugheit laßt ihre Stimme erschallen. An den Spitzen der Höhen, am Wege, an allen Steigen „stellt ste…

  5. 1852-02-01 · Heft 2 (Februar 1852) · page 4

    28 Bildung ist Weisheit. Tiefe herauszugraben/sondern ein ganz alltäglich Ding, überall auf der Straße zu finden. Wer ein wenig auf dxr Oberfläche, von Kenntnissen, von Büchern herausgeschöpft, ein Paar Tropfen aufgefangen hat, einigen Sche…

  6. 1852-02-01 · Heft 2 (Februar 1852) · page 5

    Bildung ist Weisheit. 29 vor solcher Täuschung und Verwechslung. „Bildu n g ist W eisheit!" — Ruft sie auf den Straßen? Hat sie ans allen Wegen, vor allen Häusern ihre Stimme erhoben und ihr Standbild errichtet? Ja, wohl hat sie es, seit de…

  7. 1852-02-01 · Heft 2 (Februar 1852) · page 6

    30 Bildung ist Weisheit. und — oft blendende Sonne, dieses ein kaum beachtetes, stilles Sternlein der Nacht. Ich will mich näher und deutlicher erklären. Während in früheren Zeiten ein sehr einfaches und bescheidenes Maß von Kenntnissen und…

  8. 1852-02-01 · Heft 2 (Februar 1852) · page 7

    Bildung ist Weisheit. 3t die auf den Straßen predigen und uns zu sich heranlocken und einladen soll? Auch darauf, Jsraelite, antwortet deine Lehre:- Bildung ist Weisheit! auch darauf ist in unserm Terte gesagt: lernet Klugheit, ihr Einfälti…

  9. 1852-02-01 · Heft 2 (Februar 1852) · page 8

    32 Bildung ist! Weisheit. umfasset und umschließet auch das religiöse Leben/ als' ein vernünftiges und thateifriges. Ich meine/ er so l l es umfassen und einschließen. Aber das Leben draußen straft diese Behauptung gar häufig Lüge j tritt i…

  10. 1852-02-01 · Heft 2 (Februar 1852) · page 9

    Bildung ist Weisheit. 33 derselben, wie sie aus Schrift, Vernunft und Geschichte sich bei gründlicher Forsch zu hören/ weil sie dazu keine Zeit, keine Lust, keinen Trieb haben. — kann nich^ gewurzelten Wahn auf einmal zu zerstören; diese'Ne…

  11. 1852-02-01 · Heft 2 (Februar 1852) · page 10

    « Das Walten Gottes in der Führung Israels und der Menschheit. Betrachtung über die H aftara *) zu l.B.M. S2, 4ff. VaMdlaed. (Vorgetragen in der Synagoge zu Bingen von Rabbinervr. Sobernheimer.) „Eine Kunde vernahmen wir von demV.1. Ewigen,…

  12. 1852-02-01 · Heft 2 (Februar 1852) · page 11

    Das Walte« Gottes tc. 35 eignisse , die auf unserm LebenswM oft unerwartet uns entgegentreten, unser Herz und Auge zu Gott emporrichten, indem sie uns als eine Kunde, als eine ernste Mahnung des Himmels erscheinen, indem sie uns Gottes allm…

  13. 1852-02-01 · Heft 2 (Februar 1852) · page 12

    36 Das Walten Gottes wir anerkennen und ehren in Allem, was uns widerfährt, Gottes^ heiligen Willen , > ein allweises und allmächtiges > Wirken^ und Zufriedenheit erfüllt jederzeit unsere Brust, und „wir öffnen nicht den Mund > denn du, o H…

  14. 1852-02-01 · Heft 2 (Februar 1852) · page 13

    in der Führung Israels und der Menschheit. 37 wollen mit eigener Hand. Unrecht und Gewaltthätigkeit werden, von Schmach und Schande bedeckt, auf ewig vertilgt werden. Schadenfreude, Neid und Mißgunst werden schwinden aus dem Herzen der Mens…

  15. 1852-02-01 · Heft 2 (Februar 1852) · page 14

    7. Bücherschau. (S ch u l s ch r i f t e n.) I.Beantwortung der Frage: „Woraufgründet sich die Forderung: aller Unterricht in den Volksschulen sei reli- . giös, und in welcher Weise soll der Volesschullehrer dieser Forderung entsprechen?" E…

  16. 1852-02-01 · Heft 2 (Februar 1852) · page 15

    Schulschristen. 39 gegnen^ Von hier aus beurtheile ich alle Lehrfächer der Volkse schule, die ich als einzelne Aeste des ganzen Lebensbaumes — der Religion betrachte." Eben so treffend spricht derselbe (S. 12) von der Nothwendigkeit einer r…

  17. 1852-02-01 · Heft 2 (Februar 1852) · page 16

    40 iLlüchersKau^ wägenswerth, sehr bedeMlich sogar, i;nd G mußte der Verfasser von vornherein und vor Allem die freilich für seine Stellung sehr schwierige Frage beantworten, was er unter dem Satze; „aller Unterricht sei religiös," verstand…

  18. 1852-02-01 · Heft 2 (Februar 1852) · page 17

    Schulschristen 4t zelnen haben wir auszusetzen: es laufen hier und da christlichörchodordogmatische Stellen mit unter, von denen der israelitische Lehrer, wenn er seiner reinen Lehre keinen Eintrag thun will, sich sehr hüten muß. So ist S. …

  19. 1852-02-01 · Heft 2 (Februar 1852) · page 18

    42 Bücherschau. besonderen Aufsatze zurückkommen. — Als Druckfehler sind zu verbessern: S. 52. Satzungen statt der Satzungen; S. 79. Schulchan st. Schulchora; Karo st. Karor. Härten sind z. B. S. 8t : Allmachtsherr; S. 139: Walle st. Wallfa…

  20. 1852-02-01 · Heft 2 (Februar 1852) · page 19

    Schulschriften. 48 „Und der Herr wird König über die ganze Erde sein, an demselben Tage wird der Herr sein Einer und sein Name Einer." Gewiß, dieser Standpunkt eines israelischen Lchrers ist ein weit höherer, als wir ihn anderwärts in den k…