Der israelitische Volkslehrer
- Journal
- Der israelitische Volkslehrer
- Volume
- 2 (1852)
- Issue
- Heft 2 (Februar 1852)
- Date
- 1852-02-01
- Page
- – (sequence 18)
- Language
- German
- Belongs to
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42 Bücherschau. besonderen Aufsatze zurückkommen. — Als Druckfehler sind zu verbessern: S. 52. Satzungen statt der Satzungen; S. 79. Schulchan st. Schulchora; Karo st. Karor. Härten sind z. B. S. 8t : Allmachtsherr; S. 139: Walle st. Wallfahrt. Die Übersetzung v. 2 B. M. 6,3 (S. 51) ist uncorrekt und willkührlich. Solche einzelne Ausstellungen abgerechnet, können wir das Buch allen, besonders israelitischen Schulmännern bestens empfehlen. Es ist mit Weihe geschrieben; der Hauch eines gottesfürchtigen Sinnes und edlen Berufstrebens wehet den Leser stärkend an, und die Lehrer werden darin manchen nützlichen Wink und anregenden Gedanken finden. Von der fortgeschrittenen Anschauungsweise des Verfassers mögen noch zum Schlüsse folgende Stellen Zeugniß geben. S. 69. äußert er sich über die wahre Gottesverehrung: „es ist Alles daran gelegen, daß die jungen Himmelserben schon bei Zeiten diese Ansicht von der Gottesverehrung gewinnen, damit sie den Gottesdienst nicht für einen Dienst halten, den man Gott erweise, und in knechtischer Furcht vor ihrem Ober- Herrn dem Ceremoniendienste obliegen, die Zähl jener verkehrten Gemüther vermehrend, diesem Himmel schmeicheln, um aufErden besser ihr Wesen treiben zu können, sondern die den Geist der Vollkommenheit im Geiste und in der Wahrheit anbeten lernen und jene Gottesfurcht erlangen, die der Weisheit Anfang ist, die das Leben des Erdensohnes veredelt und ihn demjenigen immer näher bringt, in dessen Bilde er geschaffen wurde." — Ueber die Art und Weise, wie beim Geschichtsunterrichte die Bedeutung der beiden andern biblischen Religionen zu würdigen sei, heißt es S. 80, daß der Lehrer bei der römischen Geschichte Veranlassung nehme, vyn der Einführung und Ausbreitung des Christenthums zu sprechen, wobei er, sowie bei dem späteren Auftreten Muhameds, darauf aufmerksam zu machen habe, „wie dt'e geoffenbarte Religion, dieser köstliche Diamant, der anfangs im Besitze eines winzigen Völkleins war, sich nach und nach, wenn gleich unter anderer Fassung, unter Gottes weiser Veranstaltung, auch auf andere Völker vererbt und auf der ganzen weiten Erde feine Lichtstrahlen verbreitet, um so einst jene große Verheißung in Erfüllung zu bringen: