Der israelitische Volkslehrer
- Journal
- Der israelitische Volkslehrer
- Volume
- 2 (1852)
- Issue
- Heft 2 (Februar 1852)
- Date
- 1852-02-01
- Page
- – (sequence 16)
- Language
- German
- Belongs to
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40 iLlüchersKau^ wägenswerth, sehr bedeMlich sogar, i;nd G mußte der Verfasser von vornherein und vor Allem die freilich für seine Stellung sehr schwierige Frage beantworten, was er unter dem Satze; „aller Unterricht sei religiös," verstanden wissen wolle, ob das Durchdrungensein des Unterrichts von jener Religion der Religionen, von jenen Hauptlehren von Gott und seinem heiligen Willen, worin die Menschen übereinstilnmen, oder das Hervortretenlassen jener religiösen -Lehren bshn- Unte^richG-- WMrch'die Menschen von einander g et r e nnt. werden,. In der. C o nfes.sionsschule wixd mehr - oder>^minder das Letztere zum Schaden, in der C o lnm u n a lsch u l e aber das - Erstexe zum Nutzen und Segen der Fall sein. Da wir nun immer, damit das Kind sich nicht als Katholik, als Protestant, als Jude, sondern als Mensch und Bürger fühlen lerne, ein. Lobredner der Co mmunalschulen sein und bleiben werden —- nur dort, ,wo es.lediglich eonfessionelle christli che Schulen gibt, muß es nothwendig auch etne eonfessionelle is raeli ti sch e Schule, geben — so-hätten wir allerdings die Frage von dieser. Seite vor All^m gerne beleuchtet gesehen. Doch über Standpunkte läßt sich nicht streiten. Der Verfasser beleuchtet sonst seinen Gegenstand viel--? seitig. Er theilt sein übersichtlich in dreiTheile; im ersten spricht er von den Lehrzweigen, im zweiten von deren Behandlung, im dritten entwirft er ein Bild des Lehrers,, wie er sein soll, Im ^erstey Theile nun scheint uns logisch das ein Hauptfehler zu sein, daß der Verfasser davon spricht wie die Lehrfächer zur- R eli g ionsb i l d un g beitragen, anstatt umgekehrt davon zu reden, wie die Religion, die Lenkung des Gemüthes zum Höheren empor, zur Hebung des Gegenstandes und zur Mehrung der Menschenbildung-in demseW beitrage. Denn es handelt sich für den praktischen^ Schulmann .bei dieser Fxag^ nicht, wie die Schule in ihren verschiedenen Fächern die ZM^lder A!eligion, sondern wie die -Religion hei Wr verschiedenen Fächern die ^Zwecke^ der Schul e fördern könne- und Me, um den Sinn des Schülers zu ^erheben > um überall die- Sache des Unterrichtes zum Werke der ErzieW Machen und.dieser die höhere Weihe und Einheit zu geben. -- Im Ein-