Mannheim
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  1. 1851-01-01 · Heft 1 (Januar 1851) · page 1

    I. Cinleitendes Wort. Die erste Veranlassung zur Herausgabe der vorliegenden Monatsschrift war die an mich von Seiten vieler meiner Zuhörer gerichtete Aufforderung, meine Predigten und schnfterklärenden Vorträge heftweise erscheinen zu lass…

  2. 1851-01-01 · Heft 1 (Januar 1851) · page 2

    2 etwaS beitragen kann, der säume nicht! Und ein Scherflein zu diesem Werke wünsche auch ich durch diese Schrift zu liefern. — Dieselbe wird enthalten: 1) Predigten, welche Fragen der Reform, sowie die höherenunterscheidenden Religionswahrh…

  3. 1851-01-01 · Heft 1 (Januar 1851) · page 3

    2. Predigt. Das mosaische Gesetz, beurtheilt vom Standpunkte feiner Zeit. Tert: Lxoö. 2t, 1. - Ps. 1l9, 1—3. (Gehalten in der Hauptsynagoge zu Frankfurt a. M. am Sabbath, den 4. KiSlew 56U 9. N^embe^M^^^ Der Segen des Ewigen und Einzigen im…

  4. 1851-01-01 · Heft 1 (Januar 1851) · page 4

    4 Das mosaische Gesetz Andächtige Zuhörer! Unsere Weisen sagen: „Für drei Dinge war Moses bereits ftür Leben einzusetzen, und deßhalb tragen sie seinen Namen durch die Ewigkeit., Diese drei Dinge sind: Israel, die Lehre vom einzigen Gott un…

  5. 1851-01-01 · Heft 1 (Januar 1851) · page 5

    vom Standpunkte seiner Zeit. L Anderen; »das Heilige wird entweiht, wenn ihr ihm die altehrwürdige Hülle entreißt!" so sagen die Einen; „Das Heilige wird entwürdigt, wenn ihr es mit veraltetem Kleide umhüllet!" so antworten die Anderen. Die…

  6. 1851-01-01 · Heft 1 (Januar 1851) · page 6

    « Das^Maische Geseb ' I. Erstens vollkommener. /^N D'VN ^V'» „Hell den Vollkommenen im Wandel, :> MVQ V^NN Die da geh'n nach Gottes Lehre.- Womit beginnt also jener heilige Mann, der in achtfachem Alphabetß das göttliche Gesetz hundertfälti…

  7. 1851-01-01 · Heft 1 (Januar 1851) · page 7

    vo« Standpunkte seiner Zeit. 7 Brust, den Zug des Herzens zu feinem Schöpfer, verklingen, erschlaffen lassest! Wende dich der himmlischen Lehre Israels mit ganzem Herzen zu; sie bietet vollkommmene Befriedigung jener Sehnsucht nach Gott; si…

  8. 1851-01-01 · Heft 1 (Januar 1851) · page 8

    s " Das mosaische Gesetz einem bloßen Geräthe des betreffenden Hauses erniedrigt zu sehen. Denken wir uns nun, die Israeliten kämen fetzt nach Palästina zurück, wollten dort gewissenhaft die mosaischen Gefetze und pünktlich erfüllen, sie wu…

  9. 1851-01-01 · Heft 1 (Januar 1851) · page 9

    vvm Standpvnkte femer Zelt. 9 wählt haben würde, um den Abscheu und die Bestrafung an den Tag zu legen. Denn das menschliche Gefühl bleibt immer dasselbe^ aber die Ausdrucksweise, worein Sitten und Schicklichkeitsregeln es kleiden, wechselt…

  10. 1851-01-01 · Heft 1 (Januar 1851) · page 10

    Das mosaische Gefetz Gebete/geistig, oHne Opfer, ein bedeutender Fortschritt; jenes Zug estandn iß liegt weit hinter uns, kann n i e mehr gemacht werden, df"n es hätte ja von vornherein gar nicht stattgefunden, wenn das Volk, auf seiner dam…

  11. 1851-01-01 · Heft 1 (Januar 1851) · page 11

    vom StasdpMlkte seiner Zeit. Leibes überall denselben Bau und Verlauf hat, ebenso für ihr * tiefstes Seelenbedürfniß,. die Religion, zu verschiedenen Zeiten verschiedener Formen bedürfen, wenn auch das innerste Heiligthum des Meuschenherzen…

  12. 1851-01-01 · Heft 1 (Januar 1851) · page 12

    DaS mosai^ und Gedankenlosigkeit ist überall die größte Feindin der Religion. — Freue dich darum, Israelit?, einer Religion anzugehören welche den blinden Glauben unbedingt verwirft; welche das Wort „Glauben" in dem Sinne von Annehmen unver…

  13. 1851-01-01 · Heft 1 (Januar 1851) · page 13

    vom Etandpüttlte seiner Zeit. Religion stehen, vom bloßen Hörensagen so einleuchten, daß sie ausrufen, d a s i st weise und groß? — Nein, Israeliten, das ist nimmermehr anzunehmen; und darum seid versichert, daß jene Gesetze, deren Sinn wir…

  14. 1851-01-01 · Heft 1 (Januar 1851) · page 14

    Da» mosaische Gefetz und Derehnmg in Anspruch, wenn wir um vierthalStaufend Jahre zurückgehen! Ich ftage aber unsere Brüder, welche der alten Richtung folgen, sie sollen sich einmal in Gedanken in die Lage versetzen, daß sie heute nach Palä…

  15. 1851-01-01 · Heft 1 (Januar 1851) · page 15

    vom Standpunkte seiner Zeit. muß uns besser, edler, gerechter, gütiger — mit einem Worte, sie muß uns menschlicher machen. Und das in derThat Hut unsere heilige Thora; N'NII'NZ ^21 'NN N'NI ihre Wege sind Wege voll Lieblichkeit, und alle ih…

  16. 1851-01-01 · Heft 1 (Januar 1851) · page 16

    16 . Das mosaische Gesetz Geringsten im Volke, und ein schöner Bibelspruch, zur rechten Zeit in'S. Gemüth gerufen, bat die Kraft/den Menschen vom Dösen abzuhalten, auf die Wege der Glückseligkeit zurückzubringen: -N^^VS^^ Ja, keine Uebeltha…

  17. 1851-01-01 · Heft 1 (Januar 1851) · page 17

    » vock Stanbpunve Mir Zeit. ^7 beschämend und weit hinter sich lassend' gar manche Gesetzgebung späterer und neuester Zeit; finden wir, sage ich, in dieser heiligen Thora wieder so Manche Gesetze, die auf Trennung abzielen, Absonderung bewi…

  18. 1851-01-01 · Heft 1 (Januar 1851) · page 18

    18 Das mosaische Gesetz vom Standpunkte seiner Zeit. Wortes, daß der Funke zu einer Flamme auflodere, ähnlich derjenigen, welche Moses im Dornbusche sah, erleuchtend, erwärmen^ nicht verzehrend! Tretet heran, Ihr vor Allen, Väter und Mütter…

  19. 1851-01-01 · Heft 1 (Januar 1851) · page 19

    s. Das rechte Opfer. Eine Parabel. (Borgetrage« in einer Schrifterklärung über 2. B. M. 20, 2t; am Sabbath, des 27. Cheschwan 56t 1 2. Nov. 1850.) „Womit soll ich dein Ewige» aufirarten? mich unterwürfig zeigen Gott in der Höhen? soll ich i…

  20. 1851-01-01 · Heft 1 (Januar 1851) · page 20

    SV / Aas nchte Opfer, Herr! Als Wir einem früheren Herrn dienten, da regte dieser daS Reich auf zum Kampfe gegen ein anderes Reich. Ich hatte einen einzigen Sohn, welchen ich hingab für das Reich. Er fiel im Kriege 5 mein Liebstes und Teuer…