Der israelitische Volkslehrer
- Journal
- Der israelitische Volkslehrer
- Volume
- 2 (1852)
- Issue
- Heft 2 (Februar 1852)
- Date
- 1852-02-01
- Page
- – (sequence 11)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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Das Walte« Gottes tc. 35 eignisse , die auf unserm LebenswM oft unerwartet uns entgegentreten, unser Herz und Auge zu Gott emporrichten, indem sie uns als eine Kunde, als eine ernste Mahnung des Himmels erscheinen, indem sie uns Gottes allmächtiges Walten tief empfinden und erkennen lassen: so sind es doch namentlich die höheren, ganze Länder und Völker umfassenden Schicksale, die als deine Boten, o Gott, uns Kunde bringen von deinem allmächtigen Walten; so sind es namentlich die allgemeinen Ereignisse und Begebenheiten auf der Schaubühne der Weltgeschichte, die uns erkennen lassen, wie vor deinem heiligen Willen die Klugheit der Klugen und die Einsicht der Einsichtigen zu Schanden wird; wie dein göttlicher Geist, vor welchem der Mensch von seiner stolzen Höhe in den Staub darnieder sinkt, das ganze Leben der Menschen und der Völker durchdringet, beherrscht und leitet, um den einzelnen Menschen wie die gesammte Menschheit auf dem von dir vorgezeichneten Wege ihrem Ziele entgegen zu führen; die uns erkennen lassen, daß du in deiner hohen Weisheit „richtest die Welt mit Gerechtigkeit und die Nationen mit Geradheit"; daß/wie das Herz, also auch die Macht der Fürsten nnd der Völker in Gottes Hand sind, „wie Wasserbäche, die er lenket, wohin Er will." Dieses Bewußtsein, das so geeignet ist, zu demüthigen den Stolz der Hohen und niederzubeugen den Hochmuth der Gewaltigen dieser Erde, die da sprechen in der Vermessenheit ihres Eigendünkels : „wer wird uns von unserm erhabenen,V.4. felsen festen Wohn sitze indieTiefehinabstürzen"; es erfüllt das Herz der Schwachen und Ohnmächtigen mit freudiger Erhebung und mit trostvoller Zuversicht. Denn freudig begrüßt werden; und wir find überzeugt, daß unser verehrter College der bisher immer treu zur Sache des Fortschrittes gehalten hat, dazu seinerseits gerne die Hand bieten wird. — Der dreijährige CycluS bahnt sich, wie uns aus verschiedenen Zuschriften hervorgeht, immer mehr Weg, und wir werden demnächst über dessen Verhältniß zu dem Umfange des PantateuchS eine übersichtliche Mitteilung geben. Anm. d. HerauSg.