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Der israelitische Volkslehrer · 1852-02-01 · Heft 2 (Februar 1852) · page 15

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Journal
Der israelitische Volkslehrer
Volume
2 (1852)
Issue
Heft 2 (Februar 1852)
Date
1852-02-01
Page
– (sequence 15)
Language
German
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Schulschristen. 39 gegnen^ Von hier aus beurtheile ich alle Lehrfächer der Volkse schule, die ich als einzelne Aeste des ganzen Lebensbaumes — der Religion betrachte." Eben so treffend spricht derselbe (S. 12) von der Nothwendigkeit einer religiösen Durchbildung: „so Manches wird in den Schulen für das Vergessen gelernt, aber die Religion mit Allem, was dazu gehört, soll immer lebendig bleiben. Es gibt Lagen und Verhältnisse im. Leben, wo alle Kenntnisse und Geschicklichkeiten nicht ausreichen, die Religion allem kann sie mildern und erträglich machen. Sie bleibt dem Herzen noch, wenn Alles, was die Welt hat und gibt, schwindet und vergeht." Jnsgleichen heißt es S. 13, ganz im Geiste der oben (Nr. 5) mitgetheilten trefflichen Predigt unseres Freundes: „wenn unsere Kinder auch noch so geübt sind im Schreiben, Lesen und Rechnen; wenn sie die Regeln der Sprache noch so genau inne haben, die Thiere, Pflanzen und Steine auf dem Schauplatze ihres Lebens (Daseins) noch so gut kennen; von den Weltbegebenheiten noch so viel zu erzählen wissen und Berge, Flüsse, Seen und Städte der entferntesten Länder herzusagen vermögen: ohne Gottes fürcht werden sie nur ein Wissen, nie aber jene Weisheit und Erkenntniß erlangen, deren Ruhm unvergänglich ist." — Das ist Alles sehr wahr, aber doch in Betreff des von dem Verfasser behandelten wichtigen Gegenstandes in seiner ganzen Richtigkeit nur vom israelitischen Standpunkte aus zu sagen, weil wir so glücklich sind, durch die allverbindende Lehre des einzigen Gottes> welche der Vernunft keinen Zwang anthut, einen allgemeinen, menschheitlichen Stakdpunkt einnehmen zu können. Ob es überall zu empfehlen, ,>daß aller Unterricht religiös sei," welches leicht so zu nehmen ist, und wohl auch so genommen wird, daß nicht etwa die Religion, sondern die C o nsession in alle Lehrgegenstände sich mische, die Geschichte also hier vom katholischen, dort vom protestantischen Ständpunkte aus gelehrt werde, hier z. B. die Reformatoren des Mittelalters als Muster zu den „Wohlthätern ihrer Zeit und der Nachwelt" (S. 18), dort aber als abschreckende Beispiele zu den Männern gezählt würden, „welche den Fluch ganzer Generationen auf sich zogen" — das scheint uns d och sehr er-

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