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134 leicht gebogen, genug, um dem Gesicht das unverkennbare Rassenmerkmal ihres Volkes auszudrücken. Aber das vermochte das-Gepräge der Vornehmheit nicht zu beeinträchtigen^ durch die Frau Geheimrath Benas sich auszeichnete. Ihr rascher Bli…
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135 die Talmudgelehrsamkeit fortgesetzt hätte. Aber zwischen einem jüdischen Gelehrten oder einem Rabbiner von heutzutage und einem Geheimen Kommerzienrath war der letztere schon vorzuziehen, und mit einem Stolze, der ihr wohl anstand und d…
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136 Heimen Kommerzienrath die Rede war. — Das war ihr im Ohre haften geblieben. Man hatte seitdem gelernt, sich zu bescheiden, sich zurückzuziehen und mit dem in besseren Zeitläuften Errungenen zufrieden zu sein. Josua Benas vergrößerte sei…
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137 „Na, von wem? Du machst mich neugierig, wie soll ich wissen, von wem ..." „Ich werde es Dir sogleich sagen, aber bitte setze Dich ruhig neben mich, weil wir wegen der Antwort uns berathen müssen." Sein Auge suchte« die Uhr. „Um halb sec…
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138 „In einer Familienangelegenheit? Der? Was will er von der Familie? Mit einem Mal? Plötzlich? Wirklich komisch! Eine Familienangelegenheit . . ." „Er bittet, der Kürze der Zeit wegen, eine Antwort ihm telephonisch ins Auswärtige Amt zu ü…
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139 „Ich werde also durch Franz telephoniren lassen, daß wir zu Hause sind und ihn erwarten." Sie stand in der Thür. „Ja, gut, thue das ..." antwortete er, bereits mit den Papieren beschäftigt, die der Prokurist vor ihm ausgcbreitet hatte. …
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140 „Muß man denn Cariere machen?" „Man will und man muß . . . warum soll man nicht wollen?" „Was fehlt dem Herrn Geheimrath?" Haben Sie etwa keine Carriere gemacht? Wenn man 1472% Dividende giebt, so ist das etwa keine Carriere? Und wenn m…
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141 Rabbi Mei'r Friedländers Familie zu stammen ... ich ließ keinen Solchen über meine Schwelle." „Beruhigen Sie sich, Elkisch." „Warum soll ich mich beruhigen? Ich bin gar nicht beunruhigt. Was geht das mich an? Meinetwegen, der Herr Gehei…
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142 Geheimrath ging ihm einige Schritte entgegen, begrüßte ihn formell, aber sehr zuvorkommend und stellte ihn seiner Gattin und seiner Tochter Rita vor, die bei seinem Eintritt den neuesten Fontane, den sie gelesen hatte, auf eine Bücheret…
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…." Etwas zögernd, wie von innerer Abneigung beherrscht, erhob sich der junge Mann und schob ein Rauchtischchen, das mit allerhand Rauchrequisiten besetzt war, heran. Cigarrenkisten und Cigaretten standen geöffnet darauf. Weilen betrachtete mit Kenne…
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… eine jüdiische Wochenschrift in die Hand, in der auf dieses seltene Fest und auf die Bedeutung Leopold Friedländers in Rawitsch hingewiesen wurde. Mir war dies uichts Neues, denn in meinem Elternhause wurde oft von dem ältesten Bruder meiner Mutte…
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145 Bilder, die nicht verblaßt sind im Laufe der Zeit und nicht nachgedunkelt." Rita hatte ihn unverwandt angeblickt. Jetzt reichte sie ihm die Birne hinüber. „Es wäre aber für die Ausgestaltung unseres Lebens wünschenswerther, wenn man die…
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146 „Mein verehrter Herr Geheimrath, ich arbeite augenblicklich im Ressort für Preßangelegenheiten," gab er lachend zurück „und dort findet sich Alles. Dort fand ich auch die Notiz über den bevorstehenden neunzigjährigen Geburtstag von Leop…
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147 er, der älteste von Rabbi Eliesers Söhnen immer mit großem Eifer betrieben hatte. Er wird auch in der ganzen Gegend verehrt, als ob er selbst ein Rabbi wäre, würdig das geistige Erbe seines berühmten Vaters zu erhalten." „Diese verschie…
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148 gesprochen worden. Auch von der außergewöhnlichen Begabung ihres Sohnes Victor und auch davon, daß Ihr Herr Vater sich von der Familie gänzlich ferngehalten hat nach dem Tode seiner Frau." „Ich kenne die Ursachen nicht, nur das Resultat…
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149 Das Gespräch war hauptsächlich zwischen der Geheimräthin und ihrem Vetter geführt worden. Die Uebrigen waren stillschweigende Zuhörer. Jetzt aber sagte der Kommerzienrath: „In großen, sehr weit verzweigten Familien kommen solche Dinge h…
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150 schastlicher Beziehung zu uns stehend mir vorstellt . . . ganz entfernt von Rabbi Elieser abstammend oder von Rabbi Mein, dessen Vater, ich komme dann immer aufs Nene zu der Ueberzeugung, daß alle Juden unter einander verwandt sind." „D…
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151 aus bunter florentinischer Holzarbeit, Intarsien aus dem 16. Jahrhundert, der Stammbaum. Auch hier der große Stil des Hauses und doch etwas Trauliches, Anheimelndes in dem mit seinem Geschmack ausgestatteten Raum. Nicht ein Boudoir im g…
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152 „Und Sie kennen die Basen und Vettern persönlich?" „Viele von ihnen." „In, welchen Lebensstellungen befinden sie sich?" „In allen möglichen, Herr Regierungsrath, sehen Sie nur diese vielen Zweige und Verästlungen. Da ist kaum ein Beruf,…
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153 Sie sich losgesagt hätten von ihr. Man hörte nur," sie stockte plötzlich. „Ihre Gründe find bedeutungsvoll, Fräulein Rita, der abgebrochene Zweig wagt es nicht, Cousine zu sagen," ein eigenes Lächeln umspielte seine Lippen, „aber ich mö…