Mannheim
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188719001913
  1. 1888-01-01 · 1888 · p. Seite XII

    XII als gute Frankfurter Jungen, neben zerrissen auch verrissen nennen und dazu als Beispiel angeben: mein Buch ist mir verrissen gangen; — oder die zu dem Verbum spotten neben verspotten auch ausspotten beibringen, und was dergleichen mehr…

  2. 1888-01-01 · 1888 · p. Seite XIII

    Ml weisen — unterrichten, belehren, aufklären u. s. w.; befehlen — gebieten, verordnen, vorschreiben, anordnen, heißen u. s. w. Nur so kann man den Schüler befähigen, die in Aufsätzen so schwer zu beseitigende öftere Wiederholung desselben …

  3. 1888-01-01 · 1888 · p. Seite XIV

    XIV familien gar nicht eher einordnen lassen, als man nicht die Zeit für gekommen hält, den Schülern etwas über den Bedeutungswandel zu sagen. Das gilt z. B. für Muße. Dies Wort gehört zu müssen, das ursprünglich bedeutet: „Platz, Spielraum…

  4. 1888-01-01 · 1888 · p. Seite XV

    XV Schülern recht klar zu machen, daß das Verbum finitum der Träger des Satzes ist, daß ohne ein solches kein Satz möglich ist, daß also jeder Satz mindestens ein Verbum finitum enthalten muß. 1. Prädikat und Subjekt. Daß Prädikat und Subje…

  5. 1888-01-01 · 1888 · p. Seite XVI

    ZFl Lehre, die Lyon für den Unterricht verwendet wissen will, wäre nur das eine einzuwenden, daß nicht recht abzusehen ist, warum die Schüler auf der unteren und mittleren Stufe mit solchen Distinktionen geplagt werden sollen, die doch nur …

  6. 1888-01-01 · 1888 · p. Seite XVII

    XVII 2. Analysieren von Sätzen. Daß beim Analysieren von Sätzen nicht mit der Aufsuchung des Subjekts (durch die Fragestellung: wer oder was thut oder leidet etwas? oder: von wem wird etwas ausgesagt?) zu beginnen ist, sondern daß zuerst da…

  7. 1888-01-01 · 1888 · p. Seite XVIII

    XVIII Er'fügt aber hinzu: „Jedoch in Sätzen, in denen zwei Nomina als Subjekt und Prädikat mit einander verbunden sind, bezeichnet man immer dasjenige Wort als Subjekt, von dem etwas ausgesagt wird" u. s. w. Dies trägt meiner Ansicht nach d…

  8. 1888-01-01 · 1888 · p. Seite XIX

    XIX attributiven Adjektiv auf eine Stufe zu stellen, und ebenfalls als Attribute anzusehen. Dem würde meiner Meinung nach abgeholfen, und man würde das Verständnis wesentlich fördern, wenn man zwischen Attribut im engeren und Attribut im we…

  9. 1888-01-01 · 1888 · p. Seite XX

    XX Attribut kennt, wird es ganz geläufig sein, daß z. B. 1) ein Thor von Eisen ebenso ein Attribut enthält, wie 2) ein eisernes Thor. Wenn er auch sieht, daß dort zur Bildung des Attributs ein Substantiv mit einer Präposition, hier aber ein…

  10. 1888-01-01 · 1888 · p. Seite XXI

    XXI Daß man auch bei Annahme dieser Einteilung in jedem Falle sich die Wortart nennen lassen kann, durch die das Attribut ausgedrückt ist, versteht sich von selbst. Von allem diesem gehört nach Sexta nur das Einfachste und Verständlichste v…

  11. 1888-01-01 · 1888 · p. Seite XXII

    XXII der deutschen Benennungen nur noch mehr belastet. Und doch wird man aus pädagogischen Gründen gerade auf der unteren Stufe nicht wohl auf diese letzteren verzichten können. Nur sollte man dabei als Grundsatz festhalten, nicht aus einer…

  12. 1888-01-01 · 1888 · p. Seite XXIII

    xxm Subjekt beschränkt bleibt. Nimmt man sie aber an, so sollte man die weitere Untereinteilung in transitive und intransitive bei Seite lassen. Denn saßt man mit Heyseals intransitiv alle subjektiven und diejenigen objektiven, die mit Geni…

  13. 1888-01-01 · 1888 · p. Seite XXIV

    XXIV Lesestücken an geeigneten Sätzen desselben vorzunehmen und darauf zu achten, daß in der passivischen Neubildung dasselbe Tempus genommen wird, wie es in dem im Buche vorliegenden Falle im Aktiv stand. — Bei dieser Gelegenheit sind auch…

  14. 1888-01-01 · 1888 · p. Seite XXV

    XXV falsch sei, daß vielmehr der Konj. des Imperfekts einzutreten habe. Dabei wird man das Notdürftigste zum Verständnis des Ausdrucks „indirekte Rede" aus den Schülern, die in Quinta vorher schon mit dem Wesen der „direkten Rede" bekannt g…

  15. 1888-01-01 · 1888 · p. Seite XXVI

    XXVI bekannt machen. Auch von der praktischen Seite empfiehlt sich das, denn hat man den Schüler nach und nach daran gewöhnt, Verben nach den verschiedenen Ablautsreihen zu betrachten und zu ordnen, so ist das entschieden ein recht gutes un…

  16. 1888-01-01 · 1888 · p. Seite XXVII

    XXVII wie binde, band, gebunden — spinne, spnnn, gesponnen und gelte, galt, gegolten u. s. w. (man vgl. die Einteilung der Ablautsreihen in den Grammatiken), eigentlich zu einer und derselben Masse gehören? Das setzt schon ein viel reiferes…

  17. 1888-01-01 · 1888 · p. Seite XXVIII

    XXVIII vr. Jakob Auerbach. Von Direktor vi. Baer Wald. vi-. Jakob Auerbach stand im vier und dreißigsten Lebensjahre, als er im April 1843 an unsere Schule berufen wurde, und hat sechs und dreißig Jahre segensreich an derselben gewirkt. Von…

  18. 1888-01-01 · 1888 · p. Seite XXIX

    …die fortan für das ganze Leben innig verbunden blieben, eine Aufzeichnung Jakobs, aus welcher wir Folgendes mitteilen: „Berthold Auerbach kam 1827 von Hechingen nach Karlsruhe, wo sein Onkel Mayer Auerbach lebte. Seine früher wohlhabende Familie in Nordstet…

  19. 1888-01-01 · 1888 · p. Seite XXX

    … Aufsätze, die für uns eigentlich gar keinen Wert hatten, so namentlich auch „Persepolis", und in späteren Jahren, wenn Berthold Auerbach von jenen Zeiten sprach uöd daran erinnerte, wie sehr wir im Dunkeln herumtasteten, pflegte er zu sagen: „Persepolis ha…

  20. 1888-01-01 · 1888 · p. Seite XXXI

    XXXI Freund dort zu treffen, der ihm „beratend, beurteilend zur Hand gehen sollte". Er lud ihn dringend ein, zu ihm zu kommen: „Ich kann Dir, ohne mich im mindesten einzuschränken, so viel geben, als Du brauchst; beweise mir nun, daß Du wah…