Mannheim
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188719001913
  1. 1892-01-01 · 1892 · p. Seite 11

    - 11 — ihre Schande vor den Christen zu verbergen. Ja, der Rat leiste sogar ihrer abergläubischen Religion direkt Vorschub, denn er gestatte, zur Feier des Laubhüttenfestes Reiser aus dem Stadtwald zu holen. Am 11. November gelangten diese …

  2. 1892-01-01 · 1892 · p. Seite 12

    - 12 - Mit der Judenfrage beschäftigte sich nur der Artikel 22 des Bürgervertrags. Von all den Klagen der Zünfte hielten die Kommissarien nur zwei für berechtigt, die Beschwerden über den hohen Zinsfuß und die zu große Anzahl der Juden. Des…

  3. 1892-01-01 · 1892 · p. Seite 13

    - 13 - ins Werk. Er ließ die Verpfändungsurkunde Karls IV. durch Abschriften vervielfältigen und unter die Menge verteilen; auch las er verschiedene städtische Privilegien und Auszüge aus der Stättigkeit vor, alles in der Absicht, die Bürge…

  4. 1892-01-01 · 1892 · p. Seite 14

    — 14 — der Ausschuß die Hoffnung, daß man ihn ungestört walten lassen würde, umsomehr, da er wußte, welche Besorgnis der Landgraf Ludwig hegte, die Bürger könnten sich der Union anschließen, wenn man zu hart gegen sie vorgehe. Er erhob imme…

  5. 1892-01-01 · 1892 · p. Seite 15

    2) Nur diejenigen, die mindestens 15000—20000 Gulden besitzen, dürfen in der Stadt bleiben. 3) Die übrigen Juden haben sich binnen 8—14 Tagen nach dem Ausweisungsbefehl mit den städtischen Rechenmeistern abzufinden und die Stadt zu räumen. …

  6. 1892-01-01 · 1892 · p. Seite 16

    - 16 - gehörten viele Schulmeister, die ihr Vermögen auf zehn Gulden angaben. Ihnen allen wurde bedeutet, binnen 8—14 Tagen ihre geschäftlichen Verpflichtungen zu erledigen und nach Erlegung des Abzugsgeldes — 10"/y des Vermögens — die Stad…

  7. 1892-01-01 · 1892 · p. Seite 17

    - 17 - er nun. Um es aber andrerseits mit dem Ausschuß nicht ganz zu verderben, erließ er eine Reihe von Verordnungen, die jeden Zweifel an seiner judenfeindlichen Gesinnung niederschlagen sollten. So untersagte er ihnen, zum Laubhüttenfest…

  8. 1892-01-01 · 1892 · p. Seite 18

    — 18 — dachte sie gar nicht mehr daran, den Kompromiß zu halten und sich den Befehlen des Kaisers zu fügen; sie sah sich vielmehr nach auswärtigen Bundesgenossen um, die ihr einen Rückhalt bieten sollten. So knüpfte sie mit dem Kurfürsten v…

  9. 1892-01-01 · 1892 · p. Seite 19

    — 19 — und jeder einzelne beharrte dabei, daß die Berichte der Judenschaft an den Kaiser niemals von der Wahrheit abgewichen seien. So hatte der Rat wenig Grund, mit dem Ergebnis der Verhöre zufrieden zu sein, und hat die Protokolle wohl sc…

  10. 1892-01-01 · 1892 · p. Seite 20

    - 20 - Gewitter hielten. Auch Fettmilch traf Vorkehrungen, als ob ein militärischer Überfall zu befürchten sei, und ließ Thore und Wälle scharf bewachen. Doch Mathias zog mildere Seiten auf. Am 26. Juli sandte er ein Mandat, worin diejenige…

  11. 1892-01-01 · 1892 · p. Seite 21

    — 21 — auf der Schmidtstube die Rede davon war, man müsse die Juden einmal plündern, und daß Fettmilch die an ihn ergangene Aufforderung, die aufgeregten Gesellen zu beschwichtigen, rundweg zurückwies. Durch einen Handstreich auf die Judeng…

  12. 1892-01-01 · 1892 · p. Seite 22

    — 22 — Fässer weg, und durch das jetzt weit geöffnete Thor ergoß sich die beutegierige Menge. So schnell wichen aber die Verteidiger der Übermacht nicht; mit Schwertern und Hellebarden hieben sie auf die Eindringlinge ein, verwundeten viele…

  13. 1892-01-01 · 1892 · p. Seite 23

    …die Stadt zurück, wo sie bei Christen Unterschlupf fanden, die andern aber fuhren teils mainaufwärts nach Offenbach und Hanau, teils mainabwärts nach Höchst, wieder andere zogen zu Fuße weiter in benachbarte Orte. Fast überall wurden sie bereitw…

  14. 1892-01-01 · 1892 · p. Seite 24

    — 24 — zu verfahren, da andernfalls ihr Leben gefährdet sei. Waren sie doch noch immer Gefangene des Ausschusses, und wenn man ihnen auch jetzt etwas freiere Bewegung gestattete, so wurden sie doch noch auf Schritt und Tritt von bewaffneten…

  15. 1892-01-01 · 1892 · p. Seite 25

    …n er nach den gestohlenen Sachen sahnde und sie sich abliefern lasse; übrigens wolle er die Juden beschicken und ihnen „allerhand zu Gemüte führen", um sie zur Einstellung ihrer Forderungen zu bewegen. Die Kommissarien gaben einstweilen keine direkt…

  16. 1892-01-01 · 1892 · p. Seite 26

    — 26 - der Hauptangeklagten während des Prozesses stand im schroffsten Gegensatz zu ihrem früher zur Schau getragenen Übermut. Jeder von ihnen suchte sich dadurch zu entlasten, daß er sich als Verführten, die anderen als Verführer hinstellt…

  17. 1892-01-01 · 1892 · p. Seite 27

    - 27 — ritt in die Gasse voran, und unter den Klängen seiner munteren Weisen kehrten die Juden nach langer Leidenszeit „in Friede und Sicherheit, in Wonne und Freude" *) in ihre früheren Behausungen zurück. Unter wesentlich anderen Bedingun…

  18. 1892-01-01 · 1892 · p. Seite 28

    — 28 — Schutnachrichten. I. Allgemeine Lehrverfassung. 1. Übersicht über die einzelnen Lehrgegenstände und die für jeden derselben bestimmte Stundenzahl. ^. Realschule. _ Lehrgegenstände. I» I» II» 11^ III» IHK IV V VI Summa 2 2 2 1 1 2 2 2…

  19. 1892-01-01 · 1892 · p. Seite 29

    — 29 — 3. Übersicht über die Verteilung der Stunden unter die einzelnen Lehrer im Schuljahre 1891/93. Lehrer. Klassenlehrer in Realschule. Vorschule. la.! Id IIa j Ild lila I Illd! IV! V Z VI 1. 2. 3. Director: 1. vr. Iiaerwatd * 2 Rel gion…

  20. 1892-01-01 · 1892 · p. Seite 30

    — 30 — 3. Übersicht über die während des abgelaufenen Schuljahres erledigten Lehraufgaben. ^.Realschule. Prim a.*) Klassenlehrer: la Oberlehrer Wertheim. Id Oberlehrer vi-. Epstein. Religionslehre: a. Religion 2 St. Hauptmomente der jüdisch…