Mannheim
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  1. 1923-01-01 · Heft 2-3 · p. Seite 21 · Mendl Ruhig

    21 MENORAH zur Schule gingen, ans Fenster klopften, spTang Flock lautlos auf, und seine verschlafenen Augen erschienen hinter den Scheiben. Die Pfoten hob er drohend gegen die Störer. Da leuchtete ein wehmütig nasser Schimmer in Mcndls Blic…

  2. 1923-01-01 · Heft 2-3 · p. Seite 22 · Mendl Ruhig

    22 MENORAH Ortes fand ct keinen, dessen Seele ohne Makel war. Hatte ihn Gott nur deshalb dulden lassen, um ihn einst vor allen anderen auszuzeichnen? Solcherlei ging ihm durch den Kopf, seine Gedanken verwirrten sich, er fand sich nicht meh…

  3. 1923-01-01 · Heft 2-3 · p. Seite 23 · Mendl Ruhig

    …uernd verbannt blieb, konnten die Eisenstädter Juden bald wieder ihr Gemeindeleben in leidlicher Sicherheit auflichten. Samson Wertheimer, einer der wenigen Männer, die durch ein kaiserliches Privilegium ( 1 708) begünstigt, in Wien verweilen durften, war e…

  4. 1923-01-01 · Heft 2-3 · p. Seite 24 · In an Old Jewish Town ; Aus einer alten Judenstadt

    …lichen Hofe in Gunst standen, für die Erhaltung der Gemeinde nachhaltg gesorgt. Am meisten tat aber in dieser Beziehung Samson Wertheimer, der ein Haus in Eisenstadt besaß und selbst eine Synagoge dort erbaute. Er war es auch, der der Gemeinde ihren Rabbine…

  5. 1923-01-01 · Heft 2-3 · p. Seite 25 · In an Old Jewish Town ; Aus einer alten Judenstadt

    …arkbreiter arbeitet an einer Geschichte der Eiscnstädter Fläuser, //. Figdor an neuerer Eisenstädter Familienforschung, Sandor Wolf aber hat eine mustergültige Studie geschrieben, die zugleich mit Wachsteins Werk erschienen ist: „Die1 Entwicklung des …

  6. 1923-01-01 · Heft 2-3 · p. Seite 26 · Die ekstatischen Erlebnisse

    26 M E N O R A H Eugen Höflich (M. J. ben Gawriel) „Die ekstatischen Erlebnisse" (Aus einem in Vorbereitung befindlichen gleichnamigen Buche des Autors) TANZ Im rasenden Tanz sich lösen, die Schwerkraft selbst überwinden im sinnlosen Drehen…

  7. 1923-01-01 · Heft 2-3 · p. Seite 27 · Die ekstatischen Erlebnisse

    27 MENORAH ich folgte den Spuren des Glücks und trieb in der Furt des Unglücks. Aber wahrlich, nicht ward ich beraubt der Blume der Hoffnung, selbst als ich an der Grenze des Paradieses haltmachen mußte und in der Ferne verdämmern sah die U…

  8. 1923-01-01 · Heft 2-3 · p. Seite 28 · Sabbatobst

    28 MENORAH hd For our Little ones / Für unsere Kleinen Sabbatobst Der kleine Dan schlug sein Heft zu. „Jetzt bin ich auch schon fertig!" rief er fröhlich. „Aber wieviel Fehler sind wieder in der Aufgabe?" fragte sein größerer Bruder Zewi sp…

  9. 1923-01-01 · Heft 2-3 · p. Seite 29 · Fashion Notes ; Modebericht

    29 M E N O R A H <^asßion SYotes! SYlodeßericßt DIE 11ERBSTMODE Nur ein kleiner Teil aller Mode formen, die im Kommen und Gehen ein immer rascheres Tempo einschlagen, dringt heule in die breiteren Schichten des Publikums. Dies hat rein fina…

  10. 1923-01-01 · Heft 2-3 · p. Seite 30 · Autumn Costumes ; Herbstkostüme [Illustration]

    30 MENORAH

  11. 1923-01-01 · Heft 2-3 · p. Seite 31 · Children's Fashion ; Kindermode [Illustration]

    MENORAH 2. 3. 4. 1. Cliildren's frock; sand-coloured „Tricot" arranged with blue silk. — 2. Jacket of red woolen cloth with fur-rollar (Biberelte) skirt with red and brown stripes. — 3. Children's coat. Perllainc with high collar and pockct…

  12. 1923-01-01 · Heft 4 · p. 1 · Die drei Jahre des Sir Herbert Samuel

    MENORAH ILLV5TRATED MoNTHLY FOR THE JeWLTH HOME Illu^tr.Monat^chriftFür Die Jüdische Familie Wladimir Jabotinsky/ Die drei Jahre des Sir Herbert Samuel Mit einem außerordentlich schweren Gefühle werden diese Zeilen geschrieben. Es h…

  13. 1923-01-01 · Heft 4 · p. Seite 2 · Die drei Jahre des Sir Herbert Samuel

    2 MENORAH 3 Der jüdische Oberst Margolin, clem Tcl-Aviv seine Rettung zu verdanken hat, wurde nach einigen Tagen abgesetzt. Auch der Hafenkommandant, Major Jcunc, der einzige christliche Offizier, der mit einem Revolver in der Hand das Haus…

  14. 1923-01-01 · Heft 4 · p. Seite 3 · Die drei Jahre des Sir Herbert Samuel

    3 MENORAH intervenieren und Sir Samuel bekam darauf aus dem Ministerium den Vorschlag zur Unterschrift der Konzcssion. Auf gleiche Obstruktion stießen auch andere kleinere Konzessionäre. Man sah einmal diesen, einmal jenen in London, wo sie…

  15. 1923-01-01 · Heft 4 · p. Seite 4 · Die drei Jahre des Sir Herbert Samuel

    4 MENORAH i Polihk nennt man sie höflicher — die ,,Ac!vokatenpsychologie". Ein Staatsmann mit einer Advokatenpsychologie lebt und handelt in der Überzeugung, daß die Well ein Gcrichlssaal ist, wo der siegt, der besser argumentiert, ergo arg…

  16. 1923-01-01 · Heft 4 · p. Seite 5 · Der Herbst

    MENORAH 2)er 3Ter6st Eine Predigt, gehalten am 16. Okiober 1826 (fr»C5/l mrC \S CT ) in Wien von /. /V. MANNHEIMER (1793—1865). -kc . :x MEINE ANDÄCHTIGEN ZUHÖRER! Es ist dahin die ernste feierliche Zeit unseres religiösen Lebens! Die Zeit …

  17. 1923-01-01 · Heft 4 · p. Seite 6 · Der Herbst

    …gen, aber nicht brechen und nicht verdrängen aus dem heimischen Boden. Das habt Ihr zu be- Landscape at Migdal (Lake of Tiberias) Landschaft bei Migdal am Tiberiassee denken, Ihr Jugendlichen und Blühenden. Es ist dieselbe lebendige, bildende Kraft…

  18. 1923-01-01 · Heft 4 · p. Seite 7 · The Development of the Jewish Theatre ; Die Entwicklung des jüdischen Theaters

    …uktionen nach Werken von Wilhelm W achtel I. Das jüdische Theater ist kaum ein halbes Jahrhundert alt. Sein Gründer ist Abraham Goldfaden, der das erste jüdische Theater im Jahre 1877 in Jassy ins Leben rief. Er war aus der ostjüdischen Aufklärung hervorgeg…

  19. 1923-01-01 · Heft 4 · p. Seite 8 · The Development of the Jewish Theatre ; Die Entwicklung des jüdischen Theaters

    8 M E NORAH scheint eine Darstellung des Versuches, die Determination zu überwinden, unnütz und frevlcrisch. Es hat darum nie ein jüdisches Theater gegeben. Der Purimschcrz und die Purimpossc (am Tage der Erinnerung an die Rettung der Juden…

  20. 1923-01-01 · Heft 4 · p. Seite 9 · The Development of the Jewish Theatre ; Die Entwicklung des jüdischen Theaters

    …elcher dem jüdischen Theater neue Wege weisen sollte, die der sozialen Entwicklung seines Publikums entsprachen. Es war Jakob Gordin. Die Absichten des Mannes, der, damals achtunddreißigjährig, den amerikanischen Boden betrat, waren ganz andere, als Th…