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19161920
  1. 1918-03-25 · Heft 12 (25.3.1918) · p. Seite 285 · Soziologische Tagebuchblätter

    265 Entwurfes, die internationale Kontrollkommissionen und einen internationalen. Nationalitätengerichtshof vorsahen, ausgeschieden. Auch liier gebührt das Verdienst, eine wenn nicht sofort akzeptable, so doch diskutable Grundlage späterer …

  2. 1918-03-25 · Heft 12 (25.3.1918) · p. Seite 286 · Soziologische Tagebuchblätter

    286 Ein entschlossenes Bekenntnis zum Minoritätsreclit würde Deutschland und Österreich in die günstige Lage .versetzen, gegenüber dem sham und cant der Gegner den Spieß umzudrehen und sie schwer ins Unrecht zu setzen» „Schon längst hätte Ö…

  3. 1918-03-25 · Heft 12 (25.3.1918) · p. Seite 287 · Deutschland

    …ngen im Rahmen der in Bukarest stattfindenden Friedensverhandlungen gemacht habe. Am Empfang nahmen teil die Herren Dr. James Simon (Hilfsverein der Deutschen Juden), Geh. Justizrat 0. Cassel (Verband der Deutsehen Juden), Dr. Paul Nathan (Hilfsverein…

  4. 1918-03-25 · Heft 12 (25.3.1918) · p. Seite 288 · Österreich

    288 lieh fordert der Entwurf, daß vom Kongresse geeignete Maßnahmen gegen die B e n a c h t e i 1 i g u n g d e t Juden am öffentlichen und sozialen Leben beschlossen werden. Der Stein ist ins Köllen gebracht. Soll das Werk gelingen, dann m…

  5. 1918-03-25 · Heft 12 (25.3.1918) · p. Seite 289 · Gustav Meyrink [Rezension]

    …Leiblichen zum Goistigen gefunden hat. Sigbert Feuchtwanger (München). Adam. Drama in einem Vorspiel und vier Akten von Arno Nadel. Leipzig, im Inselverlag 1917. Geh. 4 M., in Leinen 5 M. Die Versuche, biblische Stoffe in moderne Kunst umzusetzen, le…

  6. 1918-03-25 · Heft 12 (25.3.1918) · p. Seite 290 · [Rezension] / P. M.

    290 bösen und schlechten Prinzips, der schon durch das Aufeinanderprallen "der hellen und dunklen Rasse symbolisch dargestellt wird. Die geschlechtliche Vermischung indes weist auch hier schon auf die Einheit des Menschengeschlechts hin. Da…

  7. 1918-04-10 · Heft 13 (10.4.1918) · p. [Seite] · Hermann Cohen [Nachricht]

    …eLiiG Zeitschrift für Politik, Wirtschaft und Liierafur in Os! und West Erscheint zweimal Im Monat unter Mitwirkung von Alexander Eliasberg / Dr. Adolf Friedemann Geh, Justizrai Dr. Eugen Fuchs / Prof. Dr. Franz Oppenheimer Mltbegrandet von Hermann Cohen mmnm…

  8. 1918-04-10 · Heft 13 (10.4.1918) · p. Seite 292 · Die Judenfrage in Rumänien [Rezension]

    292 tnigschließenden anerkennen die Unabhängigkeit Rumäniens, knüpfen jedoch die Anerkennung an die Erfüllung der in den beiden nächsten Artikeln dargelegten Bedingungen." Und Artikel 44 beginnt: „In Rumänien darf der Unterschied des religi…

  9. 1918-04-10 · Heft 13 (10.4.1918) · p. Seite 293 · Die Judenfrage in Rumänien [Rezension]

    …Amerikas, die Reform erzwingen. Und Deutschland wird wieder einmal eine prachtvolle Gelegenheit verpaßt haben, sich als Wardein der Kultur und des Rechtes zu bewähren. Die Zeitungen melden: In seiner Rede vom 2. April 191S erklärte Graf C z e r n …

  10. 1918-04-10 · Heft 13 (10.4.1918) · p. Seite 294 · Die Liwaki

    294 Die Litwaki Eine Taisachenboleuchtuiig zur Ostjudenfrago von Prof. Dr. Otto v. Z w i e d i n e c k\ Karlsruhe I. Die politische F o r m e l ffp^f er Kampf der Polen um den Charakter ihres Staatswesens geht ^{felwl -*mmer no°k um ^e Gelt…

  11. 1918-04-10 · Heft 13 (10.4.1918) · p. Seite 295 · Die Liwaki

    295 Der Gedankengang, von dem die Polen in der Verfolgung ihrer Judenpolifcik sich leiten lassen, sozusagen die politische Formel, hängt ganz besonders eng mit dem zusammen, was man kurz dieLitwakenfrage nennen darf. Gerade auch ruhige und …

  12. 1918-04-10 · Heft 13 (10.4.1918) · p. Seite 296 · Die Liwaki

    296 Zeiten eine recht erträgliche, ja wie selbst von national-jüdischer Seite eingeräumt wd, eine freundliche. Vergleichsweise, d. h. zunächst insbesondere verglichen mit Verhältnissen, unter denen die Ostjuden sonst gelebt haben; zum Teil …

  13. 1918-04-10 · Heft 13 (10.4.1918) · p. Seite 297 · Die Liwaki

    297 berrschaft in Groß-, Kleinpolen und Mazowien, anfangs des 18. Jahrhunderts in der Haidamakenbewegung und dergleichen dürfen gewiß nicht auf das Konto der Polen geschrieben werden, die selbst darunter gelittenhaben; hier waren die Juden …

  14. 1918-04-10 · Heft 13 (10.4.1918) · p. Seite 298 · Die Liwaki

    …ekommen, der mit einem für die Juden so auffallend ungünstigen und unbilligen Urteil abschloß, daß der große Historiker Joachim Lelewel am Rande des Grabes gegen das Urteil feierlichen öffentlichen Protest einlegte. Auch die Freiheitsbewegung Ist duchaus …

  15. 1918-04-10 · Heft 13 (10.4.1918) · p. Seite 299 · Die Liwaki

    …umeist verständnislos gegenüberstanden. Erst durch den Krieg wurde es den meisten bewußt, daß auf dem weiten Gebiet von Riga bis Odessa, zwischen Polen, Litauern, Rumänen und Hussen in größeren Gruppen lebend, ein 6 bis 7 Millionen zählendes Vo…

  16. 1918-04-10 · Heft 13 (10.4.1918) · p. Seite 300 · Die Judenfrage als nationales Problem

    300 sondere Geistigkeit gepflegt und aus seiner von den Westjuden so verachteten hebräisch-deutschen Mundart eine Literatursprache gemacht hat, die so reich an eigenen Stimmungen, Tönen und Untertönen ist, daß es heute nach dem Urteil der b…

  17. 1918-04-10 · Heft 13 (10.4.1918) · p. Seite 301 · Die Judenfrage als nationales Problem

    50t Überhaupt wird man sagen müssen, daß die Abtrennung Polens, Litauens und Kurlands vom russischen Reich die Judenfrage des Ostens noch viel komplizierter macht, als sie es ohnedies ist. Gerade die kleinen Völker, die eine eigene städtisc…

  18. 1918-04-10 · Heft 13 (10.4.1918) · p. Seite 302 · Die Judenfrage als nationales Problem

    302 treten ist. Ein Judentum, das oft die Hälfte und mehr der ganzen Bevölkerung der Städte ausmacht, kann seine nationale Eigenart gar nicht aufgeben, selbst wenn os das wollte. Aber auch der Wille dazu wird sich im Ostjudentum schwerlich …

  19. 1918-04-10 · Heft 13 (10.4.1918) · p. Seite 303 · Die Judenfrage als nationales Problem

    303 Judenheit allerdings erst von der Entente anerkannt worden. Mit feinem, sicherem Gefühl für die moralischen Faktoren im Völkerleben hat die Entente die Forderung der Juden gerade in dem Moment zu der ihrigen gemacht, als die alte sagenu…

  20. 1918-04-10 · Heft 13 (10.4.1918) · p. Seite 304 · Die Judenfrage als nationales Problem

    •304 keinem Abbruch erleidet Das jüdische Volk, das überall nur Minderheit ist, soll hier auf schmalem Raum zur Mehrheit emporwachsen. Nur flache Aufklärung kann glauben, daß dies Ziel sich auch anderswo erreichen ließe. Wer jemals von dem …