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19111914
  1. 1913-07-01 · Heft 3 (Juli 1913) · p. Seite 65

    DER ANFANG ZEITSCHRIFT DER JUGEND HERAUSGEGEBEN VON GEORGES BARBIZON, BERLIN / SIEGFRIED BERNFELD, WIEN BERLIN I^hr~JÜLI 1913 Heft 3 WIEN „Der Anfang" erscheint als Monatsschrift zum halbjährlichen Bezugspreis von 2 […

  2. 1913-07-01 · Heft 3 (Juli 1913) · p. Seite 66

    kuttur" berichtet. Wir zweifeln nicht daran, daß das Material des Jugendmuseums' mindestens ebenso sehr, wie das Material eines Frauenmuseums', alle traditionellen Gegner jeder neuen zukunftsreichen und notwendigen Entwicklung in den Augen …

  3. 1913-07-01 · Heft 3 (Juli 1913) · p. Seite 67

    dem gegenwärtigen Stande der Produktionstechnik in der Lage, der Frau das Haus im altgewohnten jSinne zu erhalten. Die Art der geschlechtlichen Arbeitsteilung hat sich eben Jn der Gegenwart von Grund auf umgestaltet. Deshalb ist auch das Sc…

  4. 1913-07-01 · Heft 3 (Juli 1913) · p. Seite 68

    Einerseits wird' — gerade in den Mittelständen — die Beruffosigkeit der Frau immer undurchführbarer, immer jnehr zum Luxus, und andererseits die zu leistende Erziehungsarbeit immer schwieriger und zeitraubender. Immer weniger genügen #1$ pä…

  5. 1913-07-01 · Heft 3 (Juli 1913) · p. Seite 69

    „wachsen aus den Untergründen des Kidturprozesses historische Triebkräfte von einer Macht hervor, an ^der einstweifen alle mensch* liehe Willkür zerschellt". — Denn eine befriedigende und definitive Lösung des Problems! der optimalen Verein…

  6. 1913-07-01 · Heft 3 (Juli 1913) · p. Seite 70

    dankbar zurückblicke auf die Jahre, in denen . . ., und es folgen jene Phrasen, mit denen der, der es hinter sich hat, das dicke Fell sich streichelt und auf die „Jungen" herabblinzelt. Dieser Ton, mit dem ein Herr jene „idealistische Gesin…

  7. 1913-07-01 · Heft 3 (Juli 1913) · p. Seite 71

    …ht, ist ja ganz gleich; er steht im Lehrplan." Aeußerung[ eines Lehrers. Bei einem Einwand gegen eine Beweisführung bei Cicero: „Wir wollen hier ja nicht unsere Ansichten entwickeln, sondern wissen, was Cicero sagt." Zum Kapitel „Klassische Kunst…

  8. 1913-07-01 · Heft 3 (Juli 1913) · p. Seite 72

    Der Lehrer erklärt: „Ja, ich habe in jeder Woche so und soviel Stunden t\x geben; damals hatte ich noch eine Stunde pro Woche zu wenig, gab also Kunstgeschichte. Jetzt ist das wieder in Ordnung." „Ach, glauben Sie doch nicht, daß man Ihnen …

  9. 1913-07-01 · Heft 3 (Juli 1913) · p. Seite 73

    II. Ein Reiter ritt durch den hellen Tag, auf seinem Antlitz ein Leuchten lag. Zuweilen klang* eines Geiers Ruf, eintönig schlug seines' Pferdes Huf. Er kam geritten durch Land und Muß, sechsmal schon empfing er des Morgens Kuß. An Höhen un…

  10. 1913-07-01 · Heft 3 (Juli 1913) · p. Seite 74

    „Was heißt und zu welchem Ende studiert man Universalgeschichte?" So lautet bekanntlich das Thema der akademischen Antrittsrede, die Schiller am *26. Mai 1789 in Jena hielt. Dies Thema nun hat auf deutschen Schulen ein sonderbares! Schicksa…

  11. 1913-07-01 · Heft 3 (Juli 1913) · p. Seite 75

    schafl beunruhigt ihn, weil sie ihm neue Arbeit zuwendet oder die vergangene unnütz macht; jede wichtige Neuerung schreckt ihn auf; denn sie zerbricht die alte Schulform, die er sich s*o mühsam zu eigen in achte." Wenn nun der Literaturlehr…

  12. 1913-07-01 · Heft 3 (Juli 1913) · p. Seite 76

    II. Mehrere Tage später. Auf dem Schulweg. — „. . . Was ich sagen wollte: — hast du den Aufsatz gelesen^ den Schwalbenschwanz neulich gebracht?" „Den über die neue Zeitschrift ,Der Anfang'? — Jawohl." „Nun, — und was hältst du von der Sache…

  13. 1913-07-01 · Heft 3 (Juli 1913) · p. Seite 77

    wieder blättere ich das Heft durch und suche, und suche . . . und finde soviel wie nichts von dankbarer Anerkennung und bereitwilligem Entgegenkommen von seiten der Schüler, — auch nicht ein bißchen! Aber vielleicht haben die das gar nicht …

  14. 1913-07-01 · Heft 3 (Juli 1913) · p. Seite 78

    längst der Jacke entledigt habe! Die hellen Schweißtropfen stehen mir auf der Stirn. Gerade als müßte ich auf einer Konferenz; der neuen Jugend eine hitzige Debatte ausfechten. Und dabei schlage ich! midi doch nur mit meinen eigenen Gedanke…

  15. 1913-07-01 · Heft 3 (Juli 1913) · p. Seite 79

    Sonnenschein und stickige nächtliche Nebelschwaden? —, in der neue Lehrer und — eine neue Jugend sich die Hände reidien. Dann werden die Jungens ebenso fröhlich zur Schule gehen, als) sie nachher durch Wald und Feld schweifen. Denn die neue…

  16. 1913-07-01 · Heft 3 (Juli 1913) · p. Seite 80

    wollen wir ja alle, und jeder bessere Lehrer will seinen Schülern Kamerad sein. Ich weiß wohl, daß sie das glauben, daß sie das in ihr Programm aufgenommen haben, ich weiß» a.ber auch sehr gut, wie wenig sie es noch können, wie viel diese K…

  17. 1913-07-01 · Heft 3 (Juli 1913) · p. Seite 81

    das Spiel hat für sie seinen Wert in sich selbst. Deshalb besitzt sie in hohem Grade die Fähigkeit, überhaupt an Dinge, die ihren Wert in sich selbst tragen, die Selbstzweck sind, — an absolute Werte zu glauben, d. h. die Fähigkeit zur Kult…

  18. 1913-07-01 · Heft 3 (Juli 1913) · p. Seite 82

    Sinn, Rechte zu fordern, ohne gleichzeitig auch Pflichten zu übernehmen. Wenn jemand fordert, als wertvoll anerkannt zu werden, so muß er auch den Willen haben, wertvoll zu sein, sonst ist seine Forderung nur leere Phrase. Meine Klasse^ C. …

  19. 1913-07-01 · Heft 3 (Juli 1913) · p. Seite 83

    Da redet er nun von Worten, um die sich der Schüler vergeblich bemüht, er redet von Tugend, von Enthaltsamkeit usw., was das ist, sagt er nicht, aber in allen Sprachen kann man es benennen, griechische und lateinische Ucbungssätze preisen i…

  20. 1913-07-01 · Heft 3 (Juli 1913) · p. Seite 84

    raten, ohne daß er selbst bestraft .wird; das sucht man zu erreichen. Der Mut des einzelnen ist dahin, die Schüler gehen feige en masse in ein verrufenes Lokal. Durch einen, den die Sache zuletzt reut oder durch Zufall angezeigt, hat der Le…