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Der Anfang · 1913-07-01 · Heft 3 (Juli 1913) · p. Seite 68

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Journal
Der Anfang
Volume
1. Jahr (1913-1914)
Issue
Heft 3 (Juli 1913)
Date
1913-07-01
Page
Seite 68 (sequence 4)
Language
German
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Einerseits wird' — gerade in den Mittelständen — die Beruffosigkeit der Frau immer undurchführbarer, immer jnehr zum Luxus, und andererseits die zu leistende Erziehungsarbeit immer schwieriger und zeitraubender. Immer weniger genügen #1$ pädagogische Mittel die bloßen instinktiven Anlagen und das „natürliche" Recht auf Autorität, immer mehr muß an tdie Vernunft appelliert werden. Denn je höher das erreichte Külturniveau 3teigt, um so schwieriger gestaltet sich der Einführungsprozeß der jüngsten Generation, um so mehr kann hier gesündigt werden, ,und um so ungenügender erweist sich1 ein Arbeitsiprinzip, das von vornherein notwendig dilettantisch sein muß. Also, indem die Jugend das erhält, wasi ihr zukommt: ein unverfälschtes Jugendleben, wie esi ihren Bedürfnissen {entspricht; indem sie unter körperlich und seelisch gesunden Verhältnissen aufwächst, unter Kameraden, mit Führern, die ihr den Weg zu selbständiger Arbeit weisen, also, indem man die gesamte Jugend von der frühen Kindheit an bis zur «Reife immer mehr von der Familie löst, (wird lauch1 die Mutter von der Familie erlöst werden. Wenn die Jugend nicht metir familieneigen ist, hört die Mutter von selbst auf b,hauseigen" zu sein. — Die Kräfte, die sich jetzt innerhalb der einzelnen Familie verzetteln, (Werden auf diese Weise der ^aktiven Arbeitskraft der einzelnen ^Generationen zugeführt. Daher wird es eine der nötigsten und iwichtigsten Aufgaben der Zukunft sein, ,ein System zu finden,, tun feinen Teil dieses Mehrertragesi an menschlichen Kräften für die rden Mehrertrag erst ermöglichende c— Organisation einer neuartigen und großzügigen Jugendpflege und Jugenderziehung umzubuchen. — Und es kann durchaus nicht die -Rede von einer Auflösung oder »Vernichtung der Familie sein, sondern esi handelt sich vielmehr gerade ,ym ein Purifizieren des Familienlebens, v Der Familieninstinkt ist im Menschen so stark entwickelt, daß er höchstens von den ewigen nerven- und herzvernichtenden Konflikten des Alltags untergraben .wird, nicht aber durch1 eine Lösung der drückenden Ketten, die alle Familienmitglieder unerbittlich und hemmend aneinanderfesseln. Und es sei nochmals! wiedeihblt: auch hier hängt die Wahl nicht von der freien Entscheidung des Einzelnen #b, sondern audi hier 68

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