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Der Anfang · 1913-07-01 · Heft 3 (Juli 1913) · p. Seite 66

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Journal
Der Anfang
Volume
1. Jahr (1913-1914)
Issue
Heft 3 (Juli 1913)
Date
1913-07-01
Page
Seite 66 (sequence 2)
Language
German
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kuttur" berichtet. Wir zweifeln nicht daran, daß das Material des Jugendmuseums' mindestens ebenso sehr, wie das Material eines Frauenmuseums', alle traditionellen Gegner jeder neuen zukunftsreichen und notwendigen Entwicklung in den Augen späterer «Generationen beschämen und blamieren wird. JDa die Emanzipationsbewegung der Jugend erst im Entstehen begriffen ist, finden sich hier Vorurteil und Aberglaube, Eitelkeit und Unverstand, Schwerfälligkeit und Gedankenlosigkeit noch viel kompakter und zäher vereinigt als bei den Gegnern der FrauencnianzipatioiL Trotzdem wird dieses „Museum" in erster Linie positives Material siammeln: iahe Anzeichen des Erwachens! der Jugend; es sollen in seinem Archiv;alle Dokumente eingereiht werden, die die verschiedenen Etappen auf dem Wege der Jugendemanzipation bezeichnen, der zu ganz neuen Formen des Jugendlebens führen muß und führen wird. Diese Umwälzung wird wohl kaum durch die bloße Einsicht und den freien Entschluß der daran Beteiligten herbeigeführt werden, sondern sie wird hauptsächlich durch eine — auf das Bedürfnis nach1 Kräfteökonomic zurückzuführende — wirtschaftliche Notwendigkeit bedingt sein. Ja, sie wird von denselben wirtschaftlichen Vorbedingungen getragen wie die Frauenemanzipation und steht mit dieser überhaupt im engsten Zusammenhang. Deswegen läßt sich die Ausbreitung der Jugendemanzipation und ihre Entwicklungslinie mit größter Bestimmtheit und Präzision voraussehen und voraussagen. In dem bereits erwähnten Artikel erklärt Rudolf Goldscheid die sich stets steigernde Gewalt, mit der der Gesellschafts- und Wirtschaftsprozeß die Frau insl Berufsleben drängt. Dieser Prozeß entziehe sich jeder menschlidi-willkürlichen Beeinflussung; man habe nur die Wahl', den Anpassungsprozeß der Frau zu erleichtern oder zu erschweren. Weder der Mann noch die Frau können in der Alternative „Mutterschaft oder Beruf" eine Entscheidung (reffen: „Hier wachsen aus dem Untergrund des Kulturprozesses historische Triebkräfte von einer Macht hervor, an der einstweilen alle menschliche Willkür noch zerschellt. Unsere gesamte wirtschaftliche Betätigung, unsere gesamte Kulturarbeit ist so beschaffen, daß wir gegenwärtig ganz außerstande sind, auf die Verwertung der weiblichen Arbeitskräfte zu verzichten, und noch weniger sind wir bei 66

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