Der Anfang
- Journal
- Der Anfang
- Volume
- 1. Jahr (1913-1914)
- Issue
- Heft 3 (Juli 1913)
- Date
- 1913-07-01
- Page
- Seite 72 (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
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Der Lehrer erklärt: „Ja, ich habe in jeder Woche so und soviel Stunden t\x geben; damals hatte ich noch eine Stunde pro Woche zu wenig, gab also Kunstgeschichte. Jetzt ist das wieder in Ordnung." „Ach, glauben Sie doch nicht, daß man Ihnen Ihre Begeisterung für die Antike glaubt", sagte zu einem Oberprimaner eines humanistischen Gymnasiums ein Lehrer. Zwei Gedichte von Hans Ernst Fuhrmann (Wickersdorf) I. Der Mond ist blaßblau, doch sein Licht Gibt jedem Ding ein doppeltes Gewicht. Ein jeder Ton, ein jeder Laut und Schritt Tönt wie beim Echo zweimal mit. Und schaut man in des Mondes Weiß, So sieht man da noch einen neuen Kreis. Er legt sich schwer auf jedes Dach, Und zieht die Stunden langsam nach. Die Zeit bewegt sich nicht einmal, Sie streckt sich weiß in seinem Strahl. Die Eulen auch sind alle stumm, Sie ducken sich und sehn sich um. Ein Mensch fallt irgendwo hinab Und sinkt und winkt und liegt im Grab. Es schallt von irgendwo ein Schrei, Er steigt und schwebt und bricht entzwei. Der Baum steht stark und riesengroß, Bewegt sich kaum und reckt sich bloß. So jeder Gegenstand zur Stund Steht doppelt fest auf seinem Grund. 72