Der Anfang
- Journal
- Der Anfang
- Volume
- 1. Jahr (1913-1914)
- Issue
- Heft 3 (Juli 1913)
- Date
- 1913-07-01
- Page
- Seite 69 (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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„wachsen aus den Untergründen des Kidturprozesses historische Triebkräfte von einer Macht hervor, an ^der einstweifen alle mensch* liehe Willkür zerschellt". — Denn eine befriedigende und definitive Lösung des Problems! der optimalen Vereinigung yon Mutterschaft und Beruf wird eben auf keine andere Weise gefunden werden können. . An der Jugend und ihren Freunden ist es, darüber zu wachen, daß diese Umgestaltung des! jugendlichen Lebens, die Später oder früher unvermeidlich' sein wird, ,auf keine bureaukratisCh-administrative Art durchgeführt werde, sondern daß sie sich im Sinne geistiger Befreiung vollziehe und zur endlichen Autonomie der Jugend führe. Unterricht und Wertung Von Ardor. II. Ueber das humanistische Gymnasium. Es ist verhältnismäßig leicht, gegen Mißstände und Verfehlungen im Unterricht zu polemisieren, gegen einen Gesichtspunkt zu kämpfen, von dem aus unterrichtet wird oder für eine Neueinteilung der Lehrstoffe einzutreten. Sehr schwer ist es, gegen Gedankenlosigkeit zu Feld zu ziehen, Geistlosigkeit zu bekämpfen. Eigentlich unmöglich, sie läßt sich nur nachweisen. Dies undankbare Geschäft versuchten wir im Vorigen für den Deutsch- und Geschichtsunterricht zu leisten. Noch schwerer ist das Gleiche für die humanistische» Lehrfächer. Wir wissen gar nicht, was! dieser humanistische Unterricht bezweckt (während wir vom Ziel eines Deutsch- und Geschichtsunterrichtes in einer modernen Schüfe immerhin einen Begriff haben). Wir gestehen, daß wir im Grunde sehr viel Sympathie für die humanistische Bildung haben. Mit einer Art von verbissenem Trotz lieben wir sie, weil wir in ihr eine Schulgesinntmg sehen, die eine edle Ruhe sich bewahrt hat und vom darwinistischen Zwecktaumel unserer übrigen Pädagogik verschont blieb. Da lesen wir den Sitzungsbericht der „Freunde des humanistischen Gymnasiums", und mit Staunen hören wir, daß tmter allgemeinem Beifall festgestellt wird, dem Mediziner und Juristen sei die Kenntnis! der griechischen Sprache von großem Nutzen. Daß der Vortragende übrigens 69