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19111914
  1. 1914-03-01 · Heft 11 (März 1914) · p. Seite 326

    gebrochene Wille zur Erfüllung jener Formel ist, der nicht Halt macht vor der ersten Schwierigkeit? Das A. C. S. faßt das Problem der Lebensgestaltung der Jugend (der Jugendkultur) noch tiefer. Es sucht die Eigenart der Jugend wissenschaftl…

  2. 1914-03-01 · Heft 11 (März 1914) · p. Seite 327

    der Jugend möglich ist im Rahmen der Einrichtungen und unter der Herrschaft des Geistes des heutigen Erziehungswesens? Und wenn ihr die Antwort hierauf klar ist: Lehnt die freideutsche Jugend ah, daß die Studenten als die freien, natürliche…

  3. 1914-03-01 · Heft 11 (März 1914) · p. Seite 328

    … Viel zu engen Hirnkasten. Dritter Bürger: Großmäulige, unreife Gymnasiasten. Nehmt eure Fibel und geht in die Klasse. (Gerhart Hauptmann: Festspiel.) Am 27. Januar wird in Bayern der „Anfang" für Mittelschüler verboten. Am 28. der „Zupfgeigenhansl". Und an…

  4. 1914-03-01 · Heft 11 (März 1914) · p. Seite 329

    hat erklärt: ,Wir können uns ünier dem Worte »deutsch« nichts mehr denken.* Also :^ anarchistische Auflosung unentbehrlicher, unersetzlicher Werte, eine Art pädagogischer Futurismus, und zur Ehxrchführung dieser Zwecke dient, wie Wyneken in…

  5. 1914-03-01 · Heft 11 (März 1914) · p. Seite 330

    fried Bentfeld, Wien, veranhvortliclier Redakteur Eh-,. Gustav Wyneken, Gründer der Freien Schulgenieinde in Wickersdorf unter dem Titel ,Der Anfang' eine--j^naissdinf^ i-dr^? sieb, .als Zeitschrift der Jugend4, und zwar der studierenden Ju…

  6. 1914-03-01 · Heft 11 (März 1914) · p. Seite 331

    j^Sg^m^ werden wollen. Nach der erwähnten Ai^ordening ist der ,Sprechsaai München er Mittelschüler* gedacht;als Mittelpunkt der "freien geistigen Betätigung der Münchener Mittelschüler und -Schülerinnen; Er ermöglicht es jedem» über den Kre…

  7. 1914-03-01 · Heft 11 (März 1914) · p. Seite 332

    naiv ist, daß er nicht einmal weiß, daß er in dem Falle, wenn er die preßgesetzliche Verantwortung für solches Zeug übernimmt, auch die moralische Verantwortung hat, dann steht der Mann nach meiner Anschauung auf einem so tiefen, niedrigen …

  8. 1914-03-01 · Heft 11 (März 1914) · p. Seite 333

    eigenen Werte in die Kultur der Gegenwart und der nächsten Zukunft Man wollte nicht mehr die Zerrissenheit der Jugend, den Zwang der Vor-Matura-Zeit und die bedenkliche Freiheit der Nach-Matura-Zeit. Diese Kluft soll überbrückt werden. Die …

  9. 1914-03-01 · Heft 11 (März 1914) · p. Seite 334

    Erfahrung seien wir belehrt, daß die Jugend ihre selbstgewählte Freiheit niemals mißbraucht habe; nun sei es an der Zeit, uias Prinzip der Freiheit und Selbstverantwortlichkeit auf die Schule zu übertragen, auch auf die Mittelschule. Schmac…

  10. 1914-03-01 · Heft 11 (März 1914) · p. Seite 335

    „Sehen Sie nur zu, daß nicht jeder Geist von Ihnen vferne bleibt!" rief ihm Wyneken nachher in der Diskussion zu. Als tatsächliche Berichtigung entgegnete dann der offizielle Vertreter des Vortrupps, er selbst stehe auf Seite der Ideen Wyne…

  11. 1914-03-01 · Heft 11 (März 1914) · p. Seite 336

    …der vorigen Generation, das Erwachen der Jugend im Steglitzer „Wandervogel" und seine Bedeutung. Reichstagsabgeordneter Wolfgang Heine bezeichnete sich als einen der unglücklichen Väter, deren Kinder durch Dr. Wyneken auferzogen worden wären. Seine Kinde…

  12. 1914-03-01 · Heft 11 (März 1914) · p. Seite 337

    Kindern als Lektüre vorsetze. Zehn Wickersdorfer Schüler hätten bei einem Besuche in Hamburg Goethe herabgesetzt. Ein Wickersdorfer Aufsatzthema hätte geheißen: Der Wert der theologischen Fakultäten an den Universitäten. Es sei höchste Zeit…

  13. 1914-03-01 · Heft 11 (März 1914) · p. Seite 338

    …eben, daß er selbst die Geschichte von der verlorenen Seele des Sohnes nur vom Hörensagen kenne. Reichstagsabgeordneter Wolfgang Heine: Als früherer Rechtsbeistand des Wickersdorfer Aufsichtsrates kenne er aktenmäßig den Hergang der Gründung Wickersdorf.…

  14. 1914-03-01 · Heft 11 (März 1914) · p. Seite 339

    Das katholische Problem und die Jugendbewegung Das Erwachen des neuen Jugendbewußtseins ist aus dem Bedürfnis der Jugend entstanden, ihrem Leben einen Inhalt, einen tieferen Sinn zu geben. „Wozu lebe ich?" — Der Daseins- und Konkurrenzkampf…

  15. 1914-03-01 · Heft 11 (März 1914) · p. Seite 340

    verlaufen werde: daß sie im Schöße der katholischen Kirche enden könnte. Hier scheint aber der Instinkt dieser Kirche — in Deutschland durch das Zentrum vertreten — versagt zu haben. Die katholische Kirche hat sich uns nicht von ihrer relig…

  16. 1914-03-01 · Heft 11 (März 1914) · p. Seite 341

    Echo Die Antwort einer Frau an Friederich Mono. Lieber junger Freund. Ich will nicht protestieren. Sie haben einfach Recht. Ich sage das nicht nur von denjenigen Ihrer Bekenntnisse, die ich mit eigenen Erlebnissen bestätigen oder ergänzen k…

  17. 1914-03-01 · Heft 11 (März 1914) · p. Seite 342

    Er will mit dem Manne arbeiten und mit dem Manne feiern. Er will aus dem Stolz größeren Reichtums heraus sich ganz schenken und aus dem Stolz größeren Wertes heraus alles für sich fordern. Wird die Liebe langmütig und geduldig genug sein, b…

  18. 1914-03-01 · Heft 11 (März 1914) · p. Seite 343

    keine. „Derweil drückt man sich so durch" — aber es ist manchmal zum Herzbrechen. Freie Schulgemeinde und Landerziehungsheim sind jedes ein Stückchen Lösung. Aber eine von Grund aus neugedachte Gestaltung des Lebens, in der Mann und Frau un…

  19. 1914-03-01 · Heft 11 (März 1914) · p. Seite 344

    Kleinigkeiten quält, ihn sinnlos langweilt, ihn unterdrückt, daß immer wieder Lehrer auftauchen, die sich sogar über Regierungserlasse hinwegsetzen, um mit der brutalen Gewalt ihrer behördlich genehmigten Autorität das Recht des Schülers zu…

  20. 1914-03-01 · Heft 11 (März 1914) · p. Seite 345

    mit einem Gefühl des Unbehagens das Schulhaus betritt. Anstatt daß ihm das Eindringen in den geheimnisvollen Zusammenhang des Naturgeschehens zu einer inneren Freude wird, anstatt daß er am Erleben der Wissenschaft sich hinaufbildet zu eine…