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Der Anfang · 1914-03-01 · Heft 11 (März 1914) · p. Seite 326

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Journal
Der Anfang
Volume
1. Jahr (1913-1914)
Issue
Heft 11 (März 1914)
Date
1914-03-01
Page
Seite 326 (sequence 6)
Language
German
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gebrochene Wille zur Erfüllung jener Formel ist, der nicht Halt macht vor der ersten Schwierigkeit? Das A. C. S. faßt das Problem der Lebensgestaltung der Jugend (der Jugendkultur) noch tiefer. Es sucht die Eigenart der Jugend wissenschaftlich zu ergründen, die Stellung der Jugend in der Gesellschaftsordnung in ihrer Tiefe zu begreifen und daraus die allgemeinen Gesetze, Bedingungen und Bindungen für die Lebensgestaltung der Jugend zu finden (Archiv für Jugendkultur). Und in dieser Arbeit bleibt es unbeirrbar. Ferner: Man kann nicht sein Leben gestalten in Freiheit und Wahrhaftigkeit Sonntags, oder Mittwochs und Samstags von 5—7 Uhr und die übrigen Stunden und Tage daneben stehen lassen. Das ist Phrase, Kurzsichtigkeit, Irrtum oder Schlimmeres. D. h. es wäre; denn niemand glaubt es. Und wenn das A. C. S. nun den Willen hat, nach seinem Wissen zu handeln, wenn es erkennt, und genau so ,\vie jeder in der Freideutschen Jugend, meinen wir, erkennt: in Schule und Elternhaus ist auch Jugend, die lebt, also Pflicht hat dieses Leben zu gestalten; und wenn es solche Wege sucht, wenn es damit beginnt, vorbereitend in Rundfragen und Aussprachen, einsetzend in Schülerausschüssen, Grünem Anker, Elternabenden usw. und vor dem Schlagwort „Kampf gegen Schule und Elternhaus" nicht feige erbebt und zurückschreckt, überzeugt, daß dieser Kampf für die Jugend im rechten Sinn zugleich einer für die Schule und Familie ist; hat damit die freideutsche Jugend nichts zu tun? Oder wo ist der wirkliche Wille zur Losung vom Hohen Meißner? Wo ist die Tat? „Die freideutsche Jugend tritt für diese innere Freiheit unier dien Umständen geschlossen ein." Wie will die freideutsche Jugend nunmehr eintreten? Was tut sie gegen die Lhiterdrückung des „Wandervogels'' durch so manche Schulbehörde? Was will sie tun gegen das Verbot des „Zupfgeigenhansls"? Was will sie tun gegen das Verbot des „Anfangs", des Münchener „Sprechsaals"? Sie hielt eine Aufklärungsversammlung ab, in der jeder Bund für sich eintrat; sich als löblich, brav und ungefährlich darstellte und beteuerte, gegen Schule und Elternhaus nichts zu haben. Ob es dazu eines Verbandes bedarf? Und so stellen wir die zweite Frage: Glaubt die .freideutsche Jugend, daß eine wahre Gestaltung des ganzen Lebens 326. _

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