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Der Anfang · 1914-03-01 · Heft 11 (März 1914) · p. Seite 342

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Journal
Der Anfang
Volume
1. Jahr (1913-1914)
Issue
Heft 11 (März 1914)
Date
1914-03-01
Page
Seite 342 (sequence 22)
Language
German
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Er will mit dem Manne arbeiten und mit dem Manne feiern. Er will aus dem Stolz größeren Reichtums heraus sich ganz schenken und aus dem Stolz größeren Wertes heraus alles für sich fordern. Wird die Liebe langmütig und geduldig genug sein, bis die Illusion der absoluten Gemeinsamkeit ausgeheilt ist und zarte Scham und Ehrfurcht voreinander erlernt sind? Wird der Tag, da jeder sich auf sich selbst besinnen muß, die große Entfremdung bedeuten oder die innigste Neubesieglung des Bundes? Drittens. Der Haushalt soll nicht sein. Gut. Zu Zweien und bei beiderseitigem festen Willen ist er durchaus entbehrlich. Wir wollen auch glauben, daß nicht atavistische Sehnsüchte — mindestens der Frau — nach einem soliden und gastfreundlichen Hausstand aufwachen. Aber — Sie mögen sich sträuben, soviel Sie wollen —: die Kinder erzwingen den Haushalt mit Dienstboten. Oder die Gebundenheit der Frau wird ärger als je zuvor. Oder die Kultur des täglichen Lebens sinkt auf das ,,Kultur"niveau von „Naturaposteln" herab. Was sollen dann „Bouülonkapseln" und selbstangenähte „Knöppe" helfen? Viertens. Die Kinder. Ja, wenn die Jugend, die wir hier meinen, noch frivol wäre wie die Generation vor ihr! Dann könnte sie sagen: Gut — dann wollen wir eben keine Kinder. Aber sie ist nicht frivol. Sie ist gesund und rein und natürlich. Sie will Kinder und mehr Kinder. Aber drei und vier Kinder bedeuten für die Frau, daß sie zehn der frischesten und fähigsten Jahre ihres Lebens darangeben muß — nicht in erster Linie für die Kinder — für die lohnte sich das Opfer schon — sondern für den geordneten Ablauf des Gesamtbetriebes, den nun einmal eine menschliche Gemeinschaft erfordert. Wie wird sie diese zehn dürren Jahre aushalten? Und sie ist wissender, empfindlicher und ungeduldiger als die frühere Frau! Und wird der Mann die oft Verzweifelte und wild Aufbegehrende trösten und halten — oder wird er ihr zürnen und sie anschuldigen? Denn er hat selber Sorgen die Fülle! Fünftens. Und nochmals die Kinder. Eltern, die selber schon aus der neuen Jugend kommen, können mit ihren Kindern gar nicht anders leben als im regen geistigen Verkehr. Das ist die ihrer einzig würdige Art von „Erziehung" an den Kindern. Aber sie erfordert Zeit, Zeit, Zeit, und den ganzen Menschen. Wer soll seine Arbeit lassen? Die Frau? Der Mann? Beide? Keiner? Lauter Probleme. Und keine Lösungen. Es gibt noch

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