Mannheim
Compact Memory

Der Anfang · 1914-03-01 · Heft 11 (März 1914) · p. Seite 337

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Der Anfang
Volume
1. Jahr (1913-1914)
Issue
Heft 11 (März 1914)
Date
1914-03-01
Page
Seite 337 (sequence 17)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
94% known words query
IRI
…/2709933-3186105-3186117--450-3186498
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

Kindern als Lektüre vorsetze. Zehn Wickersdorfer Schüler hätten bei einem Besuche in Hamburg Goethe herabgesetzt. Ein Wickersdorfer Aufsatzthema hätte geheißen: Der Wert der theologischen Fakultäten an den Universitäten. Es sei höchste Zeit, sich von diesem Manne zu trennen. Zischen und Widerspruch, wohl auch einiges Mitleid begleitete das Ende der „Anklagerede" Dr. Reisingers. Dr. Bohlen erklärte als Arzt sein Einverständnis mit Dr. Wynekens Ideen; er sprach den Protest des Euphoristen- Ordens (einer soziologischen Gesellschaft) gegen die klerikalen Angriffe auf die Jugendbewegung aus. Der „Anfang" sei eine pädagogische Tat. Landtagsabgeordneter Dr. Quidde suchte die Haltung der liberalen Landtagsfraktion zu erklären; die Liberalen seien völlig uninformiert gewesen; er selbst habe sofort das Bedenken gehabt, ob man hier nicht dem Zentrum auf den Leim gekrochen sei. Sie seien auf die gefälschten Zitate Schlittenbauers hereingefallen. Mit dem „Anfang" könne er sich nicht völlig identifizieren, aber die Kritik des äußeren Respektes und der Autorität sei jedenfalls ein gesunder Gedanke. Rechtsanwalt Dr. Siegel protestierte für den Fortschrittlichen Jugendverein München, in dem Wyneken vor einigen Wochen gesprochen hatte, und Rechtsanwalt Sänger im Namen des Bundes freiheitlicher Akademiker gegen die unehrlichen Angriffe des Klerikalismus. Siegfr. Bernfeld, Mitredakteur des „Anfangs" und Arbeitsleiter des A. C. S., stellte fest, daß der „Anfang" lediglich eine Tribüne der Jugend sei und daß die Redaktion sich natürlich nicht mit dem Inhalt der einzelnen Beiträge identifiziere, sie verantwortet lediglich die Existenz eines Organes, in dem sich die Jugend völlig frei aussprechen könne. Dr. Wyneken sei einer der ganz wenigen Führer, den sich die Jugend ganz aus eigenem Antriebe gewählt habe. Wenn die Freideutsche Jugend ihn als Führer ablehne, so werde sie sich ein paar „alte" Freunde erhalten, die der Bewegung „sympathisch gegenüberstehen", aber Hunderte von jungen Anhängern verlieren. Birnbaum, Vertreter der Freistudentenschaft, verlas dann eine Erklärung, in der er gegen die Verdrehung der Worte des Vertreters der Freien Studentenschaft auf dem Hanstein protestierte, die Sympathie der Freien Studentenschaft für die Freideutsche Jugend und auch — ohne daß sie als solche zu seinen Ideen Stellung nehmen könne — für Dr. Wyneken aussprach. Max Ermers (vom Sprechsaal Wiener Jugend): Vom Kampf der Jugend um innere Wahrhaftigkeit, um Selbstverantwortlichkeit und Recht hätte der „bayrische Schulmann" nichts

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.