Der Anfang
- Journal
- Der Anfang
- Volume
- 1. Jahr (1913-1914)
- Issue
- Heft 11 (März 1914)
- Date
- 1914-03-01
- Page
- Seite 343 (sequence 23)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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keine. „Derweil drückt man sich so durch" — aber es ist manchmal zum Herzbrechen. Freie Schulgemeinde und Landerziehungsheim sind jedes ein Stückchen Lösung. Aber eine von Grund aus neugedachte Gestaltung des Lebens, in der Mann und Frau und Kinder zu ihrem vollen Rechte kämen, die gibt es noch nicht. Wir müssen sie erst suchen. Wir werden sie auch suchen. Nur immer mit der Gewißheit, daß wir selber ihrer noch nicht froh werden dürfen. Wir fangen ja eben an, die Probleme zu sehen. Warum sage ich Ihnen das? Sie sind jung und fühlen jetzt nur die große Sehnsucht nach der ebenbürtigen Kameradin. Keiner kann sie Ihnen inniger wünschen als ich; es ist das wunderbarste Glück und Erlebnis der Jugend. Aber Sie sollen wissen, daß dahinter die eigentlichen und die schmerzlichsten Probleme erst anfangen. Und Sie sollen den Mut haben, um das schwere und noch verborgene Glück der neuen Ehe zu ringen. Ihrer Schwermut liegt die Gefahr der frühen Skepsis und Verzweiflung nahe. Darum sollen Sie die Wahrheit vorher wissen. Oder doch ahnen. Sie sind ernst und tapfer genug, sie zu ertragen. Das sind Dinge, die Ihnen keine temperamentvolle Kameradin und kein treuherziger Freund sagen konnte. Und darum habe ich den „Anfang" gebeten, daß auch ich Ihnen antworten dürfe, obwohl ich meinen Jahren nach in die Generation vor dem „Anfang" gehöre. Hulda Maurenbrecher Von der Schule Von Hans Reichenbach, Berlin Unsere Stellung zum System der gegenwärtigen Schule ist klar und bestimmt: wir bekämpfen es, bekämpfen es mit allen Mitteln, die in unserer Macht stehen. Vielleicht ist das nicht immer deutlich genug ausgesprochen worden im „Anfang". Aber in Wirklichkeit war doch jeder Aufsatz, den er brachte, ein Beweis dafür. Denn alle sprachen von Dingen, in denen die Schule entweder den jugendlichen Geist mißhandelt, oder — und das waren die meisten — von solchen, zu denen die Schule überhaupt in ein inneres Verhältnis nicht kommt und die doch gerade die Jugend am meisten angehen. Das aber ist das Entscheidende, was wir gegen die Schule vorzubringen haben. Gewiß, daß sie den Schüler mit tausend