Mannheim
Compact Memory

Der Anfang · 1914-03-01 · Heft 11 (März 1914) · p. Seite 327

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Der Anfang
Volume
1. Jahr (1913-1914)
Issue
Heft 11 (März 1914)
Date
1914-03-01
Page
Seite 327 (sequence 7)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
97% known words query
IRI
…/2709933-3186105-3186117--440-3186488
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

der Jugend möglich ist im Rahmen der Einrichtungen und unter der Herrschaft des Geistes des heutigen Erziehungswesens? Und wenn ihr die Antwort hierauf klar ist: Lehnt die freideutsche Jugend ah, daß die Studenten als die freien, natürlichen Vertreter der Schuljugend bemüht sind, auf irgendeine Weise — wir legen uns auf keinen Weg fest, aber er muß gangbar sein und auf das Ziel hinführen — eine Änderung des Erziehungsgebäudes, der Einrichtung der Schule und des Hauses herbeizuführen im Sinn jugendlicher Lebensgestaltung aus eigener Bestimmung, vor eigener Verantwortung, mit innerer Wahrhaftigkeit? Und ferner: Wir werden den Anregungen Ostwalds und Natorps (im 10. „Anfang"-Heft) folgen und werden bald Eingaben veranlassen gegen die Bedrückung des religiösen Gewissens in der Schule. Wird die freideutsche Jugend an unserer Seite stehen? Wird sie für uns geschlossen eintreten, wenn man uns bekämpfen wird? Oder wird sie „in keinem Verhältnis zu uns stehen"? Wir hoffen im Ernst Antwort auf diese Fragen zu erhalten. Vielleicht nicht offiziell vom Verband der Freideutschen Jugend. Wohl aber von den einzelnen, von allen einladenden Bünden oder ihren Führern.*) Diese Antworten werden entscheidend sein für die Zukunft des Freideutschen Jugendverbandes. Sie werden klar und deutlich sondern jene, denen das Gelübde vom Hohen Meißner nur eine zu nichts verpflichtende Dekoration, nur eine eitle Selbstbespiegelung war, und jene, denen es voller Ernst mit jener Formel ist und die für diese Lebensgestaltung bereit sind, Angriffe zu dulden und „Freunde" zu verlieren. Der „Anfang" sagte damals (6, 162): „Wo ist die Stimme, die den Klang dieses Festes fortleitet, wo der Herd, der das Feuer dieses Festes aufbewahrt? Der .Anfang* will diese Stimme sein und dieser Herd." Man sprach von Überhebung. Möge nicht allzu bald die Zeit kommen, wo wirklich der „Anfang" der einzige Herd dieses Feuers ist. Man mache sich den Ernst der Lage ganz klar: Von der Antwort auf unsere Fragen hängt es ab, ob die freideutsche Jugend ihre Parole vom Meißner weiterführen darf, oder ob sie revozieren muß und die Zeitungsschreiber recht behalten, die sagten, daß jene Losung eine Phrase sei. Akademisches Comitc für Schulreform *) Wir stellen gern ein Heft des „Anfang" dafür zur Verfügung. D. A.

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.