Der Anfang
- Journal
- Der Anfang
- Volume
- 1. Jahr (1913-1914)
- Issue
- Heft 11 (März 1914)
- Date
- 1914-03-01
- Page
- Seite 338 (sequence 18)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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erwähnt; wohl aber hätte es ihm gepaßt, sich plump und angelegentlich mit jugendlicher Erotik zu beschäftigen, ein Gebiet, auf dem die Jugend selbst noch suchend sei. Schriftsteller Arno Zweig hält den „Anfang" für eine verdienstliche Tat Seine Mitarbeiter sollten den guten Traditionen des 17. und 18. Jahrhunderts prinzipiell nur anonym schreiben, damit man wisse,.es komme nur auf Sachen, nicht auf Personen an^ Die vielen Schülerselbstmorde seien Folge des heutigen Schulsystems. Die Schüler, die zur Waffe greifen, seien noch die Anständigeren, weil sie die „Schweinereien der Gegenwart" nicht mehr mitmachen wollen. Der „Anfang" sollte sie auf eine Ehrenliste setzen und veröffentlichen. Eine ganze Reihe von Kednern trat schließlich noch für Wyneken, für Jugendkultur oder für den „Anfang" ein: Hermann Kranold: Er unterschreibe den „Anfang" von der ersten bis zur letzten Zeile; angesichts des schwächlichen Abrückens der Freideutschen Jugend vom „Anfang" und von ihrem Führer Dr. Wyneken habe er sich heute in der Seele der Jugend geschämt. Dr. Wyneken ergriff schließlich nochmals das Wort. Aufsehen erregte seine Feststellung, daß er den betr. von Prof. Rehm erwähnten Fall des unglücklichen Vaters gar nicht kenne und daß es sich jedenfalls nicht um einen persönlichen Schüler von ihm handle. Prof. Rehm mußte denn auch tatsächlich zugeben, daß er selbst die Geschichte von der verlorenen Seele des Sohnes nur vom Hörensagen kenne. Reichstagsabgeordneter Wolfgang Heine: Als früherer Rechtsbeistand des Wickersdorfer Aufsichtsrates kenne er aktenmäßig den Hergang der Gründung Wickersdorf. Wyneken sei offiziell Mitinhaber der Konzession für Wickersdorf, tatsächlich aber dessen einziger Schöpfer gewesen. Er schließt: Mir ist heute ach und weh geworden beim Anblick einer Freideutschen Jugend, die schnell und ängstlich abrückt, wenn irgendein Teil ihres Bundes, der da oben vielleicht übel angeschrieben ist, angegriffen wird. Ist das noch frei, noch deutsch, noch jugendlich? Das Schlußwort hatte Prof. Weber. Er sprach nochmals über die liberale Partei, die er trotz besten Willens nicht reinwaschen könne. Hoffentlich habe ihre Haltung nicht die ganze Freideutsche Jugend der Regierung als vogelfrei überliefert. Im Namen der Freideutschen Jugend gab er dann die Erklärung ab, sie könne nicht von etwas abrücken, mit dem sie nicht identisch war, ebenso liege ihr aber Ketzerriecherei ferne. Lebensgestaltung unter eigener Verantwortung mit innerer Wahrhaftigkeit sei die Parole der Freideutschen Jugend; an dieser halte sie fest. Erms