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192919331938
  1. 1929-01-01 · 1 (1929) · p. Seite 36

    …eisteramtsakten das Gesuch eines jüdischen Musikers aus Frankfurt, Samuel Creton, aus der Zeit um 1660, der beim Kaiser Leopold I. unter Hinweis auf die Unbillen, die ihm von seinen jüdischen Verwandten wegen seiner Taufe zugefügt worden wären, um e…

  2. 1929-01-01 · 1 (1929) · p. Seite 37

    37 ausgeführt wurden, aufgesetzt. Einige hievon gingen bis aufs hohe A hinauf und dennoch hätte er sie äußert nett und rein herausgebracht. Daß die jüdische Musik grundverschieden von jener der Christen war, ist sehr wahrscheinlich, wenn ma…

  3. 1929-01-01 · 1 (1929) · p. Seite 38

    38 akustische und musikpsychologische Untersuchungen44 von E. M, von Hornbostel (Beiträge zur Akustik und Musikwissenschaft, herausgegeben von C. Stumpf) angeregt werde. „Man hat bei verschiedenen primitiven Völkern die Beobachtung gemacht,…

  4. 1929-01-01 · 1 (1929) · p. Seite 39

    39 vorgebracht haben. (Produktion im abendländischen Sinne bedingt Einmaligkeit und Stabilität des Kunstwerkes). Ebenso daß Juden, Spanier, Slaven (mit Ausnahme der von den Deutschen beeinflußten Tschechen) Mollmelodik, also von den Obertön…

  5. 1929-01-01 · 1 (1929) · p. Seite 41

    41 Der Antisemitismus der Behörden und das Prager Ghetto in nachweißenbergischer Zeit Bearbeitet von Ph. Dr. Jarosl. Prokes und Ph.. Dr. Ant. B 1 a s c h k a. Vorwort. Vorliegende Arbeit, die gleichzeitig im tschechischen Original und in de…

  6. 1929-01-01 · 1 (1929) · p. Seite 42

    42 wirtschaftlichen Auswirkung war es, der die zwischen der himmelweit voneinander verschiedenen Kultur- und Empfindungswelt der Christen und Juden gähnende Kluft überbrückte und einen modus vivendi schuf. Das Studium der Wirtschaftsgeschic…

  7. 1929-01-01 · 1 (1929) · p. Seite 43

    43 — freilich unter Verzicht auf bequeme Wohnverhältnisse — 10.000 bis 12.000 Einwohner zu fassen, eine Ziffer, die namentlich in den ersten Jahrzehnten des XVIII. Jahrhundertes erreicht wurde, als die Prager Judenschaft die volle Hälfte de…

  8. 1929-01-01 · 1 (1929) · p. Seite 44

    44 in nachweißenbergischer Zeit berechtigterweise von einer Überwindung des Prager Ghettos durch die deutsche Kultur sprechen, wiewohl damals die deutsche Sprache zum Verständigungsinittel mit der christlichen Nachbarschaft wurde. Eine Annä…

  9. 1929-01-01 · 1 (1929) · p. Seite 45

    45 daß er ihn am selben Orte aus den Leuten durch Betrügereien herausschinden wird; man müßte ihn kummern (ins Schuldgefängnis werfen), und er wird keinen Heller aus seiner Tasche zahlen, sondern seine unterschiedlichen Zahlungen und Schuld…

  10. 1929-01-01 · 1 (1929) · p. Seite 46

    46 der Zahl der tolerierten jüdischen Bevölkerung einzuschränken; manchmal steigerte sich dann dieses Programm einer Reduktion der jüdischen Bevölkerung und des jüdischen Handels bis zum Extirpationsprogramm, d. h. zum Plane, die Juden über…

  11. 1929-01-01 · 1 (1929) · p. Seite 47

    47 resias nicht unvorbereitet kommt, sondern daß sie lediglich die Fortsetzung und den Höhepunkt der voraufgehenden Reduktionsbestrebungen darstellt, mögen auch zu ihren Motiven noch einige andere Motive hinzugetreten sein. Zweck dieser Arb…

  12. 1929-01-01 · 1 (1929) · p. Seite 48

    48 besonders angemerkt; dies trifft namentlich für das erste Kapitel zu. Wie ich mich überzeugt habe, können andere Archive aus begreiflichen Gründen für diese Arbeit keinerlei bedeutsamere Beiträge liefern. Besonderes Verdienst um die Hera…

  13. 1929-01-01 · 1 (1929) · p. Seite 49

    49 1. Kapitel. 1. Das Prager Ghetto und die christliche Gesellschaft im Zeitraum von der Weißenbergschlacht bis zur großen Pest i. J. 1680. Das Gesuch der Altstädter Gemeinde v. /. 1602 um Vertreibung der Juden aus Prag. — Die Juden und der…

  14. 1929-01-01 · 1 (1929) · p. Seite 50

    50 Dem Verdienste Meisls und den ausgiebigen Abgaben an den Staat verdankte das Prager Ghetto in der rudolfinischen Zeit seine verhältnismäßige Ruhe. Doch unmittelbar nach dem Tode des Markus Mordechai Meisl (1601), der unbestritten die her…

  15. 1929-01-01 · 1 (1929) · p. Seite 51

    51 der sich unabwendbar ein Entscheidungskampf auf Leben und Tod zwischen dem christlichen Lager der Nichtkatholiken und Katholiken vorbereitete, keineswegs dazu angetan, dieses brennende Problem zu ontseheiden, das Umsicht und ruhige und d…

  16. 1929-01-01 · 1 (1929) · p. Seite 52

    52 welche ihm mit größerer Sicherheit seine bisherige Stellung zu gewährleisten schien, nämlich der Partei des Habsburgerkönigs. Der Ausbruch der antihabsburgischen Revolution der böhmischen Stände i. J. 1618 war gleichzeitig von einem Angr…

  17. 1929-01-01 · 1 (1929) · p. Seite 53

    53 Paläste des nichtkatholischen Adels und die Bürgerhäuser systematisch durchwühlt und ausgeraubt wurden, blieben die Judenhäuser auf Ferdinands ausdrücklichen Befehl sogar vor der lästigen und kostspieligen Militäreinquartierung bewahrt. …

  18. 1929-01-01 · 1 (1929) · p. Seite 54

    54 schränkte Raum zwischen Altstädter Ring und Moldau, der zu einem bedeutenden Teil von einem ausgedehnten Friedhof und zahlreichen Synagogen ausgefüllt war, konnte der rapid anwachsenden jüdischen Volksmenge nicht genügen. Nicht wenig tru…

  19. 1929-01-01 · 1 (1929) · p. Seite 55

    55 Den Triumph der im Siege der nachweißenbergischen Gegenreformation begründeten jüdischen Erfolge bedeutet das große Privileg, das der Judengemeinde im Königreich Böhmen von Ferdinand IL am 23. Jänner 1623 verliehen wurde. Dieses Privileg…

  20. 1929-01-01 · 1 (1929) · p. Seite 56

    56 gefährliche Bedrohung des christlichen Besitzstandes der Altstadt in sich und waren ein schwerer Schlag für die christlichen Geschäftsleute. Auch der christlichen Industrieunternehmung, der es während des erschöpfenden und langen Krieges…